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Jamiroquai
Jamiroquai Foto © by BMG

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Jamiroquai ist ein Musikerensemble, welches seine rasante Karriere in den 90ern startet und sich zwischen Funk, Jazz, Soul und Pop (Disco) ansiedeln lässt. So einfach ist das mit der Einordnung bei Jamiroquai irgendwie nicht. Heute ist es normal, wenn man sich aus den unterschiedlichsten Genres bedient und daraus sein individuelles Musikkonzept entwickelt und damit auch noch kommerziellen Erfolg hat. Jamiroquai sind zu ihrer Anfangszeit ein Ausnahmephänomen in einer Chartwelt, die von 2 Unlimited, Culture Beat und Take That geprägt wird. Denn es ist das Jahr 1993, in dem Jamiroquai drei Wochen lang mit „Emergency On Planet Earth“ Platz eins in den UK-Charts belegt. In Deutschland lässt ein Hitlistenerfolg dieses Kalibers noch ein bisschen auf sich warten: 1999 hält sich das Album „Synkronized drei Wochen auf dem ersten Rang der deutschen Charts.

 

Jamiroquai – eine gut behütete Band

 

Wenn es um Jamiroquai geht, kommt man an der Omnipräsenz des Sängers und Bandleaders Jason Cheetham (Kay), genannt Jay Kay, nicht vorbei. Man kann sogar behaupten, in der öffentlichen Wahrnehmung ist Jay Kay Jamiroquai. Der kleine Mann, der Lebensstil und Musik zu verbinden scheint, ist das Aushängeschild der Gruppe. Seine Stimme, seine Art zu tanzen und seine ausgefallene Vorliebe für Hüte, heben ihn aus der großen Musiker-Combo hervor. Die komplette Vermarktung von Jamiroquai funktioniert über Jay Kay. Schon auf dem Cover des ersten Albums „Emergency On Planet Earth“ sieht man ein kleines gezeichnetes Männchen mit Büffelhut, eine Karikatur des Fellmützen tragenden Kay. Der „Buffalo Man“ wird fortan das Symbol der Band werden.

 

Der 1969 in Stretford geborene Jay Kay blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück und sein Image ist bis heute durch Widersprüche geprägt. Der Sohn der Jazz-Sängerin Keren Kay wächst von Geburt an mit Musik auf. Nachdem er in der Jugend ein paar Monate in Thailand mit seinem Stiefvater verbringt, schlägt er sich auf der Strasse durch. Eine Bewerbung um einen Platz bei den „Brand New Heavies“ wird abgelehnt. In den späten 80er Jahren startet er den Versuch, eine eigene Band aufzubauen, der er den Namen Jamiroquai gibt. Zum Kern der Truppe gehören neben Jay Kay Stuart Zender (Bass), Toby Smith (Keyboards), Nick van Gelder (Schlagzeug) und Wallis Buchanan (Didgeridoo). Die relativ große Anzahl verschiedener Musiker (oft 10 bis 12 Leute) im Studio und auf der Konzertbühne gehört von Beginn an zum Jamiroquai-Erlebnis. Heute bilden Jay Kay, Derrick McKenzie (Drums), Bob Harris (E-Guitarre), Sola Akingbola (Percussions), Matt Johnson (Keyboard) und Paul Turner (Bass) die Grundformation der Band.

 

Jamiroquai – Rettet die (Pop)Welt

 

Jamiroquai ist von Beginn an nicht nur Musik sondern auch Bewegung. Mit der ersten Platte beschwören die Musiker den Aufstand („Revolution 1993“) im Zeichen der Umwelt („When You Gonna Learn“) und des Weltfriedens („Too .Young To Die“). Der Didgeridoo-Sound soll laut Booklet die Solidarität mit den australischen Ureinwohnern bekunden. Auch das zweite Album „Return Of The Space Cowboy“ (1994) dreht sich größten Teils – man darf die Liebe ja nicht vergessen – um die Höhen und Tiefen des Drogenkonsums. Von den einen wird es als Cannabishymne angesehen („Space Cowboy“) andere heben die kritische Betrachtung des Thema Drogen („Just Another Story“) hervor.

Naturverbundenheit und politisches Bewusstsein rufen eine Menge unterschiedlicher Fans auf den Plan. Jamiroquai hört man ebenso aus den Boxen Skateboards fahrender Jungs auf der Straße wie auf Partys umweltbewusster Studenten. Die Botschaft und der Lebensstil von Jay Kay, von schnellen Autos und exzessivem Partyleben geprägt, lässt so manchen Fan an der Glaubwürdigkeit der Jamiroquai-Philosophie zweifeln. Irgendwie ist das jedoch auch sympathisch. Ein moralischer und braver Musiker ist langweilig. Jay Kays Hedonismus-Prinzip, sein Ausleben vieler weltlicher Genüsse, lässt darauf hoffen, dass das Leben manchmal eben auch ein einziger Kindergeburtstag sein kann („Seven Days In Sunny June“).

 

Jamiroquai wird gemeinhin als Acid-Jazz-Band bezeichnet. Die Single „When You Gonna Learn“ wurde schon 1992 von dem englischen Independent-Label Acid-Jazz veröffentlicht. Erst ein Jahr später nimmt Sony BMG Jamiroquai unter Vertrag und der Grundstein für den kommerziellen Erfolg ist gelegt und soll sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzten. In der Mischung aus alternativer Musik, mit freiheitlichem Drang und gleichzeitiger discokompatibler Vermarktung wird Jamiroquai Sinnbild einer Popkultur, in der Konsum, Mainstream und politisches Statement sich nicht ausschließen. Die Band bringt so Ethno mit Elektro und zusammen und vereint Jazz mit Disco.

 

Jay Kays Stimme, der Wechsel zwischen melodischen, oft orchestralen Passagen und Hip-Hop-Elementen, machen Jamiroquai zu einer Band, die stilistisch hervorsticht und eine wohltuende Note im Radiogedudel ausmacht.

 

Jamiroquai – Stillstand oder Weiterreise?

 

Der konsequente Stil, welcher sich durch alle bisher erschienenen Alben durchzieht, birgt auch die Gefahr der Langweile. Viele haben Platten von Jamiroquai. Aber wer hat alle? Da muss man schon ein hartgesottener Fan sein.

 

Die Band, die immer mit der Underground-Szene in Verbindung gebracht wird, lässt vermutlich schon bei „Travelling Without Moving“ (1997) den einen oder anderen Fan zurück. Ab jetzt rückt die Band endgültig in den Mainstream vor. Sie tritt auch in Deutschland nicht mehr auf kleinen Festivals auf, sondern füllt große Konzerthallen. Heute würde man wahrscheinlich von „Cosmic Girl“ genervt sein, ein Titel, der als obligatorischer Klingelton aufgehübschter Teenies ziemlich gut funktioniert hätte. Jamiroquai wird ab der dritten CD fröhlicher – weniger Politik (nie ohne), mehr Disco. Vielleicht wird aber auch der Sound einfach kraftvoller. Mit den Singleauskoppelungen „Cosmic Girl“ und „Virtual Insanity“ schafft das Ensemble auch den Durchbruch auf dem US-Markt. „Travelling Without Moving“ beschert ihm sogar einen Grammy. Verschiedene Nominierungen und Preise der Musikbranche folgen.

 

Mit „Synkronized“ (1999) und „A Funk Odyssey“ (2001) wird die Disco- und Elektrolinie weiter verfolgt. Houseelmente und viel Bass treten hier immer mehr in den Vordergrund, dabei wird jedoch der charakteristische Jamiroquai-Sound nie überdeckt, sondern auf anderer Ebene arrangiert. Auch Hitsingels fehlen nicht. So trägt Jay Kay mit „Deeper Underground“ seinen Teil zum Hollywood-Blockbuster Godzilla bei und beweist, dass er immer noch einer von den harten Jungs ist. Die Odyssee hält sich in den deutschen Charts lange Zeit unter den Top 10. Mit dem 2005 erschienene Album „Dynamite“ setzen Jamiroquai ihre Linie fort: auch hier dominiert der spezielle Disco- Funk- und Elektro-Sound. Als hoch explosiv, weil neu, kann man die Platte deshalb nicht bezeichnen. Der Klang der letzten Jahre ist deutlich erkennbar und prescht nicht nach vorne, geschweige denn in eine andere Richtung. Aber immer sind dabei Profis am Werk, die ihr Handwerk verstehen – und wie gesagt, man muss nicht alle Scheiben von Jamiroquai im Regal stehen haben. Den Groove haben die Musiker allemal.

Jamiroquai beenden vorerst ihre Reise als Band mit einer Singlekompilation (2006) aller bisherigen Hits und ein paar neuen Songs, die pünktlich zur winterlichen Zeit auf den Markt kommt. Es werden Gerüchte laut, dass es so bald keine neue Platte geben wird und die Herren sich klammheimlich in den Ruhestand aufmachen wollen. Schaut man etwas genauer hin, tummelt sich die Band in letzter Zeit gerne mal auf privaten Veranstaltungen als Promotion-Act – z.B. in Moskau für den neuen Audi A 4. Außerdem wird verkündet, dass sich die Musikertruppe derzeit schon wieder im Studio befindet, um an einem neuen Album zu arbeiten. Also ist es wohl noch nicht Zeit für die Rente und Fans können sich auf einen neuen Funkangriff aus dem Jamiroquai-All freuen.


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