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NOFX - Star PorträtMan kann über die Geschichte der Punkmusik natürlich vielfach geteilter Meinung sein. Wer zu denen gehört, die zulassen, dass Punk nicht noch in den 70er Jahren direkt verreckt ist, nicht der einzig zulässige Weg jener irgendwie gewandeter Dogmatiker, politisch in irgendeiner Form Gefangener, unbändige (Spiel-) Freude kein Ausschlusskriterium ist, der muss NOFX zugestehen, eine der einflussreichsten und bekanntesten, vielleicht auch besten Punkbands aller Zeiten zu sein. Und eigentlich hat NOFX alles, was zu einer Punkkapelle gehört: es gibt Geschichten drogenabhängiger Mittelstandskinder, die aus Freude an ihrer Arbeit über Jahre unter miesesten Umständen durch die USA touren, junge Leute, die man besser nicht nach einem Gig zu sich einlädt, die regelmäßig Ärger mit den Sheriffs haben und die es irgendwie schaffen, in einer der Urform ähnlichen Besetzung über Jahrzehnte zusammen zu halten.
Im Grunde besteht NOFX – mit kleinen Unterbrechungen – aus Eric Melvin (Gitarre), Erik Sandin (Schlagzeug) und Fat Mike (Gesang und Bass), einer Institution im Geschäft, nicht zuletzt, weil er 1991 Fat Wreck Chords, sein Label, gründet. Die Band findet 1983 erstmals zusammen, und zwar an der Fairfax High School in Los Angeles, das ist eine Schule, die inzwischen eine phänomenale Anzahl großer Musiker betreut hat. Die Jungs sind um die 16-17 Jahre alt und spielen bereits Punker in anderen Bands, sind natürlich Skateboarder und planen etwas Neues. Ab 1985 tourt NOFX, die Musiker ziehen dahin, wo sie Bier und eine Garage zur Verfügung gestellt bekommen – jedenfalls erzählen sie das. Es gibt großartige Berichte über die frühen Jahre von NOFX, durchaus zur Verfilmung geeignet.
In der Regel besteht die Gruppe aus vier Musikern, den genannten ist ein Leadgitarrist hinzuzurechnen, der jedoch einige Male wechselt. Und Sandin steigt zwischen 1985 und 1987 aus. Und es gibt 1986 den Versuch, einen zweiten Sänger zu etablieren, Dave Allen stirbt allerdings kurz darauf bei einem Autounfall. Der erste Chefgitarrist, der längere Zeit bei NOFX bleibt, ist ein gewisser Dave Casillas, 1988 wird gemeinsam mit den Drowning Roses eine Split-7“ erstellt, mit Casillas geht es auch ein erstes Mal auf eine sechswöchige Europatournee, „Liberal Animation“ wird ebenfalls das erste Mal 1988 veröffentlicht, drei Jahre später auf Epitaph Records erneut, Casillas wird recht schnell rausgeworfen, durch Steve Kidwiller ersetzt, der nach zwei Jahren den Dienst quittiert, weil ihm der ganze Drogenkonsum zu viel wird (er hinterlässt „Together On The Sand“ auf dem Album „Ribbed“), 1991 tritt El Hefe (weniger bekannt unter seinem richtigeren Namen Aaron Abeyta) auf den Plan, ein exquisiter Gitarrist (und Trompeter) – und seitdem Teil von NOFX.
NOFX – White Trash, Two Heebs And A Bean
Zu diesem Zeitpunkt gibt es bereits das Album „S&M Airlines“, Brett Gurewitz, Gründer von Epitaph und Bad-Religion-Mitglied, hat das Album „Ribbed“ produziert, beides sehr feine, runde Arbeiten – das Beste folgt allerdings jetzt. „White Trash, Two Heebs and a Bean“ ist im November 1992 das erste Album in der wahren Besetzung, eine Übergangsarbeit hin zur wahren Größe von NOFX. „Punk In Drublic“, im Juli 1994 auf dem Markt, ist das Album, das man im Regal haben sollte. Es wird genau im richtigen Moment veröffentlicht, dann nämlich, als endlich einmal Rockmusik in den Charts eine Chance zu haben scheint, nur um sich das in Selbstgefälligkeit und absoluter Humorlosigkeit direkt wieder zu versauen. NOFX schafft Abhilfe.
„Heavy Petting Zoo“ wird dann 1996 auch gleich beschlagnahmt, NOFX veröffentlicht unglaublich viel, es gibt etliche hübsche EPs, Reste-, Live-Alben, „So Long and Thanks for All the Shoes“ ist das nächste Album im November 1997, 2000 folgt „Pump Up The Valuum“ – mit „The War On Errorism“ 2003, der EP „Never Trust A Hippy“ und „Wolves In Wolves´ Clothing“ besteht inzwischen so etwas wie ein reifes Spätwerk – obwohl das natürlich noch die Zeit noch belegt werden muss. NOFX Fotogalerie![]() CD Reviews von NoFX findet Ihr auf CDSTARTS.de Kostenlose Songtexte von NOFX bietet lyrix.at |
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