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Billy Talent ist bedeutungsschwanger nach dem Gitarristen aus dem Roadmovie „Hard Core Logo“ (Bruce McDonald – sehr empfehlenswert) benannt, einem Typen, der vermeintliche Punkideale verrät, um mit seinem musikalischen Talent Karriere zu machen. Damit ist abgesteckt, wie und wo Billy Talent einzuordnen ist: in Kanada natürlich, ein bisschen im Funpunk, College-Rock mit Chartambitionen. Das Quartett ist laut, energisch, besteht aus dem Allernotwendigsten, einer Gitarre, einem Bass, einem Schlagzeug und einem Typen, der sich auf den Gesang konzentriert, spielt über viele Jahre in einer Formation und geht auf eine Band aus der Schulzeit der Musiker zurück.
Ben Kowalewicz, Jon Gallant, Aaron Solowoniuk und Ian D´Sa stammen aus Mississauga in Ontario, einer merkwürdig zersiedelten Großstadt und treffen bei einem Bandwettbewerb ihrer High School aufeinander, bei der die ersten drei mit einer Gruppe teilnehmen und letztgenannter mit einer anderen. Die vier beschließen, ein neues Projekt zu starten und gründen die Band Pezz. Das ist 1993, Pezz spielt Hip-Hop-Ska-Indie-Rock, was Ambitioniertes, mehrere Demos entstehen, die Musiker verlassen die High School, starten ins Berufsleben bzw. ins Studium, und spielen 1998 mit dem Produzenten Brad Nelson das erste und einzige Pezz-Album „Watoosh!“ ein.
Da es in den USA bereits eine Band namens Peez gibt, wird man veranlasst, einen neuen Namen zu suchen – und findet ihn rasch, passt dann, und das ist ungewöhnlich, den eigenen Stil dem Namen an: Billy Talent wird 2001 geboren. Mit der EP „Try Honesty“ geht es im selben Jahr erst einmal durch die USA und Kanada. Ein Kollege von Kowalewicz erhält einen Job bei Warner Music Canada und verschafft Billy Talent einen Vorvertrag, kurz darauf meldet sich ein Verantwortlicher von Atlantic Records – woraufhin sich die Labels erst einmal einig werden müssen. Das ist nicht weiter kompliziert, Atlantic gehört der Warner Music Group und wird eh gerade umstrukturiert.
„Billy Talent“, das erste Album, wird im September 2003 auf den Markt gebracht. Der kanadische Produzent Garvin Brown hat mit der Band in Vancouver gearbeitet, die erste Single ist wiederum „Try Honesty“, bis weit ins Jahr 2004 folgen die Singles „The Ex“, „River Below“ und „Nothing To Lose“, in Deutschland wird das Album gerade einmal auf Platz 97 der Charts notiert.
Das zweite Album heißt „Billy Talent II“ und wird im Sommer 2006 veröffentlicht. In Deutschland steigt es direkt auf Platz 1 der Charts ein, das gelingt der Band sonst nur daheim in Kanada. Die Singles „Red Flag“, „Fallen Leaves“ und „Surrender“ tragen den Erfolg der Band, die sich neben Kanada vor allen Dingen in Europa etabliert hat. Das dritte Billy Talent-Album wird Anfang 2009 fertig sein. surftippsCD Reviews von Billy Talent findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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