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Barry White - Star Porträt


TOP NEWS Barry White


>> Alle News zu Barry White

Barry White bleibt ein Schwergewicht unter den Schmusebacken des Soul, König der Schlafzimmer, mit einer magischen, tiefen Stimme beschenkt, einer der ganz Frühen, die in ihrer Jugend im Knast zu Musikern geläutert werden, der die Disco prägt, den weichen, bombastisch produzierten R&B. Seine Stimme ist das, was von der Serie „Ally McBeal“ übrig bleibt und auch für die Simpsons wird er gebraucht. Eine wichtige Gestalt der Popmusik, verstirbt Barry White 2003 nach einem Schlaganfall an Nierenversagen.

 

Barrence Eugene Carter kommt 1944 in Texas zur Welt, wächst im Süden von Los Angeles auf, wird Mitglied einer Gang und wandert mit 17 Jahren in den Knast, nachdem er Cadillac-Reifen im Wert von 30000 Dollar gestohlen hat. Im Gefängnis ist es Elvis, der ihm hilft, bzw. das Lied „It´s Now Or Never“, das er singt, Barry White wird (so will es die Legende) als Musiker entlassen. Er schließt sich kleinen Musikformationen an, arbeitet als Songschreiber und Arrangeur – das ist in den 60er Jahren.

 

Ab Ende des Jahrzehnts stellen sich erste Erfolge ein, und zwar mit der Girlgroup Love Unlimited, Barry White schreibt den Mädels Hits, produziert für sie, heiratet die Leadsängerin Glodean James. Der Mann ist ein Macher, ein gigantischer Kerl mit gigantischen Anzügen, gigantischem Kragen, mit einem beeindruckend gemächlichen, tiefen Ruhepuls. Barry White mag es opulent, voluminös – in diesem Zusammenhang mag man kaum sagen: fett – produziert. Seine schmachtenden Balladen sind sehr aufwändig arrangiert, er nutzt ganze Wände von Streichern und obwohl er nicht gerade einer Musikerdynastie entstammt noch eine gute Musikerausbildung erhält, setzt er sich durch.

 

1973 ist der Höhepunkt seiner ganz großen Zeit, seine Mädels von Love Unlimited entern die Charts mit „Walkin´ In The Rain With The One I Love“, Barry hat als Solokünstler Hits wie „I´m Gonna Love You Just A Little More Baby“,„You´re The First, The Last, My Everything”, „Can´t Get Enough Of Your Love Baby” und „Never Never Gonna Give You Up“, mit seinem Love Unlimited Orchestra spielt er „Love´s Theme” ein – in wenigen Monaten verkauft der Mann nach Angaben seines Labels 16 Millionen Tonträger. Wenn Barry White in den folgenden Jahrzehnten eine Bühne betritt, warten Publikum und sein Orchester auf ihn, gerne sind oberhalb des Orchesters die Love Unlimiteds positioniert, eingerahmt von Tänzerinnen – Barry White hält den Laden mit einem viel zu zerbrechlich wirkenden Taktstock zusammen, richtet zwischendurch einige warme Worte an seine Zuhörer.

 

Das Ende der 70er, nach Liedern wie „Let The Music Play“, „Just The Way You Are“ oder „It´s Ecstasy When You Lay Down Next To Me“ zwingt den Musiker zum Umdenken, Barry White ist Glamour, ein bisschen zuviel von allem. Er führt sein Label Gold Unlimited, verdient als Produzent gutes Geld, muss allerdings als Solokünstler einige Jahre zurückstecken. Natürlich sind seine Duette mit Isaac Hayes und Lisa Stansfield berühmt, da sind wir allerdings bereits in den frühen 90ern, das Album „The Icon Is Love“ (1994) wird enorm erfolgreich, 1996 singt er „In Your Wildest Dreams“ mit Tina Turner. Die letzte große Produktion wird das Album „Staying Power“ 1999. Barry White werkelt mit alten Gefährten an dem Ding, „The Longer We Make Love“ singt er mit Chaka Khan und Lisa Stansfield, er covert Sly & The Family Stone und lässt sich dabei von P. Diddy unter die Arme greifen.

 

Zwei Grammys erhält Barry White für „Staying Power“, er hat noch einige Konzerte, viel Zeit bleibt ihm jedoch nicht mehr. 2002 wird bekannt, dass er dringend auf eine neue Niere angewiesen ist, er ist Dialysepatient, bekommt einen Schlaganfall, der ihn körperlich stark einschränkt. Barry White stirbt im Sommer 2003.



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