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Endlich mal wieder ein richtige Popsängerin, eine, die sich ganz blöde eine Klientel sucht, die sie profan geil macht, die in manchen Kreisen vielleicht als frech, unter Idioten möglicherweise sogar irgendwie als fortschrittlich oder emanzipiert gilt, im Grunde nur das eine bezweckt … und das ist absolut nicht existenziell, es rührt nicht und rüttelt nicht auf. Gut, die Masche ist alt, die Lieder sind doof und nicht gerade innovativ – dafür ist nicht unwahrscheinlich, dass Katy Perry in einigen Monaten bei dem Versuch, ihre Karriere zu reaktivieren, Nacktfotos oder Homevideos über einen Exfreund oder eine Exfreundin lanciert.
Katheryn Elizabeth Hudson, Jahrgang 1984, kommt aus Santa Barbara in Kalifornien – direkt am Pazifik. Die Eltern sind Pastorinnen, die kleine Katy singt in Gospelchören und zieht mit 17 Jahren nach Los Angeles, wo sie von den christlichen Folk- und Rockmusikproduzenten Jennifer Knapp und Steve Thomas und deren Label Red Hill Records aufgenommen wird. Katy Perry veröffentlicht als Katy Hudson ein christliches Popalbum, das keiner hören will, und weil es schon eine Kate Hudson gibt, nennt sie sich irgendwann Perry. Sie ist einen langen Weg gegangen, als sie – immerhin Mitte 20 – den internationalen Durchbruch schafft, ist sie schon fast ein Copado der modernen Popmusik. Bereits 2004 arbeitet sie mit The Matrix zusammen, einem ziemlich bekannten und – nimmt man die Charts zum Maßstab – erfolgreichen Produzententeam.
Diese Zusammenarbeit scheitert allerdings, Glen Ballard setzt sich ebenfalls mit Katy Perry zusammen, produziert für ihre MySpace-Präsenz, eines der Lieder, „Simple“, findet seinen Weg auf den Soundtrack der Komödie „Eine für 4“. Die Sängerin geht mit „P.O.D“ für das Album „Testify“ ins Studio. Anfang 2007 wird Katy Perry durch die Managerin Jason Flom von der Capitol Music Group unter Vertrag genommen. Die Zusammenarbeit mit Glen Ballard wird fortgesetzt, hinzu kommt ein ausgewiesenes Expertenteam, Darunter befindet sich Butch Walker (Pink, Avril Lavigne, Lindsay Lohan), Dr. Luke (Pink, Avril Lavigne, Paris Hilton, Kelly Clarkson, Sugababes) und Greg Wells zum Beispiel (das ist ein Kollege von Timbaland, vielleicht wollte oder konnte man sich den nicht leisten).
Die erste Single ist „Ur So Gay“ im November 2007, Katy Perry spricht das Wort „Gay“ aus und überall dort, wo man große Langeweile hat (Rheinische Post, Welt Online), wird die Steilvorlage in den folgenden Monaten genauso aufgenommen und umgesetzt, wie sich das die Passgeber vorgestellt haben. Gay kann nämlich – vergesst es. Die nächste Veröffentlichung heißt „I Kissed A Girl“, wird im April 2008 veröffentlicht, noch so ein Ding, das zwar nicht so gut in Klischeevorstellungen von US-Predigerfamilien passt, sehr wohl in die Popwelt (ihr könnt euch denken, welche traurigen Vergleiche von anderen an dieser Stelle bemüht werden).
Wichtig ist: Katy Perry wird total berühmt, „I Kissed A Girl“ erobert die Charts in den USA und UK, in der Schweiz, Österreich und Deutschland – und schubst überall sehr prominente Musiker von den ersten Plätzen. Das Album „One Of The Boys“ wird im September 2008 auch in Deutschland veröffentlicht, in den USA steht es zu diesem Zeitpunkt bereits in den Top 10. surftippsCD Reviews von Katy Perry findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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