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Durcheinandergeworfen wird ja inzwischen alles. Cowboys singen Shantys, Opernsänger Nena, klassisch ausgebildete Geiger spielen Metal, Rapper Schlager, bayrische Bläser Techno, sizilianische Mafiosi Dub, im Grunde ist das Durcheinanderwerfen nicht mehr die Nachricht. Es kommt darauf an, dass es jemand geil macht. So wie Global Kryner.
Die Band aus Österreich hat sich 2002 gegründet, der Christof Spörk (Klarinette) und Sebastian Fuchsberger (u.a. Posaune und Sänger, aber auch Jodler beispielsweise) beschlossen, Musik, die sie mögen, also beispielsweise Jazz, Pop und Klassik so miteinander zu nutzen, dass ihre Wurzeln in der Volksmusik noch zu erkennen sind, was sie dann – logisch – zu Weltmusikern macht, aber das sindse ja alle.
Anton Sauprügl (Akkordeon) und Edi Köhldorfer (Gitarre) schlossen sich Global Kryner an, es folgte die studierte Jazzsängerin Sabine Stieger, im Laufe der Jahre kamen und gingen zahlreiche weitere Mitmusiker, sehr wichtig ist Fuchsbergers Abgang und die Aufnahme des Bassposaunisten Martin Temmel und des Trompeters Markus Pechmann 2008. Wir haben dann die Besetzung soweit.
Ein Schlagzeug fehlt Global Kryner, das ist sehr auffällig, es ist halt eine alpenländische Blaskapelle, die sich an berühmte Popmusik ranmacht und das so komplex umsetzt, dass es weder Volksmusik noch Popmusik zu nennen wäre. Oft wird das verarbeitete berühmte Poplied auch eher als wieder erkennbares Motiv genommen, das den Zuhörern im phantastischen Spiel immer wieder zum Vergnügen gereicht wird.
2004 wird das erste Album veröffentlicht, „Global.Kryner“ ist der Titel, das Y ist eine Jagdtrophäe, die Scham wird mit Instrumenten bedeckt (die Krainer sind gerne nackig) und die angebotenen Lieder reichen von „Hey Jude“ bis „Lady Marmalade“. Global Kryner kennen da nix. 40 Wochen hält sich das Werk im Alpenländle in den Charts, als dort im Jahr 2005 die Frage ansteht, wen man zum Eurovision Song Contest schicken wolle, bieten die Global Kryner „Y Así“ an und fahren nach Kiew. Im Halbfinale versteht man den Witz noch nicht, die Österreicher werden nachhause geschickt und die Deutschen hätten die Größe haben sollen, ihren bescheuerten Stammplatz weiterzureichen. Gracia, ey …
2005 gibt es „Krynologie“, ein lustiges Wort, Kynologie ist die Hunderassenlehre, „Eye Of The Tiger“ bis „Oops, I Did It Again“ ist das Themenspektrum, wo die einen Trennschärfe erwarten, wird sich in der Krynologie global vergnügt. Preise gibt es auch in jener Zeit, steht zumindest bei Wikipedia, das nächste Album heißt „Weg“, kommt 2007 und ist vor allen Dingen eins: besser!
Global Kryner stapft mutiger abseits der Pfade, sucht dort einen eigenen Klang, wo noch keiner gesucht hat und wird phänomenal, wenn mit mittelamerikanischen Feuer gespielt wird. Sehr cool ist auch „Global Kryner versus The Rounder Girls“, also mit einer ebenfalls aus Österreich stammenden und am ESC teilgenommen gehabt habenden Band, die viel Soul in die Zusammenarbeit trägt.
2001 gibt es dann das Album „Coverstories“. Rammstein und Herbert Grönemeyer geben freiwillig Klassiker zur Weiterverarbeitung, wie so was aussieht, kann man wunderbar am Video zu „Monsta“ (im Original von Culcha Candela) erleben. surftippsCD Reviews von Global Kryner findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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