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Bob Dylan
Bob Dylan Foto © by SonyBMG

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Mit dem Bob Dylan muss man behutsam umgehen. Der Musiker hat eine der wortmächtigsten Lobbys, die man sich bei Musikern, die weder berühmte Komponisten noch 100 Jahre tot sind, nur vorstellen kann. Deswegen das feige Zugeständnis am Anfang: Bob Dylan ist ein ganz Großer. Aber er singt komisch. 1941 in Duluth (Minnesota) geboren, wird er in den folgenden Jahrzehnten zu einem, wahrscheinlich auch dem Vertreter us-amerikanischer Folklore und der Rockmusik, auch des Countryrocks, berühmt wird er als der Gitarre und Mundharmonika spielende, einzelgängerische begnadet dichtende linke Denker, dessen Konterfei zum Relikt einer oft für allgemeingültig erklärten Popkultur wird, ohne dass der Mann dafür besonders früh oder tragisch sterben muss.

Bob Dylan ist schon häufig hart angegangen worden, selbst die eigenen Fans und ehemalige Partnerinnen hat er zur Weißglut gebracht (etwa in dem Moment, in dem er berühmt wurde oder dem, in dem er vom Folk zum Rock wechselte und mit einer Band auftrat). Kritik kennt er also – heute ist er Gott. Wenn Musikerkollegen aufwändige Biopics zu Ehren eingespielt werden, dann erhält in der Regel ein junger, aufstrebender Schauspieler mit der Verkörperung des Stars das Engagement seines Lebens – für „I´m Not There“ (2007) und die Verkörperung des facettenreichen Charakters Dylans werden sechs, zum Teil berühmte Schauspieler gebucht (ein Kind, ein Toter, eine Frau, ein Aufreißer …).

Bob Dylan, eigentlich Robert Allen Zimmerman, beschließt früh, Musiker zu werden. Als Jugendlicher bringt er sich selbst das Klavier- und Gitarrenspiel nach, ahmt populäre Country-, Blues- und Rock & Roll-Musiker nach und spielt an der High School in verschiedenen Bands. Pete Seeger wird eines seiner Idole, auch Woody Guthrie, am Musikinstitut der Universität of Minnesota entschließt er sich, professioneller Musiker zu werden, sein Vater gibt ihm ein Jahr, bevor er … ein altes Spiel. Viele große Karrieren beginnen mit einigen Monaten, die den Künstlern für ihre Hirngespinste von den Eltern gewährt werden.

Mit 20 Jahren zieht Bob Dylan nach Greenwich Village, einem Teil Manhattans, in dem sich bereits seit den 40ern viele Künstler niederlassen. Er sucht den schwer kranken Woody Guthrie auf, legt sich seinen Künstlernamen zu und lernt viele Intellektuelle kennen. Bob Dylan spielt im Studio für Harry Belafonte und wird noch 1961 von John H. Hammond, Columbia Records, unter Vertrag genommen.

Das Debütalbum erscheint im März 1962, im Jahr darauf „The Freewheelin´ Bob Dylan“, der (internationale) Durchbruch. Lieder wie „Masters Of War“ und „Blowin´ In The Wind“ (eigentlich von Peter, Paul and Mary) gehören zum Soundtrack der 60er (aus heutiger Sicht). Bob Dylan tourt mit Joan Baez, das Jahrzehnt hindurch ist er ungemein produktiv. 1965 lacht er sich The Band an, Dylan wird von den Bewahrern unter seinen Hörern verflucht – ein altes Problem. Ein Motorradunfall 1966 ist ihm Anlass und Gelegenheit, sich eine Weile aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.

Lustig an vielen Liedern von Bob Dylan ist, dass sie oft zu großen Erfolgen werden, in den Mainstream einfließen, nachdem sich ihnen andere angenommen haben. Wenn man nur seine Hits der 60er nimmt, zeigt sich Erstaunliches (abgesehen davon, dass Bob Dylan seine ersten Charterfolge in England hat): „The Times, They are a-Changin´“ (1965) wird zum Beispiel von Simon and Garfunkel, Bruce Springsteen, The Byrds, The Beach Boys, Nina Simone und besonders schön von Tracy Chapman gecovert, „Maggie´s Farm“ von The Specials, Rage Against the Machine, U2, Muse und dabei reden wir noch nicht von der Häufigkeit, mit der Bob Dylans Texte und Themen in Liedern zitiert werden, zum „Subterranean Homesick Blues“ gibt es ein großartiges Video, das etliche Musikvideoproduzenten inspiriert hat, dann gibt es noch „Like A Rolling Stone“, nach dem Fachmagazin Rolling Stone der beste Rocksong aller Zeiten – in der Version von Jimi Hendrix, „Positively 4th Street“ wird von den Violent Femmes besser gemacht, von den Beatles, den Stereophonics, Simply Red, Bryan Ferry probiert …

Ein enorm langer Satz, der nahezu beliebig ergänzt werden könnte. Die Musik Bob Dylans beeinflusst belegbar Musikerkollegen, sie dient etlichen Künstlern dazu, das eigene Oeuvre zu bereichern und ist ein scheinbar unerschöpflicher Quell für Musikbegeisterte und Hobbyexperten. Bob Dylan verfasst Bücher, wird regelmäßig für den Nobelpreis für Literatur vorgeschlagen, malt und zeichnet seit vielen Jahrzehnten – und spielt sogar in Filmen mit (etwa an der Seite von Kris Kristofferson und James Coburn in „Pat Garrett jagt Billy the Kid“). Nach seinem Unfall nimmt er nicht einmal am so berühmten Woodstock-Festival teil, obwohl er sich ganz in der Nähe zurückgezogen hat. Stattdessen nimmt er erstmal Country-Alben auf, arbeitet mit Johnny Cash, einer weiteren Legende und beackert ein Feld, dem andere lieber eine hohe Umfriedung verpassen würden.

„Knockin´ On Heavens Door“ muss einmal erwähnt werden, das Lied wird 1973 veröffentlicht und etwa 100 Mal besser von anderen Künstlern eingespielt (selbst von Selig). Selbstverständlich gibt es auch Lieder, die kann nur Bob Dylan vortragen, „Lay Lady Lay“ (1969) und „The Man In Me“ (1970) zum Beispiel. Genauso selbstverständlich ist das alles Geschmackssache. Aber ein komischer Kauz ist er, das kann man sagen. Nach einem gigantischen Konzert in Nürnberg (ausgerechnet auf dem Reichsparteitagsgelände) wird er praktizierender Christ, das heißt, seine Texte sind eine Weile stark christlich geprägt.

Im Grunde sind die wichtigen Sachen geschehen. Bob Dylan hat die Zeichen gesetzt, die ihn zur Legende machen, bekommt die Ehrungen, die ihm zustehen, führt verschiedene Ehen, zeugt Kinder, rauscht in Schaffenskrisen und pumpt sich nicht selten mit harten Drogen voll. Legendär ist seine Bitte während des Live Aid-Konzertes 1985, doch nicht das ganze Geld den Menschen in Äthiopien zu geben, sondern auch etwas für die leidenden amerikanischen Farmer abzuzwacken. 1988 gründet er gemeinsam mit George Harrison, Roy Orbison, Tom Petty und einigen anderen die Travelling Wilburys, 1994 nimmt er an der Neuauflage des Woodstock-Festivals teil, einer – äh – interessanten Veranstaltung und 1997 veröffentlicht er mit „Time Out Of Mind“ einmal mehr ein sehr erfolgreiches Album, eines von der Sorte, das gemeinhin als Comeback bezeichnet wird und dem zurückkommenden Verehrung bis an das Lebensende garantiert.

„Love And Theft“ (2001) ist ein weiteres sehr erfolgreiches Album, Bob Dylan ist sein eigener Produzent (Jack Frost). 2004 erscheint der erste Band seiner Biografie „Chronicles“, ehrfürchtig besprochen, Martin Scorsese dreht eine Dokumentation eines wichtigen Lebensabschnittes Dylans, „Modern Times“ (2006) wird bejubelt …


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