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Eels
Eels Foto © by Universal Music

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Eels sind/ist eigentlich Mark Oliver Everett, genannt E, da Everett immer wieder richtige Soloalben produziert, muss man differenzieren. E kommt im April 1963 in Virginia zur Welt. Der Vater ist Hugh Everett III, kein Geringerer als derjenige, der als Quantentheoretiker die multiplen Universen ersinnt und damit nicht nur für das Pentagon arbeitet, sondern auch für Science-Fiction-Liebhaber einen Denkanstoß von unschätzbarem Wert leistet. Sein Sohn entwickelt ein Faible für Spielzeuginstrumente, lässt sich ein Kinderschlagzeug schenken. Der Schwester Lieblingsmusik (Neil Young) ist ihm Inspirationsquelle, E schult sich direkt an verschiedenen Instrumenten. 1982 stirbt der Vater, ein Ketteraucher und Trinker mit gerade einmal 51 Jahren, der Sohn findet ihn.

 

Die 80er Jahre hindurch spielt E in verschiedenen Kapellen, 1985 bringt er mit „Bad Dude In Love“ sein eigentliches, wenn auch weitgehend unbekanntes Debüt stark limitiert heraus. E zieht nach Kalifornien und erhält schließlich einen Kontrakt mit Polydor. 1992 erscheint „A Man Called E“, im Dezember des folgenden Jahres „Broken Toy Shop“. Der Sarkasmus, das durch und durch Merkwürdige, häufig stark Depressive, die rauen Balladen, die Eels ausmachen, sind hier bereits zu finden, wenn auch noch die Perfektion, die phantastische Verspieltheit fehlt. Aber auch das kann man sich schön zurechtlegen, gehört das Projekt Eels zu jenen, die reifen, die mit jedem Mal besser werden – und mit denen man alt werden kann.

 

Die Soloalben von E sind allesamt keine Erfolge, wenn auch die Unterstützer bereits stark sind – am Ende verliert der Künstler seinen Vertrag mit dem Label. 1995 lernt er den Schlagzeuger Jonathan Norton, genannt Butch, kennen. In erster Linie Tour- und Studiomusiker scheint er für einige Jahre der perfekte Untergebene zu sein, er arbeitet für etliche ziemlich bekannte Künstler … gemeinsam mit dem Bassisten Tommy Walters wird Eels aus der Geschichte. Erstaunlich ist, wie viele Filmsoundtracks Eels bereichert; ebenso erstaunlich ist, dass man sich einbilden kann, dass E aussieht wie ein Naturwissenschaftsgenie, wenn er nicht gerade einen Vollbart trägt und eine Kapuze über dem Kopf … das ist alles nicht wichtig.

 

Eels – Beautiful Freak

 

Wichtig ist, dass das noch blutjunge Label DreamWorks Records die Band unter Vertrag nimmt, das nahezu zeitgleich von David Geffen, Jeffrey Katzenberg und Steven Spielberg gegründet wird – und damit weicht zumindest das erste Staunen einem wissenden Grinsen. Hinzu kommt, dass Wim Wenders über das erste Album „Beautiful Freak“ stolpert und seitdem Fan ist.

 

„Beautiful Freak“ erscheint im August 1996, alle Lieder stammen aus der Feder von E, nur bei einigen Tracks lässt er sich zum Beispiel von den Produzenten Jon Brion und Mike Simpson fachlich beraten. Die Aufnahmesituation soll trist wie der Großteil des Albums sein, E lässt in einem kleinen Kellerraum aufnehmen, die Instrumente werden nacheinander eingespielt. Ein Frickler vor dem Herrn, bearbeitet er die Stücke ordentlich, stilistisch lässt sich das Ergebnis schwer einfangen. Beachtlich sind die Höhen, in die er seine Stimme zu schrauben vermag, während sein Gesang überwiegend von einem mürrischen Grundtenor bestimmt ist. „Novocaine For The Soul“ und „Susan´s Soul“ werden zu anständigen Charterfolgen, gerade in England erhält das Album beachtliche Resonanz. Nach vielen Auftritten 1996 und 1997 muss Tommy Walters erst einmal die Band verlassen.

 

Eels – Electro-Shock Blues

 

Das zweite Eels-Album wird von Schicksalsschlägen bestimmt, die E ereilen – und die ihn plötzlich alleine dastehen lassen. „Electro-Shock Blues“ erscheint im September 1998 und ist fürchterlich traurig. Simpson ist wieder dabei, ebenso Brion, die Wanderarbeiterin Lisa Germano macht mit, ferner Grant-Lee Phillips und T-Bone Burnett. Ein großartiges Fachpersonal hat sich da versammelt – und dementsprechend ist das Ergebnis. Für einige Monate übernimmt Adam Siegel (bekannt durch die großartigen Infectious Grooves) auf der Bühne den Bass.

 

Die Singles „Last Stop: This Town“ und „Cancer For The Cure” müssen willkürlich gewählt sein, die Lieder haben eine gleichmäßig hohe Qualität, alles ist traurig, das Ergebnis ist nichts für die Charts. Dafür sind eine wiederum recht hohe Platzierung in England und der Einstieg in die deutschen Charts beachtlich. Angeblich, weil ihm jemand zu stark in die stimmungsmäßige Ausrichtung zukünftiger Arbeiten quatscht, befreit sich E von sämtlichen Produzenten.

 

Eels – Daisies Of The Galaxy

 

Wenn man so will, kann man die Grundstimmung von „Daisies Of The Galaxy“ (Anfang 2000) als positiver bezeichnen. Und in der Tat finden sich einige beschwingte Elemente in einem, wenn man das abzieht, wiederum ziemlich elegischem Ding. Alles beim Alten, könnte man meinen, fände sich mit „I Like Birds“ nicht ein beinahe schon amüsantes Lied auf dem Album. Peter Buck von R.E.M. ist an der Arbeit im Studio beteiligt, etwas rätselhaft sind einmal mehr die Singleauskopplungen, „Mr. E´s Beautiful Blues“ ist ein wenig banal und „Flyswatter“ der extremste Moment der neuen Fröhlichkeit.

 

Eels – Souljacker

 

Mit „Souljacker“ gibt es dann bereits im September 2001 das nächste Album. Das beste Album. E arbeitet mit John Parish zusammen – und irgendwie gibt der seinem Kunden bei nahezu jedem Lied einen Tritt. In die richtige Richtung. Jeder einzelne Track ist ein Schatz, „Woman Driving, Man Sleeping“ ist der helle Wahnsinn. „Souljacker Part I“, ein erstaunlich aggressives Ding, wird zur einzigen Single des Albums. Das Video dazu dreht Wim Wenders.

 

Eels – Shootenanny!

 

2002 und 2003 bringt E zwei Soloalben auf den Markt, er arbeitet am Soundtrack zum Film „Levity“, der im Januar 2003 herauskommt und das neue Werk von Eels gibt es im Juni 2003. „Shootenanny!“ erscheint in einer ungeheuer produktiven Phase Everetts. Insgesamt ist das deutlich als Eels-Album erkennbar, allerdings sind die meisten Tracks ungewöhnlich glatt, die Aufnahmen sollen in einem richtigen Studio stattgefunden haben und mit 10 Tagen sehr rasch über die Bühne gegangen sein. Viele der Lieder sind in einem Take eingespielt – Butch Norton nimmt am Ende seinen Hut, um für Tracy Chapman zu arbeiten.

 

Eels – Blinking Lights And Other Revelations

 

Im April 2005 folgt das Doppelalbum „Blinking Lights And Other Revelations“. Wir steigen in die Phase des Altherrenrocks ein. Seit 1998 feilt E an einem Konzeptalbum, das das große Ganze, das eigene Leben, das Göttliche und den Rest irgendwie umfasst. Dementsprechend lang ist das Album, die Aufnahmen dazu sollen bereits 1998 begonnen haben, finden nun ihren Abschluss in einer Arbeit, aus der sich der Künstler schlecht rausreden kann. Tom Waits hat seinen Beitrag geleistet, ebenso John Sebastian (von The Lovin´ Spoonful) und Peter Buck natürlich. Der Zyklus ist eigentlich beendet.

 

Mit

„Meet The Eels – Essential Eels"

und „Useless Trinkets“ veröffentlicht E Anfang 2008 das, was zu erwarten ist. Das erste ist ein Best-of-Album, das einige der wichtigen Arbeiten, aber auch unveröffentlichte Tracks und eine Live-DVD enthält. „Useless Trinkets“ ist das, was übrig bleibt. 50 Tracks, zum Teil wunderbares Material, zu schade für irgendwelche Archive, wird über diesen Weg unter die Menschen gebracht, weil es zur Zeit der Entstehung meist nicht zu den anstehenden Alben gepasst hat – oder einfach für zu schlecht befunden worden ist. Wem die Verspieltheit, die Lust am Zocken, bei den Spätwerken von Eels vielleicht ein wenig gefehlt hat, kann hiermit glücklich werden.


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