Musik MP3 Portal ELIXIC Startseite
genrelexikon

RSS Feed
Twitter

Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt elixic.de steht zum Verkauf

star news

> Mister Sushi
„So elektrisch“ – Elixic verschenkt zweimal das Album von Mister Sushi …
 
> Stefan Raab
Mission accomplished – Raab schickt Lena Meyer-Landrut nach Oslo …
 
> Bright Eyes
„Happy Accident“ – zwei Lieder zum freien Download, eine neue alte EP …
 
 
elixic steht auf
Surfmusik.de bietet eine umfangreiche Sammlung an Web-Radios.

RauteMusik.FM ist Europas größtes Internetradio und spielt fast alle gängigen Musikrichtungen.
du bist hier : musik portal > genrelexikon > blues

Genrelexikon


Blues


Blues ist die Musik amerikanischer Sklaven, ein tiefer, trauriger Gesang, der an diversen Plätzen der Zwangsarbeit, auf den Plantagen, auf dem Bau, in den Minen entsteht und im 20. Jahrhundert den Weg zur modernen Popmusik ebnet. Wenn jemand den Blues hat, dann macht er sich sorgen, befindet sich in einer misslichen Lage und im Gegensatz zur europäischen Gesangeskunst, wo Trauer Teil eines Schauspiels bleibt, ist Blues – auf eine Besorgnis erregende, direkte Art – wunderschöner Ausdruck von Unglück.


Blues Geografie

Man kennt das aus dem Fernsehen: starke, gedemütigte Männer, die in Arbeitskolonnen als Gefangene im Straßenbau tiefe Kollektivgesänge im Rhythmus ihrer Spitzhacken singen, während mit Gewehren bewaffnete Reiter mit breitkrempigen Hüten um sie herumhoppeln. Ein weiteres bekanntes Bild ist der große John Lee Hooker, der es sich (im Film Blues Brothers, 1980 oder im Video zu One Bourbon, One Scotch, One Beer) am Straßenrand gemütlich macht.

Im frühen 20. Jahrhundert ist es William Christopher Handy aus Alabama, der den Blues prägt, populär werden lässt und in dessen Anfangszeit sich der Genrebegriff Blues durchsetzt und an dessen Person man einige Sachen erkennt, die für den Blues im Allgemeinen gelten. 1.: Der Blues zieht von den Südstaaten in den Norden. W.C. Handy nach New York, andere in den 20ern nach Chicago, wo ihm der entscheidende Schliff gegeben wird. 2.: Blues beeinflusst die Musikwelt wie kaum ein anderes Genre. Handys Einfluss auf den Jazz ist unbestritten. Einige seiner Kompositionen werden zu Jazz-Standards. 3.: Blues wird bis heute in Europa nicht entsprechend gewürdigt. 1958 wird Handy von Zehntausenden zu seiner letzten Ruhestädte in Harlem begleitet. Sein Name ist allerdings nicht Teil des kollektiven Gedächtnisses (im Gegensatz zu denen der ganzen Käsebacken).


Blues Galaxie

Was hängt nicht alles an den Fäden des Blues: alles (neben Jazz auch Rockmusik, Hiphop und Soul mindestens). Frühe Formen des Blues nennt man auch Country Blues, da sie in ländlichen Regionen der Südstaaten gespielt werden oder Delta Blues, weil der Kern dieser Regionen in der Nähe des Mississippi-Deltas liegt. Robert Johnson, 1911 in Hazlehurst, Mississippi geboren und bereits 1938 in Greenwood, Mississippi recht unbekannt gestorben, nimmt in seinen letzten Jahren einige Platten auf, die ihn posthum zum King of Delta Blues werden lassen – und als tragische Figur des Blues eine Ikone der amerikanischen Popgeschichte (in der Mythologie ist er der Mann, der dem Teufel seine Seele verkauft, um seine Gitarre besser spielen zu können).


Ab den 40er Jahren beginnt die große Geschichte des Blues in den Städten des Nordens. Die E-Gitarre ersetzt vermehrt die klassische Gitarre – schließlich will man sich in der Großstadt Gehör verschaffen. Howlin´Wolf und Muddy Waters kommen aus Mississippi bzw. Tennessee nach Chicago und zwischen ihnen entbrennt ein recht fruchtbarer Kampf um die Krone des Blues. Neben den zwei großen Blues-Polen gibt es weitere, regionale Spezialitäten, etwa den San Francisco oder California Blues, an der Ostküste entwickelt sich der Jump Blues. Mit dem Aufkommen des Rock & Roll und des Soul (beides selbstverschuldet) nimmt die Bedeutung des ursprünglichen Blues in den Charts ab. Während Blues also in Amerika so etwas wie eine Rezession erlebt, lassen sich junge Engländer – das alte Spiel – von den großen Männern inspirieren, machen ihr eigenes Ding und schwappen als Rockmusik zurück in die neue Welt – wo in den 60er Jahren eine neue Welle direkter Blues-Abkömmlinge die Bühnen erobern (Fleetwood Mac, The Rolling Stones, The Animals, Cream oder The Who aus England, Janis Joplin, Canned Heat, Ry Cooder oder Jimi Hendrix aus den USA). Die Neuen spielen etwas Neues, zum Teil Psychedelic, zum Teil nur noch entfernt an Blues erinnernde Musik – alte Herren, B.B. King beispielsweise, halten die Fahnen des ursprünglichen Blues jedoch in den folgenden Jahrzehnten weiterhin hoch.


Blues Geräte

Die (spanische) Gitarre prägt erst seit dem 20. Jahrhundert das Bild des Blues-Musikers. Zuvor sind es in den Südstaaten üblichere Instrumente wie Banjos. Der auf sich allein gestellte Blues-Veteran, ein Zugvogel, entspricht eher nicht der Regel. Zumeist wird Blues von kleinen Gruppen gespielt, Klaviere kommen vielfach zum Einsatz.


Blues Götter

Jede Epoche des Blues hat seine eignenen Götter. Allerdings sind die letzten großen, als Blues-Musiker bekannten Männer und Frauen inzwischen recht alt – bzw. in den letzten Jahren gestorben.


Blues Gegenwart und Zukunft

Das zeigt, wie es um den Blues steht. Der klassische Blues wird zwar weiterhin gepflegt, die Nachfolger von Hooker und Co. haben allerdings an Einfluss verloren. Blues lebt vielmehr in den vielen Musikgenres fort, die ihm direkt folgen – also eigentlich in der gesamten Popmusik.


Surftipps: www.bluesroots.de

...weiterlesen             

 
Song:You Leeched On To A Fairytale (Demo)
Size:6.6
Land:Germany
Song:Steam Engine Rider
Size:6.1
Land:Austria
Song:Stand Your Ground (Demo)
Size:5.7
Land:Germany
 
 
 
Weitere Online-Portale von ELIXIC und seinen Freunden