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Beastie Boys
Beastie Boys Foto © by Vanya Edwards - EMI

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Die Beastie Boys gehen in die Geschichte als die Hip-Hop-Formation, die zuallererst graue Haare bekommen hat. Ferner haben die Beastie Boys ihre Wurzeln im Punk bzw. im New York Hardcore, und zwar gehören sie nicht etwa zur berühmten zweiten Welle, 1981 gegründet, kommen die Beastie Boys aus den Reihen derer, die der ganzen Punkgeschichte, nachdem sie offiziell beerdigt ist, einen von vielen möglichen neuen Sinnen geben. Außerdem, und das sollte nicht unterschlagen werden, sind die Beastie Boys Vorreiter bei der Umsetzung multimedialer Spielereien, versuchen, kaum ist das Internet in Betrieb, freie Downloads an den Mann zu bringen, sie bringen gerne und viele Genres zusammen, machen auf die schwierige Lage in Tibet aufmerksam, bevor das so richtig populär wird und sie sind saukomisch.

 

Während die Beastie Boys, wie wir sie heute kennen, ein Trio sind, besteht die ursprüngliche Band aus vier Musikern, von den heutigen sind zwei Gründungsmitglieder der Formation, und zwar Mike D (Michael Diamond), damals Sänger der Band und MCA (Adam Yauch, auch bekannt als Nathaniel Hörnblowér), der Bassist. An dessen 17. Geburtstag tritt die Band, zu der die Schlagzeugerin Kate Schellenbach und ein John Berry an der Gitarre gehören, erstmals gemeinsam auf, bald darauf spielen die Beastie Boys mit Helden der frühen 80er und an Orten großer Abende in New York … Das CBGB´s dürfte der vielleicht bekannteste davon sein. Rat Cage Records, ein Label, das im Grunde kaum mehr als die frühen Beastie Boys, außerdem noch das Debütalbum von Agnostic Front veröffentlicht hat, geht einen Deal mit den Musikern ein, 1982 wird die erste 7“ veröffentlicht, eine 12“ 1983, im selben Jahr stößt auch Adrock (Adam Horovitz), der dritte der heute so berühmten Beastie Boys ersetzt diesen John Berry, behutsam gibt es erste Experimente mit Hip-Hop und Konzerte außerhalb der Stadt.

 

1984 ist ein entscheidendes Jahr, die Beastie Boys sind zu dritt, arbeiten erstmals mit Rick Rubin zusammen, der Typ hat gerade mit Russell Simmons das Label Def Jam gegründet und das nötige Equipment beisammen. Auch wenn Rubin, Simmons und Def Jam miteinander nicht glücklich werden, ist dies doch der Beginn mehrerer erstaunlicher Karrieren.

 

Beastie Boys – Licensed To Ill

 

Während die Beastie Boys auf den Spuren der Bad Brains zum Hardcore kommen, landen sie bei Def Jam, einem frühen, wichtigen Hip-Hop-Label von Rubin, der heute als Guru der amerikanischen Rockmusik gilt, ein Heilsbringer fast schon, und von Simmons, einem Visionär des Genres, ein Filmproduzent, Modeschöpfer und noch vieles mehr, dessen kleiner Bruder Joseph der Run von Run DMC ist. Die Beastie Boys touren mit Madonna und danach mit Run-DMC und anderen frühen Hip-Hop-Größen und veröffentlichen 1986 „Licensed To Ill“, eines dieser Alben, die man zur Sicherheit zuhause haben sollte.

 

Kerry King von Slayer macht sogar mit, für Rubin ist es das zweite große Werk als Produzent, die Arbeit zeigt erstmals, was mit Hip-Hop in den US-Charts möglich ist. Das ist 1986, im Jahr darauf touren die Beastie Boys um die Erde. Sie wechseln zu Capitol Records, ziehen nach Kalifornien, suchen sich neue Produzenten und schieben dabei die Karrieren des Brasilianers Mario Caldato Jr. und der Dust Brothers an. „Paul´s Boutique“ wird im Juli 1989 veröffentlicht, Leute, die sich an die Zeit erinnern können, erzählen, dass keiner auf die Beastie Boys gewettet hätte. Sie gelten bereits als One-Hit-Wonder mit einem Album, das neun Mal Platin in den USA einfährt, immerhin sind sie nach Kalifornien, damals Hip-Hop-Diaspora, gezogen und haben noch kein zweites Werk in der Tasche. Womit die Schwarzmaler natürlich Recht behalten: der Erfolg des Debüts lässt sich nicht wiederholen, dafür ist das Album wesentlich besser als der Vorgänger, ein Festival der Sounds und Samples, des gepflegten Sprachwitzes – ausnahmslos gut für die Ohren (wie übrigens alle Arbeiten der Beastie Boys).

 

Erst ein gigantisch erfolgreiches Debüt, dann ein anspruchsvoller Zweitling, es folgt das eigene Label. Grand Royal wird Capitol Records angegliedert, ein eigenes Studio in Kalifornien eingerichtet, „Check Your Head“ ist 1992 eine durchaus gelungene Fortsetzung, Money Mark, Keyboarder und Produzent, aber ein richtig guter, arbeitet das erste von vielen Malen mit den Beastie Boys, Mario Caldato ist wieder dabei. Das Imperium wird weiter ausgebaut, Grand Royal bringt eine eigene Zeitschrift auf den Markt, Luscious Jackson, die Band von Kate Schellenbach, wird unter Vertrag genommen …

 

Beastie Boys – Ill Communication

 

… seit den ersten Tagen ihrer Karriere setzen sich die Beastie Boys für die Erforschung abgefahrener Krankheiten und die Beseitigung sozialer Missstände im In- und Ausland ein, künstlerisch haben sie ihre Crew gefunden, die nun um Biz Markie beispielsweise ergänzt wird, Money Mark und Caldato sind wieder dabei, für das großartige Video zu „Sabotage“ wird Spike Jonze engagiert, MTV steigt sofort darauf ein, das Album „Ill Communication“ erscheint im Mai 1994 (kurz nach „Some Old Bullshit“).

 

Die Beastie Boys müssen nichts mehr beweisen, sie sind Megastars und zwar von der seltenen Sorte, deren künstlerisches Wirken niemals ernsthaft angezweifelt wird. Es gibt Stars wie Madonna und Michael Jackson, denen die durch Journalisten vertretene Öffentlichkeit schon mal gerne ans Bein pinkelt, und es gibt Stars wie die Beastie Boys, bei denen sich kein ernsthafter Versuch bisher auch nur andeutungsweise durchzusetzen drohte. Die Tour zur Mitte der 90er Jahre ist sicherlich ein Höhepunkt in der Karriere des Trios. „Aglio e Olio“, eine kurze EP, eine Reminiszenz an die eigene Hardcore-Vergangenheit, wird in dieser Zeit aufgenommen und über firmeneigene Wege vertrieben.

 

Jahre ziehen ins Land, man findet die Beastie Boys in der Öffentlichkeit überwiegend gegen den chinesischen Staat wetternd und ein tibetanisches Volk unter der Fuchtel des Klerus fordernd. Nach vielen Singles, kleinen EPs, Appetitanregern, gibt es im Sommer 1998 schließlich „Hello Nasty“, die wichtige Neuigkeit im Team ist der DJ Mix Master Mike (Michael Schwartz), das Album schießt in etlichen Ländern direkt auf Top-Chartplätze. Wenn sie etwas Neues auf dem Markt haben, sind die Beastie Boys Kandidaten für die großen Preise, das ist inzwischen üblich. In den Jahren darauf werden, immerhin ist die Gruppe schon ganz schön alt, erst einmal die Archive zur Schaffung von Best-of-Compilations und –DVDs geplündert. Ende 2001 organisieren die Beastie Boys in einer Art Koalition der Vernünftigen ein Festival mit dem Titel New Yorkers Against Violence, und zwar mit einem phänomenalen Line up, später zeichnen sie sich als lautstarke Gegner der Irakinvasion aus.

 

Beastie Boys – To The 5 Boroughs

 

Im Juni 2004 wird „To The 5 Boroughs“ veröffentlicht, es folgt eine Welttournee, MCAs alter Ego Nathaniel Hornblowér geht gelegentlich mit MCA durch, ein Konzert im Madison Square Garden, also daheim, wird von 50 Hobbykameraleuten gefilmt, der Film „Awesome; I Fuckin´ Shot That!“ wird zusammengeschnitten, eine anspruchsvolle Kinoarbeit, allemal besser als die ganzen Biopics.

 

Was fehlt? Zum Beispiel ein Instrumentalalbum nicht. Das legen die Beastie Boys 2007 mit „The Mix-Up“ vor. Alfredo Ortiz arbeitet mit Percussions, die Beastie Boys machen, was sie wollen, und das gut.


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