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Jay-Z - Star PorträtShawn Correll Carter gehört zu den ganz dicken Fischen im amerikanischen Musikgeschäft. Der ist angeblich so reich, dass er schon gar nicht mehr weiß, woher all sein Geld kommt. Er spielt lange den Schnösel, gibt aber genauso gerne den Gangster, ist die Garantie für gute, erfolgreiche Zusammenarbeit und für Platz eins (in den USA). Bei ihm rudern Berufsrezensoren hilflos mit den Armen und schreiben dann doch wieder von Beats voller Tightness oder Lyrics voller Consciousness, weil das so schön real klingt. Man kann sich ihm über die Musik nähern, die vielen Alben, Kooperationen, das halbe Dutzend Grammys den Rap, die Feinde, die Kriminalität – macht nur kaum einer.
Die meisten nähern sich Jay-Z über die Businessflanke. Der Mann gründet früh sein erstes Label, schiebt damit nicht nur seine, sondern auch noch etliche weiterer Karrieren an, sein Label wird gekauft, er wird zum Geschäftsführer des Käufers. Er ist CEO (bis Ende 2007), der Chief Executive Officer, das muss überall stehen, weil es so tight klingt. Er ist nicht nur das, sondern noch viel mehr – er hat eigene Clubs, eine eigene Modelinie, Anteile an Sportclubs, angeblich bastelt er an einer Hotelkette … Er ist ein Celebrity. Das ist natürlich auch ein guter Weg, auf ihn zuzugehen. Er führt eine Promibeziehung (haben sie nun geheiratet? haben sie nicht?), er führt Beyoncé Knowles aus, die beiden sind ein Traumpaar.
Wer ein Künstler ist, gleichzeitig ein Förderer der Künste, ein tüchtiger Geschäftsmann, eine Persönlichkeit des Zeitgeschehens, dem würde etwas fehlen, setzte er sich nicht für gute Sachen ein. Da er nicht der Mann für die kleinen Dinge ist, nimmt er sich mit „Water For Life“ eines der großen Probleme an, die die Menschheit jetzt bereits hat und das rasant wächst – die mangelhafte Versorgung mit Trinkwasser. Seine Arbeit wird von MTV dokumentiert, für eine Werbung des Kabelsenders TNT gibt er seine „Wahrheiten“ preis, er rattert nicht einfach Slogans herunter, sondern wirbt mit seiner Persönlichkeit. Auf der offiziellen Homepage wird er als Philanthrop bezeichnet, eine Auszeichnung, die inzwischen für solche Fälle recht beliebt ist.
Jay-Z, Jigga oder Hova – Roc-A-Fella
Jay-Z oder Jigga oder Hova kommt im September 1969 in Brooklyn zur Welt. Er besucht mehrere High Schools, schließt jedoch keine erfolgreich ab. Es heißt, er habe sich mit dem Handel von Betäubungsmitteln verdingt, bis ihn seine Mutter auf die ebenfalls nicht ebene Laufbahn einer Musikerexistenz schickt. Sein Mentor Jaz-O lässt ihn ab den späten 80ern an seiner Arbeit teilhaben, Jay-Z begegnet früh später ebenfalls erfolgreichen Musikern wie Busta Rhymes, DMX und The Notorious B.I.G. Er gilt als stilistisch ungewöhnlich sauberer Rapper, er liefert sich mit Kollegen legendäre Schlachten, muss seine Textideen angeblich nicht einmal aufschreiben, um an ihnen zu arbeiten und sie einzuspielen.
Die Karriere will allerdings nicht so richtig in Gang kommen. Aufgrund fehlender Nachfrage großer Labels gründet er mit Kareem Burke und Damond Dash an seiner Seite Roc-A-Fella Records, über das er 1996 sein Debütalbum vermarktet. „Reasonable Doubt“ wird – gemessen an den Möglichkeiten, die man als Newcomer ohne großes Label vor dem großen Internetboom hat, ein ordentlicher Erfolg. Allerdings muss man auch sagen, dass ihm tüchtig geholfen wird. Jay-Z gibt den Mafioso, misst sich auf „Brooklyn´s Finest“ mit The Notorious B.I.G., Clark Kent, DJ Premier und Ski liefern um die Wette Beats und spielen Produzenten, Foxy Brown und Mary J. Blige geben ihre Stimmen.
Platz 23 in den Billboard 200 ist gut, allerdings nichts gegen das, was folgt. „Reasonable Doubt“ hat einen langen Atem – 2002 wird das Album mit Platin ausgezeichnet. Richtig, richtig erfolgreich wird er mit dem folgenden Album. „In My Lifetime, Volume 1“ landet 20 Plätze weiter vorn in den Charts. Jay-Zs Erfolg beschränkt sich lange Zeit vornehmlich auf die USA und UK. Zwar sind die alten Kollegen noch an Bord, bei „In My Lifetime, Volume 1“, allerdings hat das Ruder Puff Daddy in der Hand. Lil´Kim ist dabei, gemeinsam mit Babyface und Foxy Brown entsteht „(Always Be My) Sunshine“, bekannt, aber nicht gerade ein Charthit – für eine TOP-10-Platzierung einer Single dauert es noch einige Jahre.
Anders sieht es mit den Alben aus. Ab „Vol. 2… Hard Knock Life“ von 1998 ist Jay-Z auf den ersten Platz der US-Charts gebucht. „Hard Knock Life“ dürfte noch heute den meisten im Kopf herumschwirren. Diesmal sind auch Jermaine Dupri und Timbaland an der Produktion beteiligt, die sehr auf den Massengeschmack abzielt – und dafür belohnt wird. Mehr als 8 Millionen Exemplare werden von dem Album weltweit abgesetzt, es ist der größte Erfolg, den Jay-Z bis heute (als Rapper) einfährt.
Es folgt eine Phase, die überhaupt nicht in das Bild passen will, das man sich heute von dem Feingeist, Welt- und Geschäftsmann machen möchte. Er hat mehrere Verfahren wegen Körperverletzung am Hals. 1999 ist Zeit für „Vol. 3... Life and Times of S. Carter“. Jedes Mal erweitert sich der Kreis derer, deren Karrieren einen Schub bekommen. Mariah Carey ist es diesmal, die hat zu dieser Zeit ihre beste eigentlich bereits hinter sich, Dr. Dre ist dabei, Beanie Sigel und Amil, Newcomer bei Roc-A-Fella und mit „It´s Hot (Some Like It Hot)“ antwortet Jay-Z auf die Beleidigungen des noch recht unbekannten 50 Cent, über den auch Eminem sagt, das sei der kommende Mann, woraufhin sich alle fragen, wer dieser ominöse 50 Cent sei …
Kanye West, The Neptunes und, und, und produzieren 2000 das Familienalbum „The Dynastie: Roc La Familia“, auf dem Jay-Z als Hauptattraktion die Käufer anzieht und die Produktpalette von Roc-A-Fella feilgeboten wird. 2001, wundervoll ist die Regelmäßigkeit, mit der Jay-Z ins Studio findet, gibt es „MTV Unplugged“ mit The Roots und „Blueprint“ (mit Biz Markie), das nächste reguläre Album, mit der Regelmäßigkeit ist es vorbei. Der gerade noch erwähnte Eminem ist nun dabei, bis 2003 erscheint noch „The Best Of Both Worlds“ mit R.Kelly, das Best-of-Album „Chapter One“, Tratsch über die neue Beziehung mit Beyoncé Knowles und:
Jay-Z - The Black Album
Das erscheint im November 2003 und ist eine Zäsur in der Karriere von Jay-Z. Mit Rick Rubin hat auch der letzte wichtige moderne amerikanische Musikproduzent am Oeuvre des Meisters Hand angelegt. Der gibt das Ende seiner Rap-Karriere bekannt, macht auch in der Tat einige Jahre Pause, wenn man die Soloalben allein zählt.
Es folgen die Jahre des Geschäftmannes Jay-Z. Def Jam übernimmt Roc-A-Fella, Jay-Z die Leitung von Def Jam. Jay-Z geht mit R.Kelly auf Tour, trennt sich von ihm jedoch im Streit, noch bevor ein weiteres gemeinsames Album erscheint. Die Kollaboration mit Linkin Park sorgt für Aufsehen, ebenso Mode unter seinem Namen.
Jay-Z verpflichtet The Roots, arbeitet mit der blutjungen Rihanna, holt seinen ehemaligen Gegner Nas zu Def Jam. 2006 nimmt er seinen verkündeten, und nie richtig eingehaltenen Abschied vom Mikro zurück. „Kingdom Come“ erscheint im November. Diesmal ist Beyoncé mit von der Partie, ebenso Chris Martin von Coldplay und die üblichen Verdächtigen (Kanye West, Dr. Dre, Timbaland, Pharrell Williams …).
Es scheint, als habe sich Jay-Z besonnen und würde wieder seinen alten Veröffentlichungsrhythmus einhalten. Im November 2007 kommt „American Gangster“ auf den Markt. Jay-Z TOP NEWSJay-Z - Blueprint 3Jay-Z - Kostenlos Download Brooklyn (Go Hard)Jay-Z - Kostenlos-Download HistoryJay-Z - Hat er geheiratet?Jay-Z - Translation Advertising>> Alle News zu Jay-Z Jay-Z Fotogalerie![]() CD Reviews von Jay-Z findet Ihr auf CDSTARTS.de Kostenlose Songtexte von Jay-Z bietet lyrix.at |
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