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Interpol
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Interpol ist so eine Band, die man mögen muss. Sonst fühlt man sich schnell gestört, wenn man sie hört. Während die einen Hörer das Klangpaket als lustlos und aufgesetzt depressiv empfinden, ist es für andere hoch emotional. Während die einen abgestoßen eine studentisch verkopfte, darum oder trotzdem banale Gruppe mit Schülerbandcharakter zu erkennen glauben, schwören andere auf die Arrangements von Perfektionisten. Die Urteile fallen hart und unerbittlich aus.

 

Dabei ist der Name der Band – der Name einer internationalen Polizeiorganisation, die nichts außer einem Namen hat – ziemlich cool. Vielleicht ist Interpol was für Leute, die „Love Will Tear Us Apart“ wirklich für das schönste jemals gespielte Lied halten und kein Problem damit haben, dass wer sie an Joy Division erinnert. Und wenn man diese Referenzgröße heranzieht (wie tausendfach geschehen), dann stellt sich schnell heraus, dass Interpol eine Band von Pedanten sein muss.

 

Und von Studenten, das hört man sofort. Studenten, die sich ihre Referenzen bewusst gewählt haben. Nicht nur die Musik gehört dazu, die deutlich von traurigen Klassikern aus der Düsternis der 80er inspiriert ist, auch die Klamotten sehen aus, als hätte sich ein populärer Designer mit der Vorliebe für schwarzen Stoff, stark von einer Jugendmassenorganisation irgendwo in Mitteleuropa inspirieren lassen. Die Band zeigt sich betont introvertiert, die Nachdenklichkeit soll man ganz offensichtlich ihrer Körperhaltung ansehen können.

 

Das ist so viel Retro, das es schon wieder toll ist. Vor allem, weil die Band zu allem Überfluss aus New York kommt, und damit eben nicht aus Manchester, was die Sache schnell beschissen aussehen lassen würde. Mehr Smiths und Joy Divisions verträgt die Welt nämlich schlecht, das Zitat aus sicherer Entfernung bekommt eine Chance. Besonders schön an der Geschichte ist, dass Interpol schließlich in England groß herauskommt. Die Band macht es einfach genau so, wie es diejenigen gerne haben, die es gerade noch so ertragen, dass Anfang des neuen Jahrtausends plötzlich jede Menge Bands aus New York die Rockmusik zu retten versuchen. Ein kleiner New-York-Hype entsteht.

 

Interpol veröffentlicht einige EPs bei kleinen Labels und spielt früh bei John Peel vor, der Popmusik-DJ-Legende der BBC; Peel adelt Bands bis zu seinem Tod 2004 damit, dass sie ein paar Sachen von sich für ihn neu einspielen dürfen. Nach dem Tode Peels sind solche Peel-Sessions natürlich um einiges wertvoller. Diese ganzen kleinen EPs und Sessions sind natürlich was für die Musikberater und Sammler von nebenan: Findest du das zweite Album gut, dann wir dir das erste empfohlen; magst du das erste, dann solltest du erst einmal diese oder jene EP hören, auf der die Sache, die du gerade selbst als so toll beschrieben hast, noch viel besser klingt – noch nicht besonders alt, kann man sich in Interpol bereits vergraben. Und es macht Spaß. Und bei Saturn kann man nicht das gesamte Oeuvre kaufen.

 

Interpol wird 1998 von dem Schlagzeuger Greg Drudy und dem Gitarristen Daniel Kessler an der New Yorker Universität gegründet. Drudy steigt nach zwei Jahren aus dem Projekt aus, um den gebürtigen Londoner Kessler bildet sich die Formation aus Paul Banks, Sänger und Gitarrist, mit ebenfalls englischen Wurzeln, den Kessler bereits von einem Aufenthalt in Paris kennt, Carlos Dengler aus Queens, der sich für die Mitgliedschaft in der Band von der Gitarre auf den Bass umschult, und ab 2000 der Schlagzeuger Samuel Fogarino aus Philadelphia.

 

Interpol - Turn on the Bright Lights

 

Nach ersten Auftritten in den USA, einigen – zum Teil selbst veröffentlichten – EPs zwischen 1998 und 2001, auf denen immer wieder neue Versionen des Hits „PDA“ erscheinen, geht es Anfang des neuen Jahrtausends nach Großbritannien, wo sie die EP „Fukd ID“ auf Chemikal Underground in Glasgow veröffentlichen. Die Insel nimmt Interpol herzlich in Empfang, die Flüsterpost kündigt früh das nächste große Ding an.

 

Im Sommer 2002 erscheint das Debütalbum „Turn On The Bright Lights“ auf dem Label Matador. Selten ist ein Debütalbum so schlicht und schön gestaltet worden, schwarz dominiert das Cover, die Kleidung, die Haltung der Musiker. R.E.M. covert das wundervolle „N.Y.C.“. Das Album quillt nur so über von Meisterwerken, es ist ruhig, rockt jedoch, ist klar in seinen Formen, und doch irgendwie unstrukturiert, es erinnert einen irgendwie an die Vergangenheit, klingt dann doch wieder völlig neu, nach neuem England, ist jedoch aus New York. Die Rezensenten japsen nach geeigneten Vergleichen.

 

Interpol, „Say Hello To The Angels“, „Roland“ und „Leif Erikson“ werden durch die Radiostationen gereicht. 2003 erscheint die „Black EP“ bei der EMI, mit vier Aufnahmen aus den “Black Sessions” für Radio France. Verkehrte Welt. Wer sich gerade noch die Augen vom Genuss des Debütalbum trocknet, wird schon auf ein kleines, neues, bei einem Majorlabel erschienenes Schmuckstück verwiesen. Bedauerlich, dass ein Großteil der Radiosession nicht veröffentlicht wird.

 

Interpol - Antics

 

Ende 2004 kommt das zweite Album „Antics“ auf den Markt. Es ist besser und es verkauft sich auch häufiger als das Debüt. Irgendwie wirkt alles – trotz der weiterhin sagenhaft traurigen Stimme von Paul Banks – etwas lichter, es wird ein Tick mehr gerockt, und das tut dem Hörer gut. Gleich drei Singles schaffen es in England in die Top 40: „Slow Hands“, „Evil“ und „C´Mere“.

 

Interpol geht auf große Tour, spielt vor U2 und The Cure, die Band trägt ihren Teil zum Soundtrack der HBO-Serie „Six Feet Under“ bei. Die Lieder sind nicht einfach nach altbekannten Rockformeln konstruiert, fast jedes Stück besitzt an einem Punkt eine Pointe, an dem man es beim ersten Mal nicht erwartet, wonach man sich jedoch bereits beim zweiten Hören sehnt. Die Leadgitarre ist in ihrer Klarheit aus Tausenden herauszuhören, möchte man glauben.

 

Interpol - Our Love to Admire

 

Die Bandmitglieder nehmen sich im Anschluss an die eineinhalb Live-Jahre eine Auszeit, unterschreiben anschließend bei Capitol Records, begeben sich ins Studio und veröffentlichen im Sommer 2007 das dritte Album „Our Love To Admire“. Für alle, die es nicht aushalten können, gibt Interpol 2005 die „Interpol Remix EP“ heraus, die in England noch über Matador verkauft wird – und absolut kein Ersatz für das ist, worauf die Fans wirklich warten.

 

Interpol macht Babyschritte hin zu einer neuen Leichtigkeit, mit jedem Album scheinen sich die Kapillaren des Sängers Paul Banks zu öffnen, mit jedem Album wird die Geschichte ein winziges Stückchen heller, werden die Arrangements vielfältiger und ein Fitzelchen dynamischer. Das Album steigt in den USA direkt auf Platz vier der Billboard Charts ein, der Veröffentlichung geht eine immer ungeduldiger und größer werdende Internet-Fangemeinde voraus. Die ist mit „Our Love To Admire“ restlos beglückt. Auch die Kritiker kommen aus dem Schwärmen kaum heraus. Vielleicht liegt das daran, dass sich das Gerücht vom drohenden Bruch Interpols bis zum Release tapfer hält. Wieder stechen einzelne Tracks aus einer durch und durch runden Sache hervor. In erster Linie ist es jedoch „The Heinrich Maneuver“, die Vorab-Single, die den stärksten Eindruck hinterlässt.


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