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Jason Mraz
Jason Mraz Foto © by Warner Music

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Eigentlich ist es ja ganz schön, dass die neuen, jungen Musiker mehrheitlich vor Gesundheit strotzende, der Natur entrissene Singer/Songwriter sind … aber müssen die Labels dieses Bild derart kaputt reiten? Es gibt inzwischen eine Menge Jack Johnsons, Jason Mraz ist die Version der Elektra-Atlantic-Warner-Geschäftslinie. Akustikgitarren-Bodenständigkeit, Straßenpflaster, Kiesstrände, Farn- und Laubbaumbestände – natürlich hat Jason Mraz eine eigene Geschichte, er hat sich seinen Status erkämpft, er ist ein Myspace-Star, geht wesentlich beschwingter vor als viele seiner Kollegen, trägt gerne dick auf und „We Sing. We Dance. We Steel Things.“, das Album, mit dem er im Sommer 2008 auch bei uns aufschlägt, ist eine verspielte, absolut gelungene Angelegenheit.

 

Kein Aber. Jason Mraz, Jahrgang 1977, kommt aus Mechanicsville im Hanover County, Virginia, nach dem High-School-Abschluss zieht er ein wenig ziellos umher, beginnt ein Studium in Virginia, gibt es auf, zieht an The American Musical and Dramatic Academy in New York, gibt das ebenfalls rasch auf, zieht in den Westen, nach San Diego, nach Kalifornien, wo Sänger wie er einfach hingehören. Musikalisch testet er sich und seine Arbeiten bereits eine Weile in Coffee-Shops, in seiner neuen Heimat gewinnt er zwischen 2002 und 2004 den städtischen Musikerpreis als Künstler des Jahres.

 

2002 hat er seinen Vertrag bei Elektra Records, nach einigen Singles und EPs wird im Oktober 2002 das Debütalbum „Waiting For My Rocket To Come“ veröffentlicht, John Alagía steht Jason Mraz zur Seite, der Produzent hat bereits mit den Ben Folds Five und der Dave Matthews Band Erfolge gefeiert, Songschreiberunterstützung erhält er unter anderem von The Matrix, die Single, die von dem Produzententeam geschrieben wird, „The Remedy (I Won\'t Worry)“, wird im April 2003 zum ersten Charterfolg für Jason Mraz in den USA. Es ist eben noch kaum ein Songeschreiber vom Himmel, erst recht nicht vom Himmel in den Schoß eines Majorlabels gefallen. Billy Bushwalla” Galewood, ein alter Freund aus New York, beteiligt sich ebenfalls am Entstehungsprozess verschiedener Songs.

 

Jason Mraz covert Modern Englishs „I Melt With You“ 2004 für den Soundtrack zu „50 erste Dates” (Drew Barrymore und Adam Sandler). Für die Qualität des Debüts spricht, dass es sich bis 2005 beständig verkauft, die Popularität des Sängers wächst mit den Singles, im Sommer-Tour 2005 eröffnet Jason Mraz für Alanis Morissette. Zeitgleich legt er sein zweites Album vor, „Mr. A-Z“ wird diesmal von Steve Lillywhite produziert, einer Legende aus England, die bereits seit den frühen 70ern tätig ist und eine Vielzahl großer Karrieren angeschoben hat (U2s und die Solokarriere Peter Gabriels zum Beispiel). Das Album steigt direkt auf dem fünften Platz der Billboard-Charts ein, im selben Jahr verewigt sich Jason Mraz, auf einem Queen-Tribute-Sampler, auf einem Bob-Dylan-Tribute-Sampler, auf einem NBC-Weihnachts-Sampler, er arbeitet mit der Virgin-Singer/Songwriterin Tristan Prettyman und mit Raul Midón.

 

Ein gutes Jahr, das mit einer Grammy-Nominierung endet, in San Diego schmeißt man dem Quasi-Sohn der Stadt die Awards hinterher, mit Prettyman führt er einige Monate eine Beziehung, die beiden schreiben ein Weihnachtslied – und das sollte ebenfalls nicht unterschlagen werden: fünf Termine der Rolling-Stones-Welttournee werden von Jason Mraz eröffnet. 2006 tritt er viel live auf, hat einige Konzerte außerhalb der USA, veröffentlicht im Dezember ein Live-Download-Album, 2007 schließlich „The Beauty In Ugly“ für die ABC-Serie „Alles Betty!“, die im deutschsprachigen Raum regelmäßig aufgrund schlechter Quoten abgesetzt wird. Die Single „Geek In The Pink“ von 2005 wird im Laufe des Jahres mehrfach aggressiv von Fernsehzuschauern heruntergeladen, nachdem es von populären Castingshowteilnehmern in den USA und Kanada vor den jeweiligen Jurys vorgetragen wird.

 

Jason Mraz – We Sing. We Dance. We Steal Things.

 

Für We Sing. We Dance. We Steal Things.” bucht Jason Mraz Martin Terefe, einen hochinteressanten Mann aus Stockholm, eigentlich mehr ein Weltbürger – und mit dem schafft er den internationalen Durchbruch. Das Album selbst wird im Sommer 2008 veröffentlicht, es ist die Single „I´m Yours“, die seit dem Mai bereits auf dem europäischen Markt ist, die in verschiedenen Ländern für Top-10-Plätze sorgt, Colbie Caillat und James Morrison sind als Duettpartner auf dem Album zu hören.


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