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Diego
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Völlig unverständlich, warum Diego nicht weltberühmt ist. Mag sein, dass das daran liegt, dass sich die Band aus Karlsruhe nicht besonders ausführlich über sich äußert. Es finden sich kaum Interviews, ohnehin findet sich recht wenig von und über Diego. Das wird am Namen liegen, Diego versteckt sich zwischen weltweit Millionen von Diegos. Gerade wenn man im Internet nach der Band sucht, wird das zum Problem. Diego ist also still, zumindest außerhalb der Konzerthäuser, ist nicht besonders leicht zu finden – und bei den zuständigen Vermarktern, den Labels, scheint man sich auch nicht außergewöhnlich lang mit Texten zu Diego auseinandergesetzt zu haben.

 

Es gibt natürlich Kritiken zu den Arbeiten Diegos – die sind, trotz des offenkundigen Talents der Musiker, nicht immer positiv. Diego ist und geht tief, hat eine dunkle, traurige Sängerstimme, klare Bässe und hallende Gitarren, und das stört viele Kritiker unter denen, die das eigentlich sehr mögen. Wie das geht? Das geht so: in den 90er Jahren ist man in eingeschworenen Kritikerzirkeln der festen Überzeugung, dass das schönste jemals gespielte Lied „Love Will Tear Us Apart“ von Joy Division sei. Sänger Ian Curtis soll sich auch ein bisschen aufgrund der Vollkommenheit dieses Werkes kurz nach Vollendung der Aufnahmen das Leben genommen haben.

 

Das klingt pathetisch, genauso pathetisch geht es weiter. Als Interpol etwa 2002 debütierte, schluckten viele der alten Curtis-Fans. Die Kühle, die Klarheit, die Trauer, die Schönheit, alles war da, erinnerte an früher. Interpol war aus New York, Paul Banks ist ein unglaublich guter Sänger, die an die 80er gemahnende studentische Piekfeinheit der Band schuf ihr einen Platz auch in Herzen derer, die ansatzweise zweifelten, ob sie Ian Curtis damit nicht verrieten. 2005 traten dann die Editors aus Birmingham auf den Plan, bespielten einen ganz ähnlichen Raum, stürmten in England die Charts und sorgten dadurch natürlich für Abwehrreaktionen der Fans, die ihre Faibles gerne für sich haben. 2007 erscheint dann der Film „Control“ von Anton Corbijn über Ian Curtis, schleust ihn in den Mainstream ein, in die Erinnerung der Gemeinheit und erschafft ganz neue Expertenkreise.

 

Und 2007 tritt Diego mit einem ersten Album, einer ersten EP – wie nennt man einen Tonträger mit acht Tracks? – auf den Plan. „Diego“ ist ein ganz, ganz feines Ding und hat die Hochachtung der Kritik verdient. Karlsruhe sieht aus wie eine Muschel, beherbergt ein seltsames Gericht, viel zu viele Juristen und der Korrespondent der ARD ist ein Zombi. Dass etwas derart schönes aus der Stadt kommen kann, dass sich Diego dort inspirieren lässt, wo sich Diego inspirieren lässt, ist eigentlich sehr verständlich. Und wenn man jemanden findet, der so singen kann, wie der Sänger von Diego singt – wer will es den Musikern verübeln, wenn sie ein bisschen nach Editors klingen?

 

Als Werder Bremen 2008 mit dem Spieler Diego nach Karlsruhe reist, hat der einen der unglücklichsten Tage seiner Zeit in der Bundesliga: die Medien Popeln in seinem Privatleben herum (er soll irgendwas mit der Delmenhorsterin Sarah Connor gemacht haben), er muss permanent Wechselgerüchte dementieren, ist körperlich nicht in Höchstform, muss sich einer technisch unterlegenen Mannschaft geschlagen geben und würgt vor Wut (nach etlichen Fouls und nachdem Claudio Pizarro schon ausgerastet ist) seinen Gegenspieler Eichner.

 

Diego aus Karlsruhe veröffentlicht im Herbst 2008 „Two“, das erste (zweite?) Album. Hört da mal rein, ihr macht nichts verkehrt.


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