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Kelly ClarksonDie Kelly Clarkson, die mögen wir. Die ist echt authentisch, mindestens ein bisschen mehr als alle anderen. Sie ist das allererste American Idol, die amerikanische Alexander Klaws quasi. 2002 trällert sich die 20 Jahre zuvor geborene Texanerin (Scheidung der Eltern, Klavier, Geige, Schulchor, High School, Cocktail-Kellnerin) in die Herzen der Zuschauer – und das nur, weil ihre Freundin Jessica sie dazu drängte, es doch einfach einmal zu wagen.
Kelly Clarkson tritt den Weg an, den wir heute von dutzenden anderen Superstars kennen. Sie kriegt eine Single, in diesem Fall mit dem sinnigen Titel „A Moment Like This“ und die emotional überforderten Zuschauer kaufen das Ding weg wie nichts, es wird überall gespielt und steigt im Oktober 2002 natürlich auf Platz 1 der US-Charts ein. Im April 2003 (das geht schneller) folgt das Album „Thankful“ (blöder aber nicht), das ebenfalls den ersten Platz daheim einheimst. Mit ihrem Finalkontrahenten spielt Kelly Clarkson in einem kleinen Film – das ist ungewöhnlich und funktioniert auch nicht. Die Kelly Clarkson, die wir hier kennen, ist allerdings nicht die junge Frau, die in einem öffentlichen Casting ihr Innerstes einmal nach außen gekrempelt hat, Europa erreicht die Künstlerin als gereifte solche, „Miss Independent“ erscheint im August 2003 und ist ihr erster großer internationaler Erfolg.
Auf diesen folgt eine Grammy-Nominierung, Kelly Clarkson ersingt sich beim internationalen Vergleich der Superstars, bei dem Klaws verhöhnt (worauf diese Art der Veranstaltung für das deutsche Publikum umgehend eingestellt) wird, einen guten zweite Platz – und während daheim allmählich ihr Stern zu sinken scheint, hat Kelly Clarkson in vielen Ländern auf sich aufmerksam gemacht.
Ende 2004 erscheint das eigentliche Debütalbum Kelly Clarksons in den USA, in Deutschland gibt es „Breakaway“ ab Sommer 2005. Ein Wahnsinnserfolg, elf Millionen Mal geht das Ding über den Ladentisch, die Lieder „Since U Been Gone“ und „Because Of You“ gehen nicht wenigen gewaltig auf den Keks, das liegt aber auch daran, dass unglaublich viele Menschen dafür sorgen, dass man diese Singles getrost als Superhits bezeichnen kann. „Because Of You“ wird tausendfach bei Castings zum Besten gegeben, etliche Juroren werden damit gequält. Kelly Clarkson erhält zwei MTV Video Music Awards, 2006 zwei Grammys, nach ihrem Auftritt bei „Wetten, dass …?!“ steigen ihre Produktionen auch in den deutschen Charts.
Das dritte Album „My December“ erscheint im Juni 2007. Kelly Clarkson geht den Weg, den die meisten Fernsehsternchen gehen. Sie fühlt den Zwang, zur vollständigen, das heißt in erster Linie zur selbst komponierenden und dichtenden und singenden Künstlerin zu werden. Es ist ein bisschen merkwürdig, dass Leute, die prima singen können, sich so selten komplett fühlen, es gibt da ein ganz bescheuertes Bild vom „richtigen“ Künstler. Daher sucht sie sich (wie immer) gute Produzenten, besteht allerdings darauf, mit ihren Bandkollegen an allen Liedern mitgearbeitet zu haben. Kann ja sein, ist letztendlich für die Hörerinnen völlig egal.
„My December“ gilt jedenfalls als Flop, weil „nur“ 1,5 Millionen Exemplare des Albums abgesetzt werden. Das Ding wird als persönliches Tagebuch einer jungen, aufstrebenden Künstlerin verkauft, aber eben nicht so gut wie geplant. Trotzdem erreicht es in den USA und Deutschland hohe Chartplatzierungen, „Never Again“ ist der Hit des Albums. ![]() CD Reviews von Kelly Clarkson findet Ihr auf CDSTARTS.de Kostenlose Songtexte von Kelly Clarkson bietet lyrix.at |
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