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GenrelexikonRhythm & Blues (RnB)
R&B ist eine zweigeteilte Welt. Einersetits beschreibt der Begriff ab den 40er Jahren populäre Blues-Stücke, andererseits ab den 80er Jahren bis heute eine eigenständige, modernere Musikrichtung, die (unter Fachleuten) als Contemporary R&B bezeichnet wird.
R&B Geografie R&B ist außerdem Ausdruck der Zweiteilung nordamerikanischer Popmusik. Seit jeher läuft die Musik afroamerikanischer Musiker in den USA in gesonderten Charts, die Trennung nach Hautfarben wird eigentlich bis heute fortgesetzt – auch wenn das zuweilen recht kompliziert ist. Der Begriff Rhythm & Blues wird in den 40er Jahren eingeführt, klingt besser als Race Music und die Charts, die Plattenproduktion, Produzenten wie John Hammond und natürlich die Helden des Blues legen einen der Grundsteine dafür, dass Rhythm & Blues zu einer wesentlichen Grundlage der Popmusik im 20. Jahrhundert avanciert und dafür, dass Popstars, wie wir sie heute kennen, überhaupt entstehen können. R&B Galaxie Aus dem Rhythm & Blues entwickelt sich eine Reihe von Stilrichtungen, die noch heute von ungeheurer Bedeutung sind, es sind allerdings auch die kleinen Entscheidungen innerhalb des Blues, die weit reichen – zum Beispiel die der Bluesmusiker in Chicago, die den Blues elektrifizieren, ihre Gitarren über Verstärker spielen oder diejenigen, die die Tracks den Schellack-Platten anpassen, indem sie sie auf die heute üblichen 2-3 Minuten kürzen. Der Jazz funkt natürlich in die Sache mit hinein und der Funk kommt raus. Zwischendrin – man will ja auch die Mädels begeistern – wird Soul entwickelt, Gospel-Gruppen werden eingebaut – und zum Schluss darf nicht vergessen werden, dass Blues die einzig gültige Grundlage des Rock & Roll ist. In den 80er Jahre bekommt Rhythm & Blues eine andere, speziellere Bedeutung: man spricht nun ausschließlich von R&B (in der Fachsprache, wie gesagt, von Contemporary R&B). Rhythm and Blues gibt es zwar noch (die Blues Brothers etwa spielen Rhythm and Blues), zeitgenössischer (also contemporary) R&B hört sich anders an, in ihm verschmelzen nun wiederum jene Musikgenres, die vom Rhythm & Blues ausgehen: zum Beispiel Funk und Soul. Prince/" target="_self">Prince und Michael Jackson repräsentieren bestens diesen neuen Stil. Später, ab den späten 80ern die ersten Male, in den 90ern permanent, werden R&B-Elemente mit Hiphop kombiniert und damit wird ein gigantisches, neues, populäres Musikfeld (man redet zeitweise von Hiphop Soul) eröffnet. Auch bringen die 90er und das neue Jahrtausend immer neue R&B-Megastars hervor, etwa Beyoncé Knowles und Usher/" target="_self">Usher. R&B Geräte Da Rhythm & Blues von Anfang an ein Sammelbegriff für afroamerikanische Popmusik ist, kann man die genutzten Mittel nur tendenziell – den Hauptentwicklungen entsprechend – eingrenzen. Zunächst sind es Bluesband-Besetzungen, meist mit Pianisten und mit Bläsern verstärkt. Die 80er Jahre sorgen für den verstärkten bis absoluten Einsatz von Drumcomputern und Synthesizern, wobei es auch immer R&B-Künstler gibt, die mit Bands, zum Teil auch mit ganzen Orchestern auftreten. R&B Götter Ein früher Star des R&B ist Louis Jordan mit seinen Tympany Five. Eigentlich kann man ab den 40er Jahren alle afroamerikanischen Megastars zu Stars des R&B erklären – schließlich ist die Rubrik für sie geschaffen: Ray Charles, Tina Turner, James Brown, Michael Jackson, Sam Cooke, Whitney Houston – die Liste kann zwar endlich, aber noch recht lang fortgesetzt werden. R&B Gegenwart und Zukunft Heute ist R&B unverändert wichtig in den Charts. Es gibt die Stars, die Contemporary R&B spielen, etwa Beoncé oder Usher, dann gibt es die Verschmelzung mit dem Hiphop – und dann gibt es R&B in einer traditioneller instrumentierten, souligen Variante, etwa von Macy Gray, Erykah Badu oder Alicia Keys.
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