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GenrelexikonCool Jazz
Cool Jazz steht für den Quantensprung, den die Musik durch Miles Davis gemacht hat. Obwohl Cool Jazz auf dem Bebop aufbauen soll, gibt es sehr entscheidende Unterschiede: der Aufbau ist klassischer, die Musik langsamer – lässiger – und Cooljazz ist weniger tanzbar.
Cool Jazz Geografie Das Claude Thornhill Orchestra, nach dem Zweiten Weltkrieg nach New York gesiedelt, begründet dort Cool Jazz. Ohnehin ist der Pianist Claude Thornhill ein Tausendsassa im Jazz-Bereich: einen Namen macht er sich bereits vor dem Krieg unter anderem mit Arrangements für Glenn Miller, zudem arbeitet er mit Billie Holiday zusammen. Weite, Ruhe und Gelassenheit stehen im Mittelpunkt des Cool Jazz. Für Thornhill arbeitet in den 40er Jahren ein gewisser Gil Evans, in dessen Dunstkreis das Genie des Miles Davis zu blühen beginnt – besser vielleicht: im Dunst einer Hähnchenbraterei. Die Nachkriegsjahre sind gerade für Musiker kein Zuckerschlecken. Mit Miles Davis an der Spitze, der Gewissheit, am Anfang einer neuen Zeit zu stehen und dem Wissen um die eigene Stärke geht ein Teil des Thornhill-Orchesters mit dem Cool Jazz daraus hervor. Cool Jazz Galaxie Viele der beteiligten Musiker sind ursprünglich Bebopper. Voll ausgebildete Musiker, erfahrene Konzertmusiker jeder Pigmentierung sind günstig für Neues zu gewinnen: sie lassen ihr Können in die eingesessenen, bestehenden Strukturen der Populärmusik einfließen. Birth Of The Cool von 1949 – der Name sagt es bereits – ist das Ergebnis. Die bestehenden Jazz-Varianten fließen in den Cool Jazz ein, ebenso Elemente der europäischen, klassischen Musik. Auch Bach wird gejazzt. Cool Jazz Geräte Eine Jazz-Besetzung. Gedämpfte Töne. Verschleppte Töne. WARME Töne. Keine plump eingeworfenen, isolierten, krachledernen Endlossoli. Improvisation im Kollektiv. Vielleicht hat unser uneingeschränkte Begeisterung lässig zum Ausdruck bringendes „Cool“ genau hier seinen Ursprung. Cool Jazz Götter Trotz der anderen: Miles Davis ist die Götter. Cool Jazz Gegenwart und Zukunft Die Hochzeit des Cool Jazz ist in den 50ern. Prägende Gestalten, Legenden gar, zum Beispiel die Tristano-Jungs, laufen hier zur Hochform auf. Die Hochform ist die Ruhe und Überlegenheit des Cool Jazz. Vielleicht ist die Herangehensweise der Cooler nur im Zusammenhang mit der Zeit zu verstehen, in der sie arbeiten. Jazz, der gesamte Jazz-Komplex – bewahrt seinen Einfluss, sich eine (weltweite) Genießergemeinde, die Musiker schreiben Musikgeschichte. Der ruhige und leise Cool Jazz kann noch gespielt werden. Das ist aber auch alles. Surftipps: www.live365.com/cgi-bin/directory.cgi
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