|
|
||
star news
> Fady Maalouf
„Into The Light“ – das zweite Album des DSDS-Kandidaten von 2008 …
> Doves
„The Places Between“ – die Doves veröffentlichen ein Best-of-Album …
> LaBrassBanda
Juicy-Beats 2010 – am 31. Juli ist Dortmund Europas Kulturhauptstadt …
elixic steht auf
Surfmusik.de bietet eine umfangreiche Sammlung an Web-Radios.
RauteMusik.FM ist Europas größtes Internetradio und spielt fast alle gängigen Musikrichtungen. |
50 Cent - Star PorträtCurtis Jackson wird am 6. Juli 1975 in Queens, New York, geboren. Dann ist er erstmal eine ganze Weile Gangster – und schließlich einer der ganz großen im Hiphop-Geschäft. „Ganz groß“ heißt in diesem Fall, dass er nicht nur in Nordamerika und Europa abräumt, er genießt darüber hinaus hohe Anerkennung bei Hörern, denen man gewöhnlich nicht einmal den Zugang zu „westlichen“ Medien zutraut: in Westafrika beispielsweise, wo junge Männer ihm und seiner Gangsterattitüde huldigen, die so viel mehr Gangster sind als der Schnösel aus den USA, dass der Widerspruch fast schon unheimlich ist. In Nigeria hat er sich mal bei einer gemeinsamen Tour mit dem Lokalmatador Eedris Abdulkareem angelegt, gekniffen und ist nach Hause geflogen. Es kommt bei Hiphoppern auf Glaubwürdigkeit an, auf „Realness“, auf „Street Credibility“, und davon bringt Jackson aka 50 Cent eine ganze Menge mit. Außerdem stimmt die Vermarktung seiner Vergangenheit. Er steht für ein ganzes Bündel von Stereotypen und sein Output beschränkt sich nicht allein auf die Musik; es ist eine Reihe von Produkten, mit denen er auf sich aufmerksam macht und die seine Glaubwürdigkeit stützen. Er scheint der Prototyp des afroamerikanischen Unterschichtlers zu sein: kennt seinen Vater nicht, verliert als Achtjähriger seine Mutter, die von einer Drogendealerin erschossen wird, wächst bei den Großeltern auf, beginnt, Mist zu bauen, handelt mit Drogen und landet bereits mit 12 Jahren erstmals in einem dieser Bootcamps, in denen sie Jugendliche nonstop anbrüllen und hoffen, dass sie daraus lernen oder so. Bereits früh beginnt er, neben den Drogen selbst produzierte Mixtapes zu verkaufen und unterschreibt 1999 seinen ersten Vertrag bei einem Label. Columbia Records bringt das Stück „How To Rob“ auf den Markt, ein Schwall wüster Beschimpfungen und angeblich wird 50 Cent aus Rache dafür im Frühjahr 2000 hingerichtet. Er überlebt auf wundersame Weise etliche Kugeln, die seinen Körper treffen (eine hinterlässt die markante, grübchenförmige Narbe auf seiner Wange) und beschließt (genauso angeblich) im Krankenhaus, die Sache mit den Drogen Sache mit den Drogen sein zu lassen und sich fortan auf die Musik zu konzentrieren. Die Hiphop-Welt scheint beinahe so gewalttätig zu sein wie die der Drogenhändler und häufig lässt sich das nicht so genau trennen. Ein mutmaßlicher Attentäter überlebt die Schüsse auf 50 Cent nur wenige Wochen, Columbia Records löst den Vertrag mit dem Musiker auf und verzichtet auf die Veröffentlichung seines Albums. Verwicklungen in dubiose Todesfälle sind im Musikgeschäft ähnlich lukrativ wie tote Musiker, daher kommt es nicht von ungefähr, dass sich einige Kollegen des vertragslosen 50 Cent annehmen. Eminem und Dr. Dre greifen ihm unter die Arme und zwar ziemlich geschickt. So erhält er einen Vertrag bei Interscope, Eminem verkündet, 50 Cent sei sein Lieblingsrapper (eigentlich sagt er …fucker, er meint jedoch …rapper) und sorgt damit sowohl bei Journalisten als auch Hiphop-Hörern für freudig-erregte Erwartungen auf die folgenden Veröffentlichungen. „Wanksta“ wird 2002 ein ziemlicher Erfolg, verstärkt wird dieser dadurch, dass „Wanksta“ auf dem Soundtrack von Eminems erstem Kinofilm „8 Mile“ zu hören ist. Aus den Produktionen bei Columbia und einigen neueren Arbeiten setzt sich 2002 das Album „Guess Who´s Back“ zusammen. Der große Wurf gelingt im folgenden Jahr. „Get Rich Or Die Tryin“ verkauft sich weltweit 11.000.000 mal. 50 Cent stellt damit sämtliche Konkurrenten und auch seine Förderer in den Schatten. 50 Cent ist – für den Hiphop-Markt – ein richtig gutes Paket. Er hat die richtigen Förderer, die richtige Vergangenheit und das passende Äußere. Dieses beschränkt sich nicht allein auf die Narben, die auf seine Vergangenheit verweisen, sondern wird durch einen ziemlich durchtrainierten Oberkörper ergänzt, den er auf den ersten vier Alben-Covers zur Schau stellt. Ein ganzer Kerl, die erste Single des 2003er Albums ist „In Da Club“. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen setzt 50 Cent hier weniger auf irgendwelche Kriminellenverherrlichungen, sondern liefert einen Partysong, der Index muss warten, es geht um Geld und Ruhm – ein zentrales Thema bei 50 Cent: Geld, Geld und die Möglichkeiten, die Geld bietet. Selbstverständlich wird die Gewalt der Vergangenheit weiterhin thematisiert. Publicityträchtig kommt es auch zu das Image fördernden Ausfällen in seinem direkten Umfeld – bereits 1998 gründet er G Unit, seine Gang, über die bis heute auch handfeste Konflikte (zum Beispiel eine Messerstecherei 2004 bei einer Preisverleihung des Magazins Vibe) ausgetragen werden – und sein Unternehmen: G Unit ist ein Klamottenlabel und eine Ansammlung von Rappern, die durch ihre öffentlich beglaubigte Partnerschaft, ihre gemeinsamen Feinde, Vertrauensbrüche und Loyalität permanent im Gespräch bleiben und sich vor allen Dingen laufend neuen Stoff für Texte liefern. The Game beispielsweise, einst Busenfreund 50 Cents, wird der Illoyalität bezichtigt und ist nun ein Gegner der G Unit. Das ist 2005 – die Veröffentlichung von „The Massacre“ steht an, eine Pressekonferenz über die vorläufige Beilegung der Auseinandersetzungen lässt sich spielend mit etwas Promotion für das neue Album nutzen – wahrscheinlich wäre es allerdings in jedem Fall auf dem ersten Platz der Charts gelandet. 50 Cent setzt auf Gewalt, Gangsterethos und frauenfeindliche Texte, was den einen oder anderen Rezensenten auf die Palme klettern lässt und den Verkaufszahlen ungemein förderlich ist. „Candy Shop“ ist der erfolgreichste Hit, mit „How We Do“ findet sich sogar ein „Duett“ mit The Game auf dem Album. Inzwischen gehört es zum guten Ton, dass große Musiker einen autobiografischen Film ins Kino bringen. 2005 wird „Get Rich Or Die Tryin´“ in Kanada gedreht, der Soundtrack ist vor Weihnachten 2005 erhältlich, der Film kommt Anfang 2006 in die Kinos, wird allerdings hierzulande durchweg verrissen, weil 50 Cent keinen Hehl daraus macht, dass er (er schließt komisch aus seiner Erfahrung) das Tragen von Schusswaffen für notwendig und klug hält. Neben 50 Cent produzieren eine Reihe von Kollegen aus der G Unit ihre Soloalben und unterstützen sich hierbei wechselseitig: Lloyd Banks, Young Bucks, die Sängerin Olivia, Tony Yayo gehören dazu und die Gruppe expandiert inzwischen. Außerdem erscheint 2004 mit „Beg For Mercy“ ein gemeinschaftlicher Sampler. Dass 50 Cent durchaus seinen Charme hat, seine ruhige, abgeklärt wirkende Art seines gleichen sucht, wird am Video zu „P.I.M.P. (Remix)“ deutlich, vom Rapper featuring Snoop Dogg & G-Unit 2003. Der Pimp ist die Figur des afroamerikanischen Zuhälters, in dem Video tritt 50 Cent in den Kreis der dekadent dasitzenden Rapperkollegen, Karikaturen von Zuhältern, eine Rolle, die Snoop Dogg ohnehin bereits eine Weile pflegt. Die niedrige Schnittsequenz passt zum langsamen Rhythmus des Tracks, die Jungs spielen mit dem Bild des bösen schwarzen Mannes in den USA, der nur einen der ihm zustehenden drei Wege gegangen ist: die anderen beiden wären die des Musikers und Sportlers. Man lässt sich nicht lumpen und prahlt um die Wette, die Figuren werden parodiert, weniger platt dargestellt. 50 Cent wird als der Auserwählte vorgestellt, Snoop Dogg fragt, wie er der Auserwählte sein könne, wenn er nicht einmal einen Cadillac fährt, was von der restlichen Menge mit Schrecken und Verstörung aufgenommen wird. Snoop Dogg wirkt ohnehin wie eine Comicfigur, mit seinem monströsen Gebiss setzt er noch einen drauf. Der Ernst und die Boshaftigkeit, die häufig im Hiphop gepflegt werden, sind hier nicht zu finden, obwohl es sich eindeutig um eine Ansammlung böser Buben handelt. 2007 wird ein weiteres Album 50 Cents auf den Markt kommen, im Vorfeld hat er sich mit Kanye West angelegt. Und ist diesmal weit gegangen: sollte dieser Konkurrent mit seinem Neuling mehr Verkäufe erzielen als er, Curtis Jackson, wird er die Musik an den Nagel hängen. Womit er selbstverständlich nicht rechnet – für den Fall, dass …, wird sich sicher noch die eine oder andere Beschäftigung für ihn finden. 50 Cent TOP NEWS50 Cent - Das Übliche50 Cent - Before I Self Destruct50 Cent - Lebensgeschichte gekauft50 Cent - Taco Bell verklagt50 Cent - 50 Cent in Pristina>> Alle News zu 50 Cent 50 Cent Fotogalerie![]() CD Reviews von 50 Cent findet Ihr auf CDSTARTS.de Kostenlose Songtexte von 50 Cent bietet lyrix.at |
|
|
|
||