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Zucchero - Star Porträt


Zucchero Porträt

Zucchero wird im September 1955 als Adelmo Fornaciari geboren. Der international sicherlich bekannteste italienische Rockstar kommt im Norden des Landes zur Welt, in der Reggio Emilia und erhält den komischen Spitz-, seinen Künstlernamen, von einem Lehrer. 1970 beginnt er, inzwischen in der Nähe von Lucca lebend, erste Bands zu gründen, I Duca heißt eine, Le Nuove Luci eine andere, mit der er 1971 eine erste Single veröffentlicht, mit I Decals von 1976 bis 1987 schließlich noch einige mehr.

 

Zwischen 1980 und 1983 ist er mit seiner Band Taxi unterwegs, heimst erste Preise ein und nimmt zweimal am Festival di San Remo teil. „Una Notte Che Vola Via“ und „Nuvola“ werden einem größeren Publikum vorgestellt und 1983 folgt das Debütalbum „Un Po´ Di Zucchero“. Der Erfolg unterbietet die Erwartungen und der Künstler zieht nach Kalifornien. Gemeinsam mit The Randy Jackson Band, dem berühmten Produzenten und Bassisten Jackson, George Perry am Schlagzeug, Corrado Rustici an der Gitarre, Walter Afanasieff (später Zuarbeiter für Whitney Houston und vor allen Dingen Mariah Carey) am Keyboard und dem Titel „Donne/ Ti Faro´ Morire“ kehrt er nach San Remo zurück und wird Vorletzter.

 

Diese nicht gerade überragende Platzierung ist der Beginn eines erfolgreichen Weges. Es folgen eine Tour, die Teilnahme an weiteren Wettbewerben, die Veröffentlichung von „Quasi Quasi/ Ti Faro´ Morire“, Fernsehauftritte und die erneute Rückkehr nach San Remo 1986 mit dem Lied „Canzone Trieste“ (erneut vorletzter Platz). Wiederum mit Corrado Rustici und Randy Jackson veröffentlicht Zucchero das Album „Rispetto“, bis es zu ersten, richtig guten Chartplatzierungen in Deutschland kommt, muss der Mann noch einige Jahre warten – und mit den mit ihm besonders erfolgreichen Kollaborationen beginnen. „Come Il Sole All’Improviso”, gemeinsam mit Gino Paoli vorgetragen, ist ein Anfang, die Produktionen seiner Studioalben, etwa „Blue’s“, wird zum Stelldichein vieler Kollegen.

 

Bei drei gemeinsamen Konzerten mit Joe Cocker singt Zucchero mit diesem gemeinsam „With A Little Help From My Friends“, im italienischen Fernsehen tritt er mit Solomon Burke auf, 1988 geht es erstmals auf Tour durch Europa, er spielt „Duna mosse“ mit Miles Davis ein und arbeitet gemeinsam mit David Sancious und Lisa Hunt an dem Soundtrack zu „Snackbar Budapest“, einem Film von Tinto Brass. Die Namen der Studiopartner ist wirklich beeindruckend, 1989 ist es Steve Ray Vaughan, an dem Album „Oro Incenso & Birra“ sind Rufus Thomas, Ennio Morricone, Jimmy Smith und Eric Clapton beteiligt, im selben Jahr arbeitet er wiederholt mit Miles Davis, Joe Cocker, Solomon Burke, Cab Calloway, außerdem den Resten der Blues Brothers Band zusammen – und mit Dee Dee Bridgewater und mit Ray Charles und auch mit Paul Young.

 

Zucchero übersetzt seine Hits ins Englische, spielt sie neu ein, singt mit Al Green (das hört nicht auf), Randy Crawford, spielt im Kreml und hat 1991 seinen ersten großen Erfolg in Deutschland gemeinsam mit Paul Young und „Senza Una Donna (Without A Woman)“. Zucchero tourt mit Sting durch Italien, spielt 1992 beim Freddy Mercury Tribute im Wembley Stadion und beweist sich als Talentscout, als er den jungen Tenor Andrea Bocelli zur gemeinsamen Produktion lädt. Allmählich wiederholen sich die Namen, gut, mit Luciano Pavarotti singt er 1992 „Miserere“, Carla Bruni überreicht ihm 1993 den albernen World Music Award in Monte Carlo und Zucchero arbeitet an dem Debütalbum von Andrea Bocelli.

 

Es folgen erfolgreiche Jahre mit vielen großen Konzerten, Ehrungen, Tribut-Alben (z.B. für Sergio Mendes), Fernseh-Auftritte in verschiedenen Ländern, Best-of-Alben und Charity-Aktionen, in Frankreich singt Zucchero 1997 gemeinsam mit Johnny Hallyday und Gérard Depardeu, zwei Jahre später für Pavarotti mit B.B. King und zwischen Bryan Adams und The Rolling Stones in Österreich. Und mit Sheryl Crow. Zucchero ist ein besonderer Künstler, weil er wie kaum ein anderer Kollaborationen zu sammeln scheint. U2 soll nicht vergessen werden, viele der Künstler, mit denen er arbeitet, machen das auch ein weiteres Mal, was für den Italiener spricht. Ach ja – Tom Jones lädt für sein legendäres Album „Reload“ selbstverständlich Zucchero zum Tanz, im Jahr 2000 wünscht sich Lothar Matthäus den Mann für sein Abschiedsspiel.



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