Musik MP3 Portal ELIXIC Startseite
stars

RSS Feed
Twitter

Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt elixic.de steht zum Verkauf

star news

> Jamaram
„Cuentito“ – Jamaram hat sich 2010 live unglaublich viel vorgenommen …
 
> School of Zuversicht
„Randnotizen from Idiot Town“ – die School of Zuversicht in deiner Stadt …
 
> Dellé
„Pound Power 2010“ – Dellé tourt ab Ende April noch acht Termine ab …
 
 
elixic steht auf
Surfmusik.de bietet eine umfangreiche Sammlung an Web-Radios.

RauteMusik.FM ist Europas größtes Internetradio und spielt fast alle gängigen Musikrichtungen.
du bist hier : musik portal > star porträts > mariah-carey

Mariah Carey - Star Porträt


Mariah Carey ist eine dieser Diven, die das ausgehende 20. Jahrhundert hervorbringt, die sich, so behaupten zumindest jene, die mit ihnen zu tun haben, phänomenale Spleens aneignen – und zwischen all diesen Diven ist Mariah Carey die Königin. Auch wenn die große Zeit der Balladen und Wimmerakrobatik vorerst vorbei zu sein scheint, weigern sich sowohl der Star als auch seine Fans, das zu akzeptieren … was völlig in Ordnung ist.

 

Angeblich weigert sich Mariah Carey ferner standhaft, Treppen zu steigen, was Fernsehshows mitunter zu größeren logistischen Herausforderungen werden lässt, als sie ohnehin schon sind. Wo andere sich morgens einen Pullover überwerfen, lässt sie sich einnähen – wobei es unmöglich wäre, ihre prächtigen Rundungen in eben jene quietschbunten Taucherdresses zu zwängen, die sie so gerne trägt. Sie gilt als fahrig, gibt sich dabei handzahm, sie tritt vor die Nachwuchssänger von DSDS 2008 und singt Playback.

 

Mariah Carey kann sich alle Allüren leisten. Auch wenn sie mit „Glitter“ 2001 einen Film über eine aufstrebende Sängerin in den 80er Jahren gegen die Wand setzt und heute den Anschluss am sich fortentwickelnden amerikanischen Musikmarkt zu halten sucht, ist sie ein Kind, vielleicht die Königin der 90er Jahre. Dieses Jahrzehnt wird von ihrer Stimme geprägt und in diesem Jahrzehnt steht das Fundament ihrer unglaublichen Karriere, mit der sie nahezu alle Riesen des Popmusikgeschäfts beiseite räumt. Inzwischen hat sie in den USA mehr Nummer-eins-Singles herausgebracht als Elvis selbst, und auch die Beatles wird sie aller Voraussicht nach noch einstecken – weit ist es nicht mehr, sie ist noch vergleichsweise jung und auch wenn sie wahrscheinlich nicht mehr zu ähnlicher Reichweite gelangen wird wie in den dunklen 90ern, bleibt ihr Freundeskreis beeindruckend groß.

 

Eine Weile teilt sie sich den Musikmarkt mit Whitney Houston. Die einige Jahre ältere Konkurrentin steuert allerdings auf ihren größten Erfolg zu, da beginnt Mariah Carey gerade erst richtig … die viel besprochene Konkurrenz der beiden „Soul“- oder „R&B“- Sängerinnen ist eigentlich nur in wenigen Jahren wirklich spannend, musikalisch eher nie. Mariah Carey bedient ebenso wie ihre Kollegin den gigantischen Markt für schmachtendes Liedgut, auf dem es offensichtlich immer an Zulieferern mangelt.

 

Mehr als 100 Millionen CDs, einige rechnen annähernd 200 Millionen verkaufte Tonträger zusammen, soll Mariah Carey abgesetzt haben. Während die einen anhand ihres Erfolges die Macken des Teenie-Verarschungssystems zu erläutern suchen, das in einem permanenten Verdrängungswettbewerb auf eine Marktdiktatur abzielt, meinen andere zu erkennen, dass mit Mariah Carey der Beleg erbracht sei, dass auch in den Zeiten elektronischen Musikschaffens handwerkliches Können ein Erfolgsrezept sein kann – eine gute Sängerin ist sie allemal.

 

Mariah Carey kommt im März 1970 bei New York zur Welt. Die Mutter ist professionelle Sängerin und schult ihre jüngste Tochter, sobald diese drei Jahre alt ist. Mit 16 Jahren verlässt sie die Schule, jobbt, hält sich im Umfeld von Musikschaffenden auf, sucht den Anschluss, lernt den Schlagzeuger Ben Margulies kennen und schreibt mit diesem das Basismaterial ihres ersten Albums. Mit ihrem Demotape geht sie nach New York City, wohnt in einer Mädchen-WG, arbeitet an einer realistischen Perspektive für die Zukunft, bis dann etwas passiert, was eigentlich nur im Märchen …

 

Vielleicht ist es auch ein Märchen, die Sache ist bereits zu häufig verfilmt worden. Auf einer Party lernt die gerade 18jährige Tommy Mottola kennen. Dem Manager von Columbia Records steckt sie ihr Tape zu, das er sich auf dem Heimweg anhört, worauf er natürlich umdreht, um sie sofort unter Vertrag zu nehmen – doch sie ist fort. Im Drehbuch geht es dann so weiter, dass er nervös zwischen den verbliebenen Partygästen hin- und herschweift, Damen anspricht, die sich nicht an das Mädchen erinnern mögen, ihn vielleicht sogar abzuschleppen suchen, erst in der Auffahrt findet er etwas von ihr, eine Schleife evtl., ein Zeichen jedenfalls, dass er sie finden wird. Alles nur Vermutungen. In der Realität heiraten Mariah Carey und Tony Mottola, er wird zum einflussreichen Sony-Manager, sie zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen nach westlich-zivilisatorischer Version.

 

Mariah Carey – Mariah Carey

 

Das ist 1988. Einige Jahre zuvor macht Clive Davis einmal mehr vor, wie man eine Newcomerin richtig aufbaut. Ein ehemaliger Columbia-Mann, steckt er mit seinem eigenen Label Arista Unsummen und enorm viel Zeit in das Debütalbum der jungen Whitney Houston – und gewinnt. Davis optimiert diese Technik in den vielen Jahrzehnten seines Wirkens, die Karriere von Alicia Keys ist ein Ergebnis dieser Verbesserung.

 

Tommy Mottola will das auch und investiert ein Jahr, bucht ein hungriges Produzententeam, darunter befindet sich mit Narada Michael Walden einer, der praktisch direkt von der Zusammenarbeit mit Whitney Houston abgezogen wird, die Arbeiten von Margulies und Mariah Carey dienen als Ausgangsmaterial. Die Sängerin tritt vor der Veröffentlichung des Albums in TV-Shows und vor Musikindustrieverantwortlichen auf, im Mai 1990 erscheint die erste Single „Vision Of Love“ und die steht, wie die anderen drei Singles des Debütalbums „Mariah Carey“ auf dem ersten Platz der US-Charts.

 

Mariah Carey – Music Box

 

Noch Ende 1991 folgt das zweite Album „Emotions“, diesmal hat sie (neben anderen) David Cole von der C+C Music Factory an ihrer Seite. Kein Jahr ohne Mariah, 1992 singt sie ihr Konzert für MTV Unplugged ein. An den erfolgreichsten Mariah Carey-Album, „Music Box“, das im Sommer 1993 erscheint, arbeitet sie primär mit Walter Afanasieff, ihrer Geheimwaffe. Der Brasilianer mit russischen Wurzeln hat einige der gewaltigsten Schmachtfetzen der 90er Jahre verbrochen. Mariah Carey ist unglaublich präsent in jenen Jahren. Mit Luther Vandross singt sie „Endless Love“ von Lionel Richie ein, Weihnachten 1994 gibt es „Merry Christmas“ und mit „All I Want For Christmas Is You“, einem Lied, das zwischen richtigen Weihnachtsliedern klemmt, haben sich Carey und Afanasieff ihren Platz in den Allzeit-Dezember-Charts geschaffen.

 

Mit dem vierten Studioalbum schafft Mariah Carey etwas, was nur den ganz großen Stars gelingt: sie wiederholt den Erfolg des Vorgängers. „Daydream“ gibt es im Herbst 1995, die Anzahl derjenigen, die ihr zuarbeiten (z.B. Jermaine Dupri, Babyface, Steve Perry), ist größer als zuvor und sorgt für die Abwechslung, die sie braucht, um nicht identische Arbeiten abzuliefern.

 

Mariah Carey – Butterfly

 

1997 trennt sich Mariah Carey von ihrem Gatten, holt sich mit Sean Combs und David Morales (z.B.) wieder ausgesuchtes Fachpersonal ins Studio und spielt „Butterfly“ ein, singt gemeinsam mit Whitney Houston auf dem Soundtrack von Prinz von Ägypten und beschert den Produzenten einen Oscar mehr. 1999, am Ende ihres großen Jahrzehnts, erscheint „Rainbow“, das sechste Studioalbum.

 

Mariah Carey plant Veränderungen, wechselt zu Virgin und beginnt zu schauspielern. Obwohl sie für ihre Rolle in „Glitter“ verspottet wird, bleibt sie tapfer bei der Stange. Längst wirkt sie wie ein skurriles Relikt aus einer vergangenen Zeit, die – wenn man einmal nachzählt – gerade ein paar Monate vorbei ist. Virgin lässt den Star fallen. Mariah Carey gründet ihr eigenes Sublabel und wagt mit „Chambracelet“ im Dezember 2002 eine Art Neuanfang. Selbst Misserfolge von Mariah Carey verkaufen sich noch recht gut. „Chambracelet“ spielt in den USA lediglich einfach Platin ein und ist damit das schwächste ihrer Studioalben, allerdings gleichzeitig so etwas wie ein Neuanfang.

 

Von hier aus kann es aufwärts gehen – und es geht aufwärts. „The Emancipation Of Mimi“ im Frühling 2005 läuft zumindest dort gut, wo Mariah Carey hingehört: in den Charts. Sie macht das, was gerade alle machen. Sie holt sich die 8-10 Produzenten, die immer gebucht werden und lässt sich von diesen tragen. „E=MC²“ ist im April 2008 die logische Fortsetzung.

...Mariah Carey Porträt weiterlesen             


Mariah Carey Fotogalerie

fotostrecke
Mariah Carey Bild 976  Mariah Carey Bild 977  Mariah Carey Bild 978  Mariah Carey Bild 979  Mariah Carey Bild 980  
10 Bilder



CD Reviews von Mariah Carey findet Ihr auf CDSTARTS.de
Kostenlose Songtexte von Mariah Carey bietet lyrix.at

 
 
 
Weitere Online-Portale von ELIXIC und seinen Freunden