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Coldplay
Coldplay Foto © by Kevin Westenberg - EMI

 Coldplay 

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Kein Bericht über Coldplay ohne den Versuch, die pedantischen Arrangements, die wundervolle Sentimentalität zu fassen, die immerwährenden Zweifel, ob man einen derart verkniffen hoch trällernden Sänger wirklich mögen darf, die Rührung, die einen übermannt, wenn man sich der Musik schließlich hingibt, die Gönnerhaftigkeit, die dem Hörer abverlangt wird, weil die Musiker bei nahezu jedem Track das Ende verpassen .... Erledigt, die Sache mit den Gefühlen. Coldplay ist vermutlich die erste englische Stadionrockband des aktuellen Jahrtausends, eventuell sogar die erste der Erde dieser Zeit, das klingt nur immer so doof. Zumindest für eine Weile vermag die Band, die Musiknerds mit dem vermeintlichen Mainstream zu vereinen. Das ergibt am Ende immer viele Menschen.

 

Chris Martin, der charismatische Kopf der Band Coldplay, kommt 1977 im südwestenglischen Devon zur Welt. Als Geschichtsstudent geht er nach London und nutzt quasi mit dem ersten Tag seiner Berühmtheit eben diese Popularität, um sich gegen die Ungleichbehandlung von Menschen, für Menschen, die Hungers leiden und für fairen Handel ein, isst Vegetarier, reist in Länder wie Haiti und Ghana (obwohl das schon wieder fast modern ist …), schaltet sich in amerikanische Präsidentschaftswahlkämpfe ein und ist zu allem Überfluss auch noch mit Gwyneth Paltrow zusammen. Ein wundervoller Mensch, der neben seinen Verpflichtungen mit der Band Zeit findet, mit diversen Berühmtheiten zu kollaborieren, etwa mit The Streets, Ron Sexsmith, Nelly Furtado, Jay-Z und Kanye West. Er ist Gitarrist, Pianist und Komponist, ein Übermensch mit dem Blick für das große Ganze.

 

Der zweite Mann von Coldplay, Gitarrist Jonny Buckland, selber Jahrgang, ist Londoner und am College als Astronomie- und Mathematikstudent eingeschrieben. Ein anderer zweiter Coldplay Mann ist der Bassist Guy Berryman aus dem schottischen Kirkcaldy. Er studiert erst Ingenieurwissenschaft, schließlich Architektur, bevor es mit der Band Coldplay richtig losgeht, ist, wie auch die anderen, in Interviews ein spannender Gesprächspartner, gilt in der Boulevardpresse als das heimliche Sexsymbol der Band, trägt allerdings, wiederum wie die anderen Bandmitglieder, einen Ehering. Der dritte zweite Coldplay Mann ist der Schlagzeuger Will Champion aus Southampton, ein Archäologiestudent, der gemeinsam mit Berryman auf dem Solodebüt von Magne Furuholmen, bekannt als Mitglied von a-ha, vertreten ist.

 

Im September 1996 lernen sich die ersten drei (ohne Will Champion) am College kennen und basteln im folgenden Jahr an ihrer Band Coldplay. 1997 gibt es die ersten Live-Gehversuche, erste Namen, einige Umbesetzungen, Anfang 1998 stößt Champion hinzu, im Mai erscheint die erste, die „Safety EP“ in kleiner Auflage, ein erster geschäftlicher Kontrakt wird mit dem kleinen Label Fierce Panda Records aus London geschlossen.

 

Im April 1999 erscheint die Coldplay EP „Brothers & Sisters“, inzwischen ein Sammlerstück von hohem Wert, das die Basis für den späteren Coldplay Erfolg legt. Ein erster Track läuft auf Radio 1, Parlophone, ein uraltes Label aus Berlin und inzwischen im Besitz der EMI, beißt an. Nach einem Auftritt beim Glastonbury Festival geht es ins Studio, eine weitere Coldplay EP entsteht. Zwei Tracks sind der „Safety EP“ entnommen, „Don´t Panic“ wird später in einer leicht veränderten Version auf dem Debüt erscheinen. Die Coldplay EP „The Blue Room“, unter Beteiligung des Produzenten Chris Allison entstanden, erscheint wiederum limitiert, was eigentlich bereits nicht mehr marktgerecht ist. Ganz dringend müssen zunächst bandinterne Streitigkeiten beigelegt werden, der Zusammenhalt steht auf der Kippe. Erst ein streng demokratischer Kodex und das präemptive Verbot harter Drogen bringen den Kahn wieder auf Kurs, es geht ins Studio.

 

Coldplay - Parachutes

 

Ab März 1999 wird sukzessive an dem Coldplay Debütalbum „Parachutes“ gewerkelt, Ken Nelson, Hofproduzent der Band, nimmt seine Arbeit auf. Im März 2000 erscheint die Single „Shiver“ quasi als Appetizer, und steigt in die Top 50 in England auf, eine Region, in der sich außergewöhnliche Independent-Produktionen gerne mal aufhalten. Eine gute Platzierung im hinteren Mittelfeld ist von hohem Wert, weil sie jene Rezensenten nicht verschreckt, die bei einem Homerun in den Charts ihrer eigenen Urteilsfähigkeit nicht mehr zu trauen wagen.

 

Gleichzeitig erhöht sich das öffentliche Interesse ungemein, im Falle Coldplays sind es gut besuchte Konzerte bis in den Sommer, glückliche Menschen, die nach Hause gehen und ihren Freunden vom Erlebten berichten, das Resultat ist die Coldplay Single „Yellow“, die im Juni erscheint und plötzlich in den Top 10 hängt. Das ist aber auch eine verteufelt gute Ballade, das Video führt Chris Martin ein, als könnte er dein, dein und dein bester Freund sein. Wundervoll. Kurz darauf folgt das Debütalbum „Parachutes“, in England eine Sache für Platz eins.

 

In Deutschland überlässt der unaufmerksame Teil der Öffentlichkeit das Coldplay Album denjenigen, die glauben, nur Alternative hören zu können, von denen nicht wenige sich hoffnungslos verlieben. Die meisten der Fachorgane geben sich zunächst skeptisch, immer auch ein wenig bewundernd, noch ist die ganz große Zeit nicht gekommen. 2001 geht es durch die USA, die Begeisterung schwappt über, 2002 gibt es den ersten Grammy für Coldplay.

 

Coldplay - A Rush Of Blood To The Head

 

Coldplay legt direkt nach. Im August 2002 erscheint erst die Single „In My Place“, der Einstieg in die entsprechenden Charts Deutschlands, wenige Tage später „A Rush Of Blood To The Head“, das zweite Coldplay Album. Und das ist nun auch hierzulande auf Platz eins der Charts, in der Schweiz auch, im Vereinigten Königreich sowieso und in den USA ebenfalls weit, sehr weit oben. „Plötzlich Weltstar“ könnte die entsprechende Reality-Soap heißen.

 

Die Band Coldplay hat ein unglaublich rundes Album abgelegt, das jede seiner wenigen Minuten wert ist. Aus unerfindlichen Gründen scheinen die Musiker der Meinung zu sein, dass eine Langspielplatte nicht viel mehr als 10 Lieder haben darf. 2003 erhält Coldplay einen BRIT Award und zwei weitere Grammys, ein Jahr später wird ihnen ein weiterer hinterher geworfen.

 

Coldplay - X&Y

 

Für viele Zeitgenossen eine Spur zu großmäulig wird das nächste Coldplay Album als besonders grandioses Album angekündigt. Souveränere Zeitgenossen verweisen darauf, dass das eine Art britischer Tradition ist und betrachten das Ganze wohlwollend-überlegen. Im Juni 2005 erscheint „X&Y“, Coldplay setzt ihre Arbeit konsequent fort, etlicher Länder erste Chartplatzierungen können hinzugewonnen werden. Wer im aktuellen Jahrtausend drei aufeinanderfolgende Alben jeweils um die 10 Millionen Mal verkauft, weckt Erwartungen – und erfüllt sie auch, und zwar mit dem Album „Prospekt“, am 19. Mai 2008.


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