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a-ha - Star Porträt… noch mehr Weltstars, Kinder: a-ha aus Norwegen ist eine Legende der 80er Jahre, niemand, wirklich niemand passt besser in die Mode dieser Zeit als Morten Harket, der Sänger von a-ha. Und seine Stimme, die Klar- und die Sanftheit, die … vom Karrierebeginn an zählt ausschließlich die Fassade (das ist sonst nie so in den Medien), es zählen der geile Morton, der eine Hit, der Traumstart, die Mode und die kleinen Mädchen auf dem halben Erdball, die ihre Zimmerchen mit Devotionalien von einem unheimlich gutaussehenden und zwei eher nicht unheimlich gutaussehenden Typen schmücken. a-ha ist ausgezogen, die Popwelt zu erobern, wie es nur die allerwenigsten gelungen ist und endet als Kaffeetassendekor, Bettbezugsdruck und auf Kniehöhe im Zeitungsständer. Die Qualität, Kinder: a-ha wird eigentlich immer unterschätzt. Im neuen Jahrtausend mag es ein wenig anders sein, zunächst einmal, und auch die Zeit nach der ersten Zeit, kann a-ha noch so viel strampeln: die Musik ist was für kleine Mädchen und Frauen, die Mitte der 80er noch nicht so alt sind.
a-ha – Take On Me
Aus heutiger Sicht sieht es natürlich anders aus. Mit a-ha haben wir es hier mit einer Band zu tun, die anerkannt, deren Frühwerk heute vor allen Dingen mit großem Respekt betrachtet wird – und schon der Weg, den die frühe Gruppe geht, nötigt jedem Popmusikhistoriker Respekt ab. Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen aus Oslo gründen a-ha 1982 als Mags. Später schließt sich Morten Harket an, gleich die erste Single ist 1985 „Take On Me“, der große, der entscheidende Hit, der a-ha in die Himmel etlicher Länder hebt. Das Video ist von einer bis dahin noch nicht gesehenen Raffinesse, eine Kombination aus Animation und Spielfilm. Allerdings gelingt der Durchbruch nicht sofort, „Take On Me“ ist zuvor schon, im Oktober 1984, mit wesentlich weniger Aufmerksamkeit auf den Markt gebracht worden.
Trotzdem kann man sagen, dass sich a-ha mit „Take On Me“ im Grunde zeitgleich in Europa und Nordamerika etabliert, und das ist was Besonderes. Man schätzt, dass sich allein die Single sieben bis neun Millionen Mal verkauft, bei den MTV Video Awards 1986 ist a-ha überragende Gewinnerin zwischen Stars und Bands wie Dire Straits, Robert Palmer, Whitney Houston, Prince, ZZ Top, Madonna und Zbigniew Rybczyński, die sich die übriggebliebenen Preise teilen dürfen. Das Album „Hunting High And Low“, das im Mai 1985 veröffentlicht wird, ist das Ergebnis mehrjähriger Tüftelei, a-ha ist sogar nach London gezogen, um optimale Aufnahmebedingungen zu finden, das Ergebnis ist zumindest teilweise von erstaunlicher Zeitlosigkeit (nicht nur weil auch der Titelsong und „The Sun Always Shines On T.V.“ bis heute von vielen Radiostationen recht regelmäßig gespielt werden).
Schon im Herbst 1986 wird ein nächstes Album nachgelegt (LPs sind vergleichsweise kurz). Auch wenn Fans, die davon zu erzählen wissen, die zunehmend verwendeten Rockelemente bei a-ha hervorheben und die gesteigerte künstlerische Souveränität betonen, bleibt von „Scoundrel Days“ nicht viel hängen. Nun, mit solchen Aussagen kann man sich gehörig in die Nesseln setzen, aber irgendwie – weiter in der Zeit: a-ha erschließt neben Nordamerika und Europa auch den südamerikanischen Markt, von Welterfolgen zu schreiben scheint also durchaus berechtigt zu sein. Für „Ein Hauch des Todes“, die erste von zwei James-Bond-Folgen mit Timothy Dalton, spielt a-ha 1987 das etwas uninspirierte Titellied ein.
a-ha – Stay On These Roads
Im Mai 1988 folgt
„Stay On These Roads“, das nächste Studioalbum von a-ha. Der Cliff-Richard-Hausproduzent
Alan Tarney ist – wie auch bei den ersten beiden Arbeiten – mit von der Partie.
Das Ergebnis ist sensationeller Pop. Das Album beginnt mit dem Titelsong, einer
ganz, ganz großen Hymne, hält das Niveau auf EP-Länge und ist dann zum
Wegwerfen. Aber das macht ja nichts. Wenn sich der Kauf eines Studioalbums ab
drei großen Tracks lohnt, dann ist der Kauf dieses a-ha-Albums allemal
gerechtfertigt. Die Band tourt um die Erde, 1991 zieht a-ha 195.000 zahlende
Zuschauer ins Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro. Dort läuft a-ha
mit dem Album „East of the Sun, West of the Moon” und dem Megahit „Crying In
The Rain” auf. Sensationell.
Die Verkaufszahlen gehen recht abrupt in den Keller, a-ha schiebt noch 1993 „Memorial Beach“ nach, ist da allerdings schon eine Weile vom US-Markt verschwunden, und in die Top 10 in England kehrt die Band auch nicht zurück. a-ha macht Pause. Zur Winterolympiade in Lillehammer gibt es einige Konzerte, eine geplante Hymne kommt allerdings schon nicht mehr zustande.
a-ha – Minor Earth Major Sky
Nach Auftritten anlässlich der Nobelfeierlichkeiten 1998 kommen sich die Musiker wieder näher. Die Pause ist damit fast schon beschämend kurz, der Effekt allerdings erstaunlich. a-ha klingt frischer als jemals zuvor, verpackt Hits wie „Velvet“, „Summer Moved On“ und „Minor Earth Major Sky“ locker wie nie – und die Käufer sind zurück. Zumindest in Deutschland nehmen sie wieder Arbeiten der Band in für die Charts relevanten Mengen ab, erstmals erreicht ein Studioalbum von a-ha die Spitze der deutschen Hitliste. Und es ist mit Abstand das beste Album von a-ha bis hierhin. „Lifelines“ gibt es dann im April 2002, ebenfalls wunderschön, die Vermarktungsmaschine bedient uns ausgiebig mit Best-of- und Live-Zusammenstellungen, a-ha gibt es auf Awardverleihungen und Charityveranstaltungen, sogar zur Rückeroberung der USA wird aufgebrochen.
a-ha muss sich Zeit nehmen für gute Musik, auf keinem Album sind keine Totalausfälle zu verzeichnen, auf lange Arbeitsphasen, etwa jene vor dem Debüt und nach der Widervereinigung, folgen tolle Resultate. „Analogue“, das achte Studioalbum, wirkt 2005, als sei es – es ist einfach langweilig. Da das stimmt, ist „Foot of the Mountain“ im Sommer 2009 ein Blindkauf. a-ha TOP NEWSa-ha - Farewell Tour 2010a-ha - Tour im Herbst 2009a-ha - Foot Of The Mountain auf Platz 1a-ha - Foot Of The Mountain>> Alle News zu a-ha a-ha Fotogalerie![]() CD Reviews von A-ha findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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