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3 Doors Down
3 Doors Down Foto © by Universal Music

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3 Doors Down ist mit Sicherheit die einzige Rockband aus Escatawpa, die weltberühmt ist – und mal wieder eine Formation, in der der Schlagzeuger der Sänger ist – zumindest bis der den Job des Schlagzeugers abgibt: Brad Arnold, Jahrgang 1978, wächst in dem Kaff in Mississippi auf und gründet 3 Doors Down gemeinsam mit dem Gitarristen Matt Roberts und dem Bassisten Todd Harrell 1996. Im folgenden Jahr stößt Chris Henderson zur Formation. Er ist einige Jahre älter als die anderen Jungs, kommt aber aus demselben Kaff und kann Gitarre spielen.

 

3 Doors Down haben inzwischen eine selbstbetitelte CD aufgenommen, die sie bei Auftritten vertreibt. „Kryptonite“, das entscheidende Lied der Band, ist darauf enthalten – es erweist sich als der wichtige Türöffner, den Bands einfach brauchen. Von einem kleinen lokalen Aufreger entwickelt sich 3 Doors Down allmählich zu einer respektablen Größe, wird in den ersten Radios gespielt und nach einem Auftritt in New York von Universal unter Vertrag genommen. Arnold wird entlastet, nach den Aufnahmen zum Album steigt der Kanadier Daniel Aldair hinter das Schlagzeug.

 

„The Better Life“ heißt das Debütalbum, das Anfang 2000 in den USA, in Deutschland erst im Herbst des Jahres erscheint. Während „Kryptonite“ daheim rasch zum Superhit wird, dauert es noch einige Jahre, bis die Band auch hierzulande weit oben in den Charts ankommt. „Loser“, die zweite Single, läuft schon besser, kraxelt allerdings ebenfalls irgendwo weit hinten in den Top-100 der Charts herum – dafür findet „Be Like That“ ein klein wenig verändert auf den Soundtrack zu „American Pie 2“.

 

3DD legen 2000 nach. „Away From The Sun“ erscheint im November 2002, “Here Without You” wird zum großen Hit der Band, die sich nach und nach zu einem der wichtigsten Live-Acts in den USA mausert. Ein Jahr später wird die kleine EP „Another 700 Miles“ nachgelegt. „Seventeen Days“ ist im Februar 2005 der dritte Streich, inzwischen erreichen 3 Doors Down auch in Deutschland die Top 10. Nach Erfolgen mit Singles wie „Let Me Go“, „Behind Those Eyes“, „Life For Today“ und „Landing In London“, für die die Rockerlegende Bob Seger aus Detroit gewonnen wird, steigt Daniel Aldair aus, um bei Nickelback anzuheuern. Der Stil beider Bands, also 3 Doors Down und Nickelback, wird nicht selten als sogenannter Post-Grunge bezeichnet. Aldair wechselt zwar plötzlich, bleibt allerdings letztendlich in der kleinen, tapferen Familie.

 

Greg Upchurch von Puddle of Mudd, noch eine Post-Grunge-Formation, steigt bei 3 Doors Down ein. Die Band kooperiert mit der Nationalgarde der Vereinigten Staaten, das Video zu „Citizen/Soldier“ steht auf der Rekrutierungsseite der Organisation, das Album zu dem Käse erscheint im Mai 2008 und heißt „3 Doors Down“.


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