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Cee-Lo Green


Cee-Lo Green gehört zu den Typen, deren Stimmen man kennen sollte, wenn man sich als Experte amerikanischer Popmusik des jungen neuen Jahrtausends bezeichnen möchte. Der Mann kommt aus Atlanta, aus dem Umfeld von OutKast, Missy Elliott und Timbaland und ist Mitbegründer des Goodie Mob. Bei uns wird Cee-Lo Green erst einigermaßen bekannt, nachdem er mit den Berlinern von Seeed für „Aufstehn“ kollaboriert und so richtig, nachdem er gemeinsam mit DJ Danger Mouse Gnarls Barkley gründet und dank des Songs „Crazy“ das hat, was man hierzulande gemeinhin als Welterfolg bezeichnet.

 

Cee-Lo Green wird von diesem Welterfolg wiederum an einem Punkt seiner Karriere erwischt, den Zeitgenossen erleichtert als hoch verdient empfinden. Mit Cee-Lo Green erobert ein Künstler die Charts, dem man das gönnt, der irgendwie aus dem Hip-Hop-Umfeld kommt und dort einen ziemlich einmaligen hohen Gospelgesang unterbringt, der viele Jahre Karrieren wirklich beeindruckender Musiker angeschoben hat, ein ausgewiesener Kollaborationsexperte ist und, was seine Körperfülle angeht, nicht unbedingt das, was man unter einem Popstar der Jahrtausendwende versteht: ein Guter eben.

 

Cee-Lo Green kommt als Thomas DeCarlo Callaway 1974 in Atlanta zur Welt, beginnt seine musikalische Laufbahn in der Kirche, das gehört sich dort (zumindest wird das Bild gepflegt). Die Eltern sind – das ist für uns nicht so wichtig. Eine Jugend voller Musikalität und Schicksalsschläge, Andre 3000, der Schmale von OutKast, gehört zu den Schulfreunden Cee-Lo Greens, dessen Musikgruppe/-gang oder wie das in der Szene heißt, ist in den frühen 90ern die Dungeon Family – und zu der stößt Cee-Lo, nachdem er seine Tätigkeit als Priester beendet hat. Innerhalb der Dungeon Family gründet er mit seinen Kollegen Khujo, Big Gipp und T-Mo Goodie 1992 den Goodie Mob, mit dem er sich an dem Debütalbum von OutKast beteiligen darf.

 

1995 wird „Soul Food“ veröffentlicht, eine Spezialität Cee-Lo Greens: mit seiner Beteiligung landen Produktionen in den Charts, die man sich auch viele Jahre später noch anhören kann. 1998 folgt „Still Standing“, während der Aufnahmen zu „World Party“ im darauffolgenden Jahr steigt Cee-Lo aus dem Goodie Mob aus und nimmt eine Solokarriere unter der Obhut von Arista Records in Angriff. 2005 gibt es Gerüchte, dass es zu einer richtigen Wiedervereinigung des Goodie Mobs kommt, der inzwischen unter dem Namen The Lumberjacks von T-Mo und Khujo weitergeführt wird. Es ist nicht das einzige Projekt, das Cee-Lo Green canceln muss, nachdem 2006 diese Sache mit dem Welterfolg … Pete Fox beispielsweise, der eine Sänger von Seeed, muss das Album, dass er mit ihm angedacht hat, 2008 selbst einsingen (das macht er aber gut).

 

Im Sommer 2002 wird „Cee-Lo Green And His Perfect Imperfections“ veröffentlicht, das erste Soloalbum, ein recht ambitionierter Versuch, einen eigenen (Genremix-) Weg zu beschreiten, der (noch) auf ein geteiltes Echo stößt. 2004 folgt „Cee-Lo Green… Is The Soul Machine“, an dem Album schrauben The Neptunes und Timbaland, T.I. und Ludacris – heute machen die überall mit. Er befindet sich kurz vor seinem großen Durchbruch, Cee-Lo Green arbeitet für die Pussycat Dolls, mit den Black Eyed Peas, und das sind nur die in dieser Zeit bekanntesten Künstler, zwischendurch spielt Cee-Lo Green immer wieder mit Danger Mouse – und mit dem gründet er Gnarls Barkley und veröffentlicht Anfang 2006 „St. Elsewhere“, mit dem Album stößt er in eine neue Liga vor. „Crazy“ stellt in einigen Ländern Download-Verkaufsrekorde ein, ist in vielen Ländern in der Spitze der Charts – im März 2008 folgt das Album „The Odd Couple“.






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