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Genrelexikon


Death Metal


Der Death Metal – aus der Familie des Metal – ist ein recht typisches Kind der 80er Jahre. Wie in vielen anderen Musikrichtungen dieser Jahre zeichnet sich hier eine deutliche Abwendung von Kunst und Kultur als fröhlicher Ausgleich zum arbeitsreichen Leben hin zu einer düsteren Weltsicht ab, einer verbitterten und traurigen Perspektive – auf alles. Nun, es lassen sich leicht gesellschaftliche Strömungen der Zeit finden, denen (im jugendlichen Eifer) etwas entgegenzusetzen gilt. Jeder schreibt, dass die Hippies schuldig sind. Wichtiger ist: im jugendlichen Eifer wird der bestehenden Metal-Szene einfach draufgesetzt. Die Schraube wird weitergedreht.


Death Metal Geografie

Eine frühe Hochburg des Death Metal ist San Francisco. Die 1983 gegründeten Possessed begeben sich ein Jahr nach ihrer Gründung mit einem Demotape namens Death Metal auf Brautschau. Das ist natürlich superklasse, wenn der Name des ersten Tapes direkt zur eigenen Genrekategorie wird. Superklasse? Falsches Genre. Die Benennung dürfte Possessed nicht schwer gefallen sein: der erste Mann am Mikrofon, Barry Fisk, begeht noch im Jahr der Gründung Selbstmord. Als Namensgeber sind Possessed eng mit der Geschichte des Death Metal verknüpft, für den großen Erfolg des Genres in Europa und Amerika sind jedoch andere verantwortlich.

In Florida entsteht in den folgenden Jahren eine „Szene“ (Obituary kommen daher), ebenso im Nordosten der USA (Cannibal Corpse). In Großbritannien wird sehr ähnliche Musik zur selben Zeit vorwiegend als Grindcore (Napalm Death, Carcass) gehandelt, Onslaught bezeichnen ihren Stil jedoch als Death Metal, in der Schweiz sind es Hellhammer – und irgendwann erobern Skandinavier den Death Metal. Während in Norwegen der Blackmetal die 90er Jahre beutelt, ist es in Schweden Death Metal.


Death Metal Galaxie

Als direkter Vorläufer des Death Metal gilt in der Regel Trash Metal. Eine Hauptströmung auszumachen ist recht schwierig. Zwar gibt es erbitterte Debatten darüber, was wirklicher Death Metal sei, starke Einflüsse aus anderen Musikgenres, etwa dem Hardcore, sind jedoch nicht zu leugnen. Zwar halten sich die schwedischen Death-Metal-Bands an amerikanische Vorbilder, zum Beispiel Autopsy, allerdings bilden sich hier eigene Strömungen heraus, die von der Entwicklung in Norwegen beeinflusst sind (hier wird im Laufe der 90er der Black Metal stark). Oder der Entwicklung wird schlicht etwas entgegengesetzt (wie im Fall des Melodic Death Metal), und Teile der New Wave of British Heavy Metal adaptiert.


Death Metal Geräte

Wir nehmen: E-Bass, E-Gitarre, Schlagzeug. Die Instrumentierung geht lange nicht über dieses Dreigestirn hinaus. Härte zählt. Meistens, es geht aber auch langsamer. Die Sänger grunzen. Meistens, es gibt aber auch Texte. Durchgehend sind die tiefen Tonlagen. Nicht nur die Gitarre ist tief gestimmt, dem Bass kommt eine bedeutende Rolle zu, die Bass-Drums werden unglaublich vermöbelt.

Textlich (soweit verständlich) tummelt sich der Death Metal natürlich im Garten des Todes. Es kommt vor, dass mit den Gefühlen christlicher Mitmenschen, die zuhören, gespielt wird. Ästhetisch finden einige Bands starke Anleihen in der Bilderwelt der NS-Zeit. Hierbei wird sich jedoch häufig auf die Geschichte des hohen Nordens berufen.


Death Metal Götter

Chuck Schuldiner gilt als Godfather of Death Metal. Als Vertreter der Band Death steht ihm das zu.


Death Metal Gegenwart und Zukunft

Nach der Entstehung gibt es zwei Hauptschübe des Death Metal: zunächst entwickeln sich viele kleinere Ableger, die Eroberung Schwedens hat Anfang der 90er dann noch einmal Schwung in den Laden gebracht – und Death Metal als eigenes Genre manifestiert. Im Laufe des Jahrzehntes ist es dann ein bisschen ruhiger geworden um den Death Metal. Inzwischen gibt es einfach zu viele Metal-Sorten. Auf jeden Fall wird es Death immer geben.


Surftipps: www.deathmetal.de

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Song:Drum & Whip
Size:3.7
Land:Czech Republic
Song:Apocalypse
Size:4.0
Land:USA
Song:Silence Within
Size:4.0
Land:Germany
 
 
 
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