![]() |
||
|
Dennis Lisk … Dennis Lisk … ist besser bekannt als Denyo, der Mann neben Jan Delay und DJ Mad bei den Beginnern aus Hamburg. Dass Denyo 77, Dennis Duplate oder Dennis Deutschland 2009 unter seinem bürgerlichen Namen ein Soloalbum veröffentlicht, ist einerseits erstaunlich, denn eine Solokarriere läuft schon eine ganze Weile zumindest anständig, andererseits auch nicht ganz unlogisch, immerhin wechselt Dennis Lisk mit „Suchen & Finden“ vom Hip-Hop- ins Lager der Sänger und Songschreiber. Und diesen Weg, den Weg Wandergitarre, geht Dennis Lisk zu einer Stunde, in der Kollegen wie Jan Delay und Peter Fox gerade das Zeitalter des Bombasts eingeläutet haben.
Ganz allein ist Dennis Lisk nicht, Max Herre, der Mann aus der Kolchose am anderen Ende Deutschlands, verfährt bei seiner Soloarbeit durchaus vergleichbar, beide haben gemein, dass sie gewissermaßen antizyklisch handeln: Singer-/Songwriter-Gedöns ist im Sommer 2009 ungefähr zweieinhalb Jahre nicht mehr so superaktuell. Deswegen, und weil Dennis Lisk weiß, dass die Abkehr von seinem bisherigen Solopfad überwiegend als Eingeständnis des Scheiterns gelesen wird, kann man davon ausgehen, dass ihm seine neue Musik wirklich eine Herzensangelegenheit ist. Und das hört man auch.
Denyo kommt 1977 in Hamburg zur Welt, in den ganz frühen 90ern gründet er mit einer Menge Kumpels die Absoluten Beginners. Ab Mitte der 90er Jahre sind Dennis Lisk und seine Freunde nicht ganz unwesentlich an dem Bild beteiligt, das man im Grunde bis heute vom Hamburger Hip-Hop hat. Idealistisch sind die Jungs, sie denken politisch und handeln mitunter extrem albern. „Flashnizm“ ist 1996 das erste Studioalbum, „Bambule“ wird – nach einigen Kontroversen bei einem großen Label veröffentlicht, ein phänomenales Ding, das sogar in Übersee Hip-Hop-Experten hellhörig werden lässt. An die Beginner wird die Idee herangetragen, ob man aus „Bambule“ nicht noch ein Remix-Album basteln könne, und die Beginner realisieren „Boombule“, genau das, mit etlichen wichtigen deutschen Hip-Hop-Vertretern der ganz späten 90er Jahre. Das Ergebnis ist ein wichtiges historisches Dokument, das auch noch Spaß macht.
Denyo 77 – Minidisco
2001 legt Dennis Lisk dann (als Denyo 77) sein erstes eigenes Album vor. Jan Delay bringt zur gleichen Zeit ein Reggaealbum auf den Markt, Dennis Lisk nennt seine Arbeit „Minidisco“ – und er bleibt beim Hip-Hop. „Minidisco“ ist hübsch, unglaublich entspannt, Denyo erzählt mal, wer er ist. Das Ding geht unter, und das hat es nicht verdient. Im Herbst 2003 veröffentlichen die Beginner „Blast Action Heroes“, der erste erste Platz der Musiker in den deutschen Album-Charts. Die Beginner sind Topstars, werden ordentlich auf Festivals gefeiert und man kann sie als DVD kaufen.
Denyo schiebt Ende Oktober 2005 „The Denyos“ hinterher, eine aufwändige Produktion, die sich wie ihre Vorgängerin nicht ansprechend verkauft. Dennis Lisk steigt mal so eben in die Top 100 ein.
Dennis Lisk – Suchen & Finden
Nun also richtige Songs. Gesungen hat Denyo schon immer, Geschichten erzählt auch, man kann allerdings nicht sagen, dass er einen konsequenten Weg verfolgt. Wir wollen Änderungen und hier haben wir sie, irgendwie zeichnet Dennis Lisk auch aus, dass es für ihn allein – egal wie – einfach nicht für die Topchartspitze reicht. Dafür erreicht er Leude, brennt sich in Herzen und wird sicher noch sehr, sehr lange gehört. surftippsCD Reviews von Dennis Lisk findet Ihr auf CDSTARTS.de |
Suche Werbung Dennis Lisk
facebook
Newsletter
Genrelexikon Musiklexikon Stars im Porträt Doves Yael Naïm Simon & Garfunkel New Kids On The Block The Calling 50 Cent Kate Nash Luther Vandross Fräulein Wunder Sex Pistols
Überblick aller Stars » we say yes
Surfmusik.de bietet eine umfangreiche Sammlung an Web-Radios.
|
|