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Björk
Björk Foto © by 2007 Universal Music International

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… und auch das Musikfernsehen hat seine guten Seiten. Ohne MTV wäre Björk nie-, nie-, niemals so unglaublich populär. Sie ist kein gewöhnlicher Popstar. Wenn man alle Popstars mit ihren ganzen Alleinstellungsmerkmalen nimmt, dann strahlt Björk Guðmundsdóttir trotzdem hervor. Sie wird von Kunstomas und Abiturienten verehrt, produziert zum Teil äußerst schwer zugängliche Musik und feiert trotzdem Charterfolge. Und zwar weltweit. Björk hat was Rätselhaftes an sich, die einen halten es für etwas typisch Nordisch-Natürliches, andere für was typisch Kindliches oder typisch Nordisch-Kühles; sicher ist, dass die auf Island nicht weit kämen, wären sie alle so. In einem System, das von Bankiers und Juristen gestaltet und von humorlosen Labelbossen gesteuert wird, ist Björk so was wie ein exotisches Vögelchen, das gute Gegenargument, die eigenständig arbeitende, klug argumentierende und autark entscheidende Künstlerin.

 

Björk kommt aus Reykjavik, wächst mit Musik auf, wird musisch so geschult, wie das eigentlich immer üblich sein sollte und macht dann etwas, was eigentlich verboten gehört: sie wird auf Island zum Kinderstar. Ein Debütalbum gibt es 1977, Björk ist elf Jahre alt, ein Jahr zuvor singt sie im Radio „I Love To Love“, einen großen Hit der Londonerin Tina Charles (damals auch in Deutschland sehr beliebt), daraufhin schaltet sich ein kleines Label ein (das aus diesem einen Grund nicht von der Geschichte verschluckt wird), Björk singt „The Fool On The Hill“ von den Beatles auf isländisch, covert Stevie Wonder, Edgar Winter – und schreibt ein Lied sogar selbst. Die Mutter gestaltet das Albumcover, vom Erlös der letztendlich 7000 abgesetzten Kopien gönnt sich Björk ein Klavier. Damit ebnet dieses erste Album entscheidend den Weg der Musikerin, und zwar auch, weil sie sich entschließt, in Zukunft und in künstlerischer Hinsicht absolut selbstständig zu bleiben.

 

Bis zur extremen Verehrung, die Björk inzwischen genießt, dauert es noch ein Weilchen, das Divenhafte soll sie sich allerdings schon früh erarbeitet haben. Björk gründet Punkbands, schließt die Musikausbildung ab (das ist einfach immer so), eine frühe Formation ist zwischen 1981 und 1983 Tappi Tíkarrass, die sie mit ihrem Kollegen Jakob Magnússon gründet – Björk arbeitet früh mit isländischen Texten, und das ist etwas, was inzwischen eine Art Dauermode, in den 80ern allerdings selbst auf Island … auf dem Gebiet wird viel geredet, wir kennen das aus Deutschland. Mit der Band KUKL versucht es Björk anschließend etwas düsterer, spielt als Vorband von Crass aus Essex, die auf Island zu Gast ist, tourt anschließend durch England und veröffentlicht zwei Alben über Crass Records.

 

Björk – The Sugarcubes

 

Aus KUKL wird Pukl, daraus geht 1986 das Künstlerkollektiv The Sugarcubes hervor, eine Band, die sich rasch einen großen Ruf erarbeitet, die bis 1992 drei Alben veröffentlicht, und einmal mehr ist es John Peel, der sich als Radio-DJ und Förderer hoffnungsvoller Talente auszeichnet. Er spielt in seiner Sendung „Birthday“, einen Track des ersten Albums „Life´s Too Good“. Die BBC-Hörer, der NME und Melody Maker wählen das Lied zu einer wichtigen Single 1987, Björk erfährt dadurch erstmals in Europa und den USA größere Aufmerksamkeit. Auf Island bauen einige der Musikerkollegen von Björk, darunter Einar Örn Benediktsson, das Label Bad Taste (bzw. Smekkleysa) auf.

 

1989 wird das Album „Here Today, Tomorrow, Next Week!”, 1992 „Stick Around For Joy” wie die beiden Vorgängeralben auf Elektra Records, veröffentlicht – anschließend löst sich die Band auf. Offiziell sollen entstandene Spannungen, die künstlerischen Ursprunges sind, nicht auf die Beziehungen der Musiker überspringen, Björk, die bereits in der Fangemeinde hohe Anerkennung genießt, kann nun ihre Solokarriere starten. The Sugarcubes schließen sich 2006, zum 20sten Geburtstag, noch einmal zusammen.

 

Björk – Debut

 

Es muss Leuten, die die Entwicklung der Musikerin Björk schon früh verfolgt haben, wie eine Entfesselung vorgekommen sein: aus einem relativ losen Post-Punk-Zusammenhang kommend schmiedet sie das Finale ihrer Band mit einem Remix-Album („It´s It“), wirft Dance, Jazz, Rock und Pop durcheinander, arbeitet bereits zuvor mit dem Tríó Guðmundar Ingólfssonar, der Chef ist ein Pianist, und mit 808 State aus Manchester zusammen und veröffentlicht dann in der zweiten Jahreshälfte 1993 das Album „Debut“. Ein irreführender Titel (wobei es sich tatsächlich für die meisten Musikhörer um ein Debüt handelt), Björk befindet sich in England und – das kann alles kein Zufall sein – arbeitet mit Nellee Hooper aus Bristol (und aus dem Wild Bunch, der Massive Attack, Tricky, irgendwie auch Portishead, Sneaker Pimps usw. hervorbringt), und damit direkt am Nabel der damaligen Musikwelt.

 

Das Album ist viel zu perfekt für ein Debüt. Es wird mehrere Millionen Mal abgesetzt, das wunderschön einfache Coverfoto ist von dem französischen Modefotografen Jean-Baptiste Mondino, der DJ und Tabla-Virtuose Talvin Singh ist daran beteiligt, der portugiesische Percussionist Luis Jardim, Marius De Vries, Gary Barnacle, Oliver Lake … „Human Behaviour” und „Venus As A Boy“ sind die großen Hits, ein wahnsinniger Fan schickt ihr eine Briefbombe und dokumentiert seinen Selbstmord, Björk erhält 1994 zwei Brit Awards, arbeitet mit David Arnold an dem Soundtrack des Filmes „Young Americans“, ist als Produzentin, Songschreiberin und wiedasallesheißt aktiv.

 

„Post“ ist das zweite Soloalbum, es erscheint im Sommer 1995. Ein sehr schönes, in England werden immerhin sechs Singles in den Charts geführt, die bekannteste (wenn auch nicht erfolgreichste) ist wohl „Army Of Me“. Björk arbeitet an weiteren Soundtracks, mit Tricky zusammen, mit Madonna und A Tribe Called Quest und vermag es, ihren Ruf als exzentrische Künstlerin noch auszubauen.

 

Björk – Homogenic

 

Eines der schönsten Alben der 90er Jahre ist für nicht wenige „Homogenic“, das Album aus dem Jahr 1997. Es besteht teilweise aus Liedern von dramatischer, fast schon anbiedernder Schönheit. Nachdem sie bereits 1990 in „The Juniper Tree”, einer isländischen Grimm-Adaption, und 1994 sich selbst in „Prêt-à-Porter“ von Robert Altman spielt, hat sie ihre bis hierhin größte Rolle in „Dancer In The Dark“ von Lars von Trier. Björk spielt die Hauptrolle, an ihrer Seite Catherine Deneuve, die Zusammenarbeit von Musikerin und Regisseur soll nervenaufreibend bis katastrophal verlaufen sein, Björk wird in Cannes als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Wir wollen nichts unterschlagen. Regelmäßig gibt es durchaus interessante Remixversionen der Alben von Björk, bereits 1994 „The Best Mixes From The Album Debut For All The People Who Don\'t Buy White Labels“ mit einem Underworld-Remix von „Human Behaviour“, 1996 „Telegram“, im Jahr 2000 erscheint der Soundtrack zu „Dancer In The Dark“, auf dem auch Catherine Deneuve und Thom Yorke von Radiohead zu hören sind.

 

Man muss sich von Björk gefangen nehmen lassen. Und man kann bestimmt toll über die Musik schreiben, letztendlich ist eine Entscheidung jedes Einzelnen, ob die Musik nun passt oder nicht. Ablehnung und Euphorie liegen hier so dicht beieinander wie bei wenigen anderen Popmusikern, und das ist etwas, was sich durch das komplette Werk Björks zieht, auch wenn sie ihre Mitarbeiter, die Produzenten, die Schreibtechniken und die Mottos immer wieder komplett durchtauscht. Das verspielte, vielfältig klimpernde „Vespertine“ beispielsweise soll ein Winteralbum sein, wird daher im Spätsommer 2001 veröffentlicht – ihm folgt 2004 „Medúlla“, ein A-capella-Album (nicht allzu konsequent), das „Vespertine“ vortrefflich ergänzt. Mike Patton macht bin, Björk singt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Athen 2004, eine CD mit „Army Of Me“-Remixes wird zugunsten von UNICEF veröffentlicht.

 

2005 kommt dann „Drawing Restraint 9“ raus, der Soundtrack zum Film, Björk arbeitet – wie so oft – mit ihrem Kollegen Mark Bell zusammen, und die Fans haben damit ihren vielleicht härtesten Gang vor sich. Durchaus abwechslungsreich, ist der Grundtenor doch düster und träge. Ein jeder Song wird gerichtet, bevor er einer zu sein beginnt – in das Gesamtwerk Björks passt diese Arbeit wie ein bislang fehlendes Glied. Vor allen Dingen die Parts, die nicht von ihr gesungen werden, sind groß. Ein Box-Set des bisherigen Gesamtwerkes gefällig? Da gibt es gleich mehrere zur Auswahl, die sich sogar als Wertanlagen zu eignen scheinen.

 

Björk – Volta

 

2007 wird „Volta“ veröffentlicht, irgendwer hat nachgezählt, dass es eigentlich das sechste Studioalbum Björks ist – in Anbetracht der ganzen anderen Veröffentlichungen eine geradezu lächerliche Anzahl, zu „Volta“ gibt es mit „Voltaic“ 2009 ein Remix-äh-Album. Der Schlagzeuger der Sugarcubes, mit denen sie zum 20jährigen wieder auftritt, bringt Björk dazu, erstmals nach mehr als 15 Jahren mit echtem Schlagzeug zu arbeiten, statt auf das Basteln elektronischer Beats zu setzen. Björk widmet ein Lied ihrem erwachsenen Sohn, eines schreibt sie unter dem Eindruck des großen Tsunamis in Asien – das Ergebnis ist ein dynamisches, gut tanzbares Popalbum. Irgendwie typisch.


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