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Die beste Band Norwegens, vielleicht Skandinaviens, sicher sogar der ganzen Welt heißt Kaizers Orchestra. Der Chef heißt Janove, echt wahr, singt in seiner Sprache und sorgt dafür, dass seine zahllosen Verehrer in ganz Europa seit Anfang des Jahrtausends Fleißkärtchen im Übersetzen norwegischer Texte sammeln.
Dabei werden sie belohnt, vom jauchzenden Janove Ottesen persönlich, der hat nämlich einen phänomenalen Humor, der sich schon in seinen Frühwerken über sympathische Fische und fröhliche Tunnel in den 90ern zeigt. Nach Studien-, Ausbildungs- und Bandgründungsjahren wird Kaizers Orchestra im Jahr 2000 ins Leben gerufen.
Die Orchestersache wird von Anfang an ernst genommen. Es gibt Harmoniums, Ölfässer und Kontrabässe, Kaizers Orchestra ist dabei glasklar eine Rockformation, nach ersten Konzerten, Festivals, EPs, einer Aufstockung auf sechs Norweger erscheint 2001 das Debütalbum „Ompa til du dør“. Die Band hat sich verschiedentlich von Kunst des Balkans inspirieren lassen, schaut sich manches klug was bei Tom Waits ab und macht, was eine gute Band immer machen sollte: sie erzählt Geschichten, manchmal biegen sich die Balken.
Die erste Auflage des Albums ist so schnell verkauft, dass eines der Exemplare heute eine begehrte Rarität ist. Während mehr als 100.000 norwegische Haushalte das Debütwerk in ihre Wohnzimmervitrinen stellen, beginnt sich Kaizers Orchestras Ruf über Dänemark, Holland und dann darüber hinaus zu verbreiten – und die Band tourt fleißig.
„Evig Pint“ erscheint 2003, Herr Kaizer versucht sich düsterer, beginnt auch deutsche Festivals abzuklappern, Universal nimmt die Formation unter Vertrag. 2005 gibt es dann „Maestro“, ein Irrsinnswerk, in vielen Ländern Europas zeitgleich. Mehr als ein Jahr wird damit getourt und während man schon glaubte, dass da die nächste richtige Stadionband heranwächst, zieht diese selbst die Handbremse, versucht weniger und wenn dann kleinere, ungewöhnlichere Locations zu bespielen.
„Maskineri“ im Jahr 2008 ist dann eine richtig internationale Produktion, mit „Våre demoner“ erscheint im Jahr darauf eine Retrospektive neu eingespielter alter Demos, bevor es an das geht, was man später vielleicht einmal Opus Magnum von Kaizers Orchestra nennen wird. „Violeta Violeta“ erscheint 2011 und 2012 in drei Teilen mit zahlreichen außergewöhnlichen Gastmusikern. surftippsCD Reviews von Kaizers Orchestra findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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