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Wisst ihr, was wirklich prima an der Zeit ist, in der wir leben? Genres haben weniger den Zweck, Räume zu vermessen, Grenzen abzustecken, Gräben auszuheben und Selbstschussanlagen auszuprobieren, sie sind vielmehr täglich nützliches Handwerkszeug für uns Rezipienten, die nur mit ihnen dem Wesenskern einer Sache auf den Grund gehen können und beim Versuch helfen, über Musik zu kommunizieren.
Nehmen wir einmal an, dass zwei Typen – sagen wir aus dem Rheinland – gemeinsam Musik machen, der eine ist seit zwei Jahrzehnten Frickler bzw. Produzent an Samplern, Drumcomputern und Synthesizern, der andere ein fertiger Metalgitarrist, gemeinsam schrauben sie an Musik, die eben das kombiniert, 90er-Electro und Metal, die dabei die Wucht von spätem Industrial und Düsternis von EBM transportiert, dann kann man mit einem Label wie Electronic Metal zumindest eine Ahnung davon geben, in welche Richtung der Gaul galoppiert. Besser ist aber immer, selbst reinzuhören. Es gibt, ihr wundert euch nicht, diese Typen, die kommen aus Köln, heißen bürgerlich Sascha Schneider und Alex Riedl, gemeinsam aber Dynamic Syndicate – ein durchaus passender Name, über den sich aber weniger gut auf die Musik schließen lässt. Den beiden hört man an, dass sie große Erfahrung mitbringen, als sie sich 2009 linksrheinisch zu Dynamic Syndicate zusammenschließen. Das hier ist keine bessere Schülerband mit großen Träumen, das ist die gewissenhafte Projektarbeit von Musikern mit Studioerfahrung, die es juckt, ihre Herzensmusikwelten einmal ungebremst aufeinander krachen zu lassen. Das Ergebnis ist prima, eine Wucht, und wird ab Oktober 2012 als Album mit dem Titel „Noises“ gehandelt. |
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