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Dieter Bohlen News
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2010-07-24 12:43:48 Uhr
Vorschlag für DSDS, Folge 8: Warum nicht den Poptitan rausschmeißen?…Und warum wird der Poptitan nicht rausgeschmissen? Wie Dieter Bohlen am Freitag in der Bildzeitung bekanntgab, werden seine Mitjuroren bei Deutschland sucht den Superstar in der kommenden Staffel nicht mehr neben ihm sitzen. Volker Neumüller, der Musikmanager und Nina Eichinger, die auch mal auf modische Aspekte fokussierte Quotenfrau haben ihre Schuldigkeit getan. Schaut man sich an, wer bislang wie lange bei DSDS neben Dieter Bohlen Platz nehmen durfte, stellt man rasch fest, dass die zwei Jahre, die Eichinger und Neumüller neben Bohlen verbringen durften, das Maximum sind, das Bohlen zu dulden scheint.
Abgesehen davon, dass dem Format generell ein Imagewandel gut tun würde, dass man bei RTL endlich anfangen muss, den jungen Menschen, die man nicht durchs Raster fallen lässt, eine echte Chance geben sollte und dass es eine für Bohlen typische Unart ist, eine solche News, ohne dass sich die Betroffenen äußern können, via Bildzeitung bekanntzugeben, stellen wir uns die Frage, ob RTL nicht genug Mobilisierungskraft hat, um dieses so wahnsinnig quotenträchtige Format auch ohne Bohlen zu stemmen.
Inzwischen hat man nämlich den Eindruck, dass der Erfolg von Dieter Bohlen abhängt, und wir kommen immer mehr zur Auffassung, dass dieser Eindruck trügt. Dieter Bohlen mag sich einbilden, dass er, dass seine Beleidigungen gegenüber Castingkandidaten für DSDS unverzichtbar sind, international kommen auch die erfolgreichsten Castingshows sehr oft ohne Niederträchtigkeiten gegenüber Castingkandidaten aus. Es handelt sich hier auch nicht um die Form von Ehrlichkeit, für die die Beleidungen verkauft werden.
Wenn man es schafft, zehntausende engagierter junger Menschen zu Castings zu bewegen und am Ende Sänger herausfiltert, die sich keine zwei Monate erfolgreich halten können, dann hat auch die Jury versagt. Und dann bringt es nichts, die zwei Mäuschen vor die Tür zu setzen und zwei neue Mäuschen zu engagieren, die aus Angst, direkt wieder rausgeworfen zu werden, dem Kater nach der Schnauze tanzen. Dann muss man überlegen, einmal konzeptionell einen Umbruch zu machen.
Dieter Bohlen hat offensichtlich, das belegen seine Interview, den Eindruck, er habe das alles erschaffen, er sei der Macher, der DSDS zu seiner Bedeutung verholfen habe. Dabei wird gerne vergessen, woher Bohlen kam, als RTL ihm die Chance gab, DSDS zu begleiten. Er war der Typ, der mit Penisbrüchen im Gespräch zu bleiben versuchte, dessen verunglückte Reunions legendär sind und dessen Künstler wie dessen Frauen ihm auf der Nase rumtanzten.
Sicher macht seine Art, seine verbale Brutalität einen Teil des Quotenerfolges aus, da darf man sich nichts vormachen, auch hat er fachliche Qualitäten, die man schätzen kann. Aber wenn man derart viele Menschen castet und dann am Ende solche Flops wie zuletzt produziert, dann muss man sich das ankreiden lassen. Man kann die Top 10 der letzten DSDS-Staffel durchgehen und findet 10 junge Leute, die gerade um ihre Karrieren strampeln, im Stich gelassen, von den falschen Beratern umgeben, generell falsch beraten sind usw.
Wer eine Quote hat wie DSDS und eine Fangemeinde, wer junge Menschen derart mobilisieren kann wie RTL, dem muss es auch gelingen, international erfolgreiche Musiker auf die Beine zu stellen. Das ist bislang nicht geglückt. Dass das funktioniert, beweisen andere, das beweist Simon Cowell, das beweist Stefan Raab und es gibt weitere erfolgreiche Juroren, die prima Beispiele dafür hergeben. Dieter Bohlen scheitert auf diesem Gebiet recht konstant. Das wäre doch mal ein Grund, ihn vor die Tür zu setzen, oder nicht? |