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Eros Ramazzotti
Eros Ramazzotti Foto © by SonyBMG - Fabrizio Ferri

 Eros Ramazzotti 

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Eros Ramazotti ist mehr als einfach ein populärer italienischer Schmusesänger. Für die einen ist er der phänomenale Fixstern am Schmusehimmel, für die anderen eine dauerhafte Belästigung. Eine Belästigung, die über die Dominanz hinausgeht, mit der er inzwischen in der dritten Dekade das Bild des italienischen Popmusikers bestimmt.

 

Ramazzottis Pech (oder Glück?) ist, dass er offiziell keine der großen italienischen (bzw. deutschen italienischen) Epochen mitprägt, er gehört nicht in die 70er, zur Italodisco oder in die 60er, in denen sich unsere Ahnen alle gemeinsam danach sehnten, einmal in Rimini oder der blauen Grotte verführt zu werden. Daher verhalten sich viele Rezensenten ihm gegenüber nicht anständig devot. Eros Ramazzotti prägt (vielleicht noch mit Gianna Nannini) eine aus unserer Sicht wichtigere Phase, die der Toskanafraktionen, der maximalen Auslastung Deutschlands mit Eiscafés, die Zeit der italienischen Geheimtipps, in der nichts mehr Traum, alles möglich ist. Und die Krux mit Eros ist, dass diejenigen, die sich heute bitter über seine Musik beschweren, mit ihm einen ihrer schwachen Momente loswerden möchten; nicht anders ist zu erklären, warum einer wie der eigentlich kreuzbrave Roger Willemsen in der Zeit („Der Huhu-Macher“ 24.06.07) fragt: „Was macht diese Stimme, die klingt, als wollte sie einen Chihuahua deflorieren, so langlebig?“

 

Jeder, der Willemsens Stimme kennt, weiß, dass er einer der vielen deflorierten Chihuahuas ist. Um 1990 herum haben Volkswagen oft diese Kassettenschuber, die zwischen Fahrer- und Beifahrersitz klemmen, mindestens ein Steckplatz ist für die italienischen Momente reserviert … Und für die ist Eros nicht selten verantwortlich.

 

Eros Luciano Walter Ramazzotti Molina

 

Der Eros ist ein Kind Roms, kommt 1963 in Cinecittà auf die Welt. Der Vater ist ein Maler, der Sohn träumt von mehr. Cinecittà ist die Stadt des Films, im Faschismus errichtet, sind Geburtsort und Geburtsstunde von Eros und Italo-Western beinahe identisch. Die drei Sergios, Leone, Sollima und Corbucci, inszenieren bei Ramazzottis um die Ecke, vornehmlich jedoch entsteht hier recht erfolgreicher Schrott. Eros übernimmt manchmal Statistenrollen, darüber hinaus spielt er Fußball und will früh Sänger werden. Sein Vater hat dafür Verständnis, auch er hat sich einst als Sänger versucht und weiß, wie so etwas in der Regel endet.

 

Da Eros bereits an der Zulassungsprüfung des Konservatoriums scheitert, beginnt er eine Lehre als Buchhalter. 1981 nimmt er an einem inzwischen traditionellen italienischen Talentwettbewerb für junge Sänger im Kurort Castrocaro teil, dem Concorso Voci Nuove. Gegen den erfahrenen Zucchero hat er mit seiner Eigenkomposition „Rock 80“ das Nachsehen, immerhin erhält er seinen ersten Plattenvertrag bei einem kleinen Label namens DDD.

 

Mit seiner Mutter und seinem Bruder zieht Eros nach Mailand, in die Heimatstadt des Labels. Die erste Single, „Ad Un Amico“, floppt 1982. In San Remo nimmt er 1984 an dem ungleich bekannteren Musikfestival teil und gewinnt in der Kategorie Newcomer mit dem Titel „Terra Promessa“, diesmal nicht aus seiner Feder. Im offiziellen Wettbewerb holen sich Al Bano und Romina Power mit „Ci Sarà“ den Titel, den Eros zwei Jahre später mit „Adesso Tu“ gewinnt.

 

Das Debütalbum „Cuori Agitati“ setzt sich nicht durch, die Single „Una Storia Importante“ hingegen wird in weiten Teilen Europas gespielt. Man plant die die Karriere des jungen Musikers generalstabsmäßig. Ein Team, das zum Teil noch heute besteht, arbeitet an den Liedern, für die spanischsprachige Welt werden die Alben in der entsprechenden Sprache produziert.

 

Sein zweites Album „Nuovi Eroi“ wird 1986 Ramazzottis Durchbruch, das dritte (man produziert enorm schnell), „In Certi Momenti“ von 1987, erreicht immerhin den 17. Platz der BRD-Charts. Neun Monate tourt er mit seinem Programm, mehr als eine Million Menschen kommen zu seinen Konzerten, drei Millionen Exemplare des Albums werden abgesetzt.

 

1988 erscheint „Musica è“, ein merkwürdiges Ding zwischen Single und Longplayer, das nachhaltig wirkt. Für das nächste Projekt krallt sich Clive Davis, der Chef von Arista Records und einer der einflussreichsten Produzenten der letzten Jahrzehnte, den italienischen Star und lädt ihn ein, ein Konzert in der Radio City Music Hall in New York zu spielen.

 

Eros Ramazzotti - In Ogni Senso

 

Das Programm, mit dem Eros Ramazzotti in die 90er startet, heißt „In Ogni Senso“ und ist der Soundtrack für den Lieblingsitaliener. Hits wie „Amore Contro“, „Se Bastasse Una Canzone“, „Dolce Barbara“ und vor allem „Canzoni Lontane” wirken, als seien sie bereits viel länger Verpflichtung für die DJs der Lokalradios. 1991 kommen 20000 Menschen zu seinem Charity-Konzert in Barcelona, das in etliche Länder übertragen wird. Ein zweiter Platz in den deutschen Albumcharts ist seine bis hierhin beste Platzierung.

 

1993 wird „Tutte Storie“ auf den Markt geworfen, das Video zum ersten und besten Lied „Cose Della Vita“ dreht Spike Lee, Ramazzotti tourt durch Südamerika und unterschreibt 1994 bei der BMG, die Eros, alles, was gewesen ist und die Zukunft bezahlt. „Dove c´è Musica“ ist das nächste Album, das erste Nummer-eins-Album, „Stella Gemella“ und „Più Bella Cosa“ werden den ganzen Sommer hindurch gedudelt. Eros wird Vater, mit seiner späteren Ehe- und noch späteren Exehefrau bildet er bis heute das ideale Paar für den Boulevard, das uns mit Kuriosa füttert, wie sie sie die Welt noch nicht gehört hat.

 

Thematisch bleibt Ramazzotti zwischen beschwingter und todtrauriger Liebesballade hängen. Die Auszeit, die er sich nimmt, um bei der Familie zu sein, währt nicht lang, er etabliert sich in der Folge als Produzent, Songschreiber und Duettspezialist (Tina Turner, Joe Cocker). Das Lied mit Tina Turner ist als Kaufargument einem Best-Of-Album beigefügt. 2000 erscheint mit „Stilelibero“ die nächste Studioarbeit.

 

Im Mai 2003 erscheint „9“, ein weiteres Album. Die Ehe ist zerstört, irgendwie wirkt das Album aufgeräumter; der Meister verlässt allerdings nie seine grobe Linie. Auch jetzt folgt eine Welttournee, am Ende gibt es eine Live-DVD, auf der auch Ausschnitte eines Exklusivkonzertes für Schulkinder zu sehen ist. In derselben Zeit moderiert die Exfrau in Deutschland DSDS, eine Show, bei der Dieter Bohlen die Träume Jugendlicher zerstört; der Kampf um das Sorgerecht wird mit perfiden Mitteln geführt.

 

2005 erscheint „Calma Apparente“, das zehnte Album. Der Typ sieht immer besser aus, die Musik ändert sich wenig. 13 Balladen sind für die, die ihn lieben und die ihn auch hören wollen, wenn die restliche Welt aufstöhnt. Seinen Hörern kann er sich ganz sicher sein, und denen fällt auch auf, dass hinter der einzigartigen, dominanten Stimme des Sängers sehr wohl immer wieder Neues ausprobiert wird. Viele Streicher sind dieses Mal zugange, und man könnte mal einen Wettbewerb ausschreiben, bei dem die Teilnehmer einen Jeep oder so gewinnen können, wenn sie tippen, an welches Lied der gedacht hat, der den Anfang von „Non E´More“ geschrieben hat. Anastacia ist natürlich an „I Belong To You (Il Ritmo Della Passione)” beteiligt, stimmlich sind sie ein interessantes Paar, die beiden.


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