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Justin Timberlake
Justin Timberlake Foto © by Terry RichardsonJive Records

 Justin Timberlake 

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Als der heutige Sexgott Justin Timberlake ein kleiner Junge war, spielte er noch mit Britney und Christina im Disney-Sandkasten und bespaßte Amerikas Kinder. Wie kommt es dazu, dass das damalige Milchgesicht mit den Goldlöckchen heute die Hitlisten jeglicher Kategorien anführt? Ist es so einfach: Kauf dir einen Rasierer und triff dich mit den richtigen Leuten, von denen einer in der Regel Timbaland heißt?

 

Justin Timberlake - Das Engelchen

 

Am 31 Januar 1981 ist es nur Lynn Harless und dem Krankenhauspersonal in Millignton (Memphis, Tennessee) vergönnt, das grelle Stimmchen von Justin Randall Timberlake zu hören, welches später das ein oder andere Mädchen in Ohnmacht versetzen soll.

Der kleine Curly, wie Justin Timberlake er liebevoll genannt wird, zeigt schon früh Showambitionen, was nicht letztlich auch an seiner Mutter liegt, die als Musikmanagerin seine Karriere vorantreibt Ihr hat er seinen ersten Fernsehauftritt bei Star-Search zu verdanken und sie sichert Justin Timberlak einen Platz bei N’Sync. Die Kindheit von Justin Timberlake ist geradezu perfekt für die Produktion eines Stars. Hier ist der amerikanische Traum, der durch Disziplin, Zielstrebigkeit und Talent wahr werden kann. Und Justin Timberlake passt so gut zu Amerika. Er genießt eine christliche Erziehung: sein Großvater war baptistischer Pfarrer. Dennoch muss er mit den widrigen Verhältnissen der modernen Zeit und Schicksalsschlägen auskommen: Seine Eltern trennen sich und seine Halbschwester Lisa stirbt kurz nach seiner Geburt. Trotz allem wird Mamas Engelchen zu einem der bekanntesten Stars der Musikbranche.

 

Casting-Mania und das perfekte Produkt:

 

Das Casting, das, was heute allzu gern als einzige Möglichkeit verkauft wird, wirklich wer zu werden, gehörte für Justin Timberlake schon sehr früh zum Lebensalltag. So dudelt er mit 12 Jahren in der Castingshow Star Search Countrysongs und kann sich als Moderator beim Mickey-Mouse- Club gegen eine Vielzahl von Bewerbern durchsetzen. Gemeinhin wird diese Zeit als Justin Timberlakes Karrierestart bezeichnet. Die Mäuseschmiede scheint, mindestens für eine gewisse Zeit, Amerikas Produktionsstätte für Teeniestars zu sein, da hier auch Britney Spears, Christina Aguilera oder auch Jessica Simpson ihre ersten Gehversuche im Showbusiness wagen. Letztlich zeigt sich hier die Verbissenheit von Eltern und Produzenten aus einem kleinen Pupser einen Star machen zu wollen und die Fans von klein auf schon direkt mit heran zu ziehen. Das Rezept ist eine Mischung aus Disziplin, ehrgeizigen Eltern und nicht zuletzt auch wohl Talent. Denn der kleine nette Junge Justin Timberlake von Nebenan sollte bald zu einem der beliebtesten Teeniestars der 90er Jahre gehören.

Der musikalische Erfolg beginnt für Justin Timberlake mit der von Lou Perlman gecasteten Boyband N`Sync. Den Durchbruch schaffen N`Sync 1996 mit „I want you Back“ in Deutschland, den sie zwei Jahre später in den USA fortsetzen können. Man sollte sich doch einmal fragen, wieso diese Masse von Boygroups, die sich im Grunde alle gleich anhören, ausgerechnet in Deutschland so viel Erfolg hat. Aber hier soll es ja nicht um die Beziehung von Nationalität und Geschmack gehen, über den es sich bekanntlich ja nicht streiten lässt. Sieben Jahre sollte Justin Timberlake nun Frontman der Gruppe sein, die bis heute mehr als dreißig Millionen Platten verkauft hat.

 

Justin Timberlake - Der harte Junge: Der Rebell

 

Die Solokarriere von Justin Timberlake beginnt im Jahre 2002 mit dem Album „Justified“. Wen das helle Stimmchen Justin Timberlakes schon bei N`Sync nervte, der findet in diesem Album keine Erlösung. Auch auf Liebeslieder, („Still on my brain“) muss der frühere Fan nicht verzichten.

Gleichzeitig finden sich hier jedoch erste Hinweise auf die zukünftige Richtung, die Justin Timberlake einschlagen wird. „Cry me a river“ lässt beispielsweise Neues vermuten und ist der Anfang einer viel versprechenden Verbindung mit Timbaland. Trotz aller Kommerzialität und einer ausgeklügelten Marketingstrategie, aus dem glatten Boygroup-Leader einen harten Jungen zu machen, mussten auch die härtesten Kritiker in die Knie gehen. Die feuilletonistischen Bestrebungen, nur das für gut zu halten, was abseits des Mainstreams produziert wird, lösen sich bei Justin Timberlake allmählich in Wohlgefallen auf. Die endgültige Anerkennung als kreativer Popmusiker bekommt Justin Timberlake durch seine letzte Platte „FutureSex/LoveSounds“. Justin Timberlake wird zur absoluten Verköperung des Mainstreams. Die Spex hält für ihn die Titelstory bereit und gleichzeitig loben Blätter wie DieWelt unser ehemaliges Goldlöckchen (jetzt rasiert) in den Himmel.

Die Sphäre der kreischenden Teenies, der jungfräulichen Beziehungen und Statements wird abgelöst von Sex, Drugs and HipHop. So umgibt sich Justin Timberlake nicht mehr mit Britney und Co und lässt den treuen Freund heraushängen, sondern wechselt jetzt in regelmäßigen Abständen die Partnerinnen und umgibt sich mit Leuten aus der HipHop-Szene. Diese Kollegen tun ihm allem Anschein nach gut. Denn Projekte mit will.i.am von den Black Eyed Peas oder Nelly Furtado bringen Justin Timberlake einen Stammplatz in den Charts ein, den er nun nicht mehr nur zahnbespangten Mädels zu verdanken hat. So wird Justin Timberlake laut Welt zum Retter der Soul-Musik stilisiert und die alten Witzeleien und Spöttereien bleiben in den dunklen Pressearchiven unter „vergessen und erledigt“ vergraben..

 

Rechtfertigungen und Zukunftsmusik

 

Die Titel der Platten („Justified“ und „FutureSex/LoveSounds“) verbinden geschickt die Reflexion Justin Timberlakes früherer Karriere mit einem zukunftsweisenden Versprechen auf Neues.

„Justified“ ist seine erste Platte nach der Boygroup-Phase. So wird der Hörer zuerst einmal langsam an den neuen Justin herangeführt. Ohne Liebeslieder funktioniert bei Justin Timberlake gar nichts. Man kann schmachtend, die alten Zeiten betrauernd, in eine neue Zukunft blicken, welche so viel schöner und bunter ist. Trotz des Titels ist „Justified“ keine Abrechnung mit den frühen Jahren. Rein textlich bleibt er sogar noch mit einem Bein in der Vergangenheit verhaftet. Oder sollen wir „Never again“ als Ansage an die restliche N`Sync -Crew verstehen? Musikalisch lässt sich jedoch schon eine neue Richtung erkennen, die sich nicht auf schnulzige Stückchen reduzieren lässt. Timberlake arbeitet mit Blues-, Soul-, und Latino-Rhythmen, die im Ensemble eine durchaus hörbare Scheibe ergeben.

Nicht nur Justin Timberlake ist härter geworden, sondern auch sein Beat. Dies stellt er mit „FutureSex/LoveSounds“ unter Beweis. Spätestens nach der Veröffentlichung von „SexyBack“ horchen die Kritiker auf. Dies ist ein professionell gemixter Elektrobeat-Soul-Sound, der die meist Tracks der Platte beherrscht. Bei der darauf folgenden Singelauskopplung „My Love“ demonstriert Justin Timberlake zusammen mit dem Rapper T.I., dass er Hits produzieren kann, die Spaß machen und die – trotz des Massenerfolgs- musikalisch auf dem Niveau richtig guter Popmusik sind. Vielleicht liegt es an seiner Disziplin, an seiner Erfahrung, am Talent oder letztlich an dem Gespür, mit den richtigen Leuten zu arbeiten. Zumindest ist dieses Crossover der modernen Genres, die Mischung und der Umgang mit R\'n\'B, Elektrosounds, deftigen Beats und seinem hellen Stimmchen zukunftsweisend, was den anspruchsvolleren Popmainstram angeht. „FutureSex/LoveSound“ legt man ein, um eine gute Autofahrt zu haben oder einfach abzutanzen. Das oft propagierte Genie des Justin Timberlake gilt es jedoch noch zu beweisen. Denn das Produkt ist immer noch als Produkt erkennbar - er arbeitet hart an seinem Image als böser Bube. So finden wir momentan Herrn Justin Timberlake in den Spalten jeglicher Klatschpresse und alles, was er derzeit produziert oder verkörpert, scheint unter dem Motto „sexy“ zu stehen. Wie so viele seiner Kollegen entwirft er natürlich eine eigene Modekollektion („Street Sexy“). In „Alpha Dog“ von Nick Cassavetes spielt er die Rolle eines kleinen Ganoven im Milieu reicher verwöhnter kalifornischer Kinder. Hiermit findet das Castingmärchen seine Verkörperung in Justin Timberlake. Aus Mamas Engelchen kann auch ein böser Junge werden, der auch noch wirklich was drauf hat.

 

Die letzten Meldungen lassen verlauten, dass Justin Timberlake nun der Förderer von Britney Spears wird, indem er zusammen mit Timbaland ihr Comeback organisiert. Und so schließt sich der Kreis: Kauf dir einen Rasierer und triff dich mit den richtigen Leuten. Es bestehen derzeit arge Bedenken, dass diese Strategie auch bei Britney funktioniert.


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