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Kaiser Chiefs
Kaiser Chiefs Foto © by Universal Music Group

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… und noch eine englische Rockband, die angetreten ist, die allerallerbeste zu sein: die Kaiser Chiefs. Noch eine schlechte Version von Blur (aus der Sicht Liam Gallaghers). Noch ein nächstes, ganz großes Ding (zu Beginn) und eine etablierte Größe (nach einigen Monaten), „I Predict A Riot“ macht 2005 in den einschlägigen Radioprogrammen auf der Insel geschätzte fünf Prozent der Substanz aus; wie sich das für einen ordentlichen Hype aus England gehört, haben die Musiker eine gigantische, als Selbstbewusstsein missverstandene Überheblichkeit an sich, die sie brauchen, um nicht vollkommen langweilig und nichtssagend zu sein – vielleicht – die allerdings ganz sicher notwendig ist, um vernünftig auf die elenden Vergleiche eingehen zu können, die zwangsläufig aufgestellt werden, weil es so viele englischsprachige, englisch klingende Gitarrengruppen aus England gibt, die sich gut anhören.

 

Schön ist an den Kaiser Chiefs, wie rasch sich ihre Arbeiten in die Popkultur vergraben, wie fest verankert sie sind, weil sie covern, gecovert werden (Lily Allen macht beispielsweise „Oh My God“ besser, obwohl sie nicht richtig gut singen kann) und DJs ihre Lieder fleißig verwursten.

 

Die Kaiser Chiefs gehen auf eine Schülerband zurück, drei der fünf Musiker besuchen gemeinsam die St. Mary´s School in Menston, einem Kaff nordwestlich von Leeds. Nick Hodgson, der Schlagzeuger und Chef-Songschreiber der Band kommt daher, ebenso Nick „Peanut“ Baines, der Keyboarder und Simon Rix, der Bassist. Nach der Schulzeit besuchen Rix und Baines die Universität von Leeds und lernen den Gitarristen Andrew „Whitey“ White und Rick Wilson kennen, der in einer Rolling Stones Cover-Band singt.

 

Gemeinsam gründen sie Parva, eine Band, die noch mit zwei Gitarristen arbeitet und eine etwas härtere Gangart einschlägt als später die Kaiser Chiefs. Drei Jahre spielt die Formation zusammen, erarbeitet sich eigenes Material, einen eigenen Stil, erhält ein Vertragsversprechen bei einem kleinen Label und verliert es wieder. Die Jungs entschließen sich zu einem Neuanfang, die Kaiser Chiefs werden gegründet, inspiriert von Lucas Radebe, einem südafrikanischen Fußballer, der von den Kaizer Chiefs zu Leeds United wechselt, sich dort bis 2005 in die Herzen der Fans spielt und zwischen 2000 und 2002 eine (für Fußballer) entsetzliche, von Verletzungen verursachte Leidenszeit durchmacht.

 

Kaiser Chiefs – Employment

 

Als Kaiser Chiefs fluppt es für die Musiker dann. „Oh My God“, eine Single, die ganz klassisch im Schlafzimmer (von Hodgson) eingespielt wird, steht plötzlich auf Platz 66 in den englischen Charts, B-Unique, ein Label aus London, krallt sich die Kaiser Chiefs, im November 2004 erscheint „I Predict A Riot“, ein Liedchen, das die Charts mehr als vierzig Plätze weiter hoch klimmt.

 

Die Kaiser Chiefs scheuen nicht davor zurück, auch mal sha-la-la-la-la zu singen, arbeiten hochmelodiös, entstammen deutlich der Britpop-Schule und reihen eine Mitsing-Liedchen an das nächste: wie eine viel zu große Welle wächst die Band allmählich im Laufe des jungen Jahres 2005, tourt mit Bloc Party, B-Unique bringt „Oh My God“ ein weiteres Mal heraus, diesmal für die Top 10, im März, etwa zur gleichen Zeit, erscheint das Debütalbum „Employment“.

 

Als Produzenten hat man Stephen Street und Stephen Harris gewonnen, Street ist eine englische Legende, die in den frühen 80ern mit Reggae-Legenden arbeitet, später mit The Smiths (gegen die man überhaupt nichts sagen kann) und Blur (gegen die nur die Gallaghers etwas haben), erarbeitet nicht nur mit diesen Bands die jeweiligen Durchbrüche, sondern auch noch mit The Cranberries (die man nicht unbedingt mögen muss) und schließlich mit den Kaiser Chiefs, die sich damit in eine mehr als beeindruckende Reihe von Legenden der Inselwelt stellen.

 

Harris, ein wenig jünger, hat eine zumindest ebenso interessante Liste von Gruppen auf seiner Liste, die Dave Matthews Band etwa oder Kula Shakur, auch der komische, junge Ben Kweller ist dabei. Man backt keine kleinen Brötchen, immerhin hat Universal angeklopft. Jeder darf „Employment“ von den Kaiser Chiefs für zu glatt, zu mädchenrocklastig oder zu wenig stringent halten, dafür muss man dem Album attestieren, dass es (was eine Chartperspektive oder das Potential jedes einzelnen Liedes angeht, live große Kraft zu entfalten) keinen Ausfall hat.

 

Die Rezensenten brechen sich fast die Griffel dabei, die Abweichungen vom „klassischen“ Britpop irgendwie in Worte zu fassen, 80s Art-Punk versucht es einer, das wundervolle wie nicht zum Rest passende „What Did I Ever Give You?“ mag als Hinweis darauf dienen, dass es einfach nicht geht, wenn irgendwas, was nach Fernsehklamotte und italienischem Schlager klingt, auf einem Britpop (inspirierten und produzierten) Album landet, das an der nächsten Ecke mit New-Wave-Reminiszenzen aufwartet.

 

„Everyday I Love You Less And Less“ ist im Mai 2005 bereits die nächste Single, wieder ein Ohrwurm, wieder etwas zum Mitsingen, erneut ein Moment, an dem man sich an irgendetwas erinnert fühlt und den Gedanken daran rasch wieder verwirft. „I Predict A Riot“ wird erneut herausgebracht und ist die dritte Kaiser Chiefs-Single in Folge, die direkt in den Top 10 landet.

 

Kaiser Chiefs – Yours Truly, Angry Mob

 

Anfang 2007 erscheint das zweite Album „Yours Truly, Angry Mob“, der Durchbruch der Kaiser Chiefs in Festlandeuropa (zumindest im deutschsprachigen Raum). Darauf ist das Album angelegt, die Besetzung bleibt dieselbe, die Musik wirkt kompakter, bleibt eine Ansammlung von Hits, die irgendwie jeder mögen kann, anbiedernd und zum Schwofen ist, mit „Ruby“ (Ruby Ruby Ruby) fahren die Kaiser Chiefs ihren ersten ganz großen Hit ein.

 

Der Rest, also Lieder wie „The Angry Mob“, „Everything Is Average” und „Love´s Not A Competition (But I´m Winning)” werden nicht mehr ganz so hoch gehandelt, verlieren rasch ihren Reiz und sind unterm Strich total langweilig. Noch für 2008 ist ein neues Album angekündigt, vielleicht erfinden sich die Kaiser Chiefs ja neu …


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