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Groove Armada - Star PorträtGroove Armada ist ein Londoner DJ-Duo. Tom Findlay und Andy Cato sind nicht einem festen Genre zuzuordnen, sie treten an, um die Leute zum Arschwackeln zu bewegen, und das funktioniert seit Mitte der 90er Jahre prächtig (meint: verkauft sich auch gut). Die beiden nutzen Disco, Funk, Hip-Hop, andere sagen BigBeat, Trip Hop, Downtempo, im Grunde darf man sie House-Produzenten nennen. Oder Liedermacher?
Ab 1995 veranstaltet die Groove Armada in London Club-Nächte, 1997 folgt die erste Single. „At The River“ steigt bis auf Platz 20 der britischen Charts und lacht Trip Hop erst an, dann aus. Findlay und Cato spielen mit den Genres, bringen Ruhe in die Unruhe, brechen mittels klarer Linien verworrene Strukturen einfach auf und gefallen sich darin, ihr beider Ding zu machen. Sie holen sich Neneh Cherry an ihre Seite, Mutya Buena (ehemals Sugababes), den Folk-Mann Richie Havens, die Jungs von Nappy Roots und viele mehr.
1998 wird das erste Album „Northern Star“ veröffentlicht, ein wirklich spannendes Ding, typisch Studentenmusik, was für den Strand und zum Kiffen sicher auch, der große Durchbruch bleibt allerdings (noch) aus. „Innocence Is Lost“ (mit Boy George) wird 1999 veröffentlicht und ist ein mittelschweres Verbrechen. Dafür gelingt der Durchbruch mit „Vertigo“ dem zweiten Album, das im April veröffentlicht wird. Ein Track wird der Werbung für den Renaul Mégane geopfert, ein anderer findet seinen Weg auf den Soundtrack von „Nur noch 60 Sekunden“ mit dem blöden Nicolas Cage. Gram\'ma Funk und Sophie Barker dürfen singen, „If Everybody Looked The Same”, „At The River”, wieder veröffentlicht und „I See You Baby“ werden allesamt zu Single-Charthits.
Die Groove Armada ist gut im Geschäft, wird von einem Subunternehmen der BMG-Gruppe unter Vertrag genommen und bringt im September 2001 „Goodbye Country (Hello Nightclub) heraus, „Superstylin“ und „My Friend“ heißen die Singles. 2002 folgt „Lovebox“ (die bessere). Fatboy Slim und Tiefschwarz halten sich für Remixes bereit, alles läuft prächtig. Sehr nett ist auch „Another Late Night“, eine Zusammenstellung der Musiker Lieblingslieder, solche Sampler sind grundsätzlich spannend (im Gegensatz zu Zusammenstellungen, die von Musikexperten und/oder Literaten vorgenommen werden). Nebenbei beschäftigen sich die beiden DJs mit Nebenprojekten, Cato mit Rising 5, Findlay mit Sugardaddy.
Zwischen einem Best-of-Album 2004 und einer Greatest-Hits-Sammlung 2007 gibt die Groove Armada im Mai 2007 „Soundboy Rock“ frei, die bis hierhin offensivste Arbeit der zwei, mit „Get Down“ (mit Stush und Red Rat), „Save My Soul“, „Love Sweet Sound“ (mit Candi Staton, einer Soul-Sängerin aus Alabama), „The Girls Say“ (mit Rhymefest, eigentlich überhaupt nicht gut) und „Song 4 Mutya (Out Of Control)“ mit Mutya Buena, der zweiten, die sich vom Trio Sugababes trennt. Die Girlgroup ist eine Institution in England, Mutya Buena wagt viel und es bleibt abzuwarten, was sie erreicht.
Die Groove Armada arbeitet inzwischen exklusiv mit Bacardi zusammen, eine sehr interessante Partnerschaft, die eine wichtige Variante zukünftiger Musikvermarktung aufzeigt. Groove Armada Fotogalerie![]() CD Reviews von Groove Armada findet Ihr auf CDSTARTS.de Kostenlose Songtexte von Groove Armada bietet lyrix.at |
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