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Lehnen wir uns mal weit aus dem Fenster: Lady Gaga geht vorüber. Toller Name, das muss man den Namensgebern lassen, hat ihn doch bei uns die komplette Redaktion sofort mit Queen und dem Nissan Pajero assoziiert. Lady Gaga löst einen dieser Hypes aus, deren Funktion und Ende noch nicht ganz enträtselt sind, Lady Gagahat ganz plötzlich unglaublich viele Fans, was sich in tollen Chartpositionierungen und etlichen Fanpages manifestiert und stellt Musikjournalisten vor die Wahl, mitzujubeln oder gelangweilt den Spielverderber zu geben. Während Lady Gagas Musik (Spielverderber) im Grunde in den 90ern schon zu Charterfolgen geführt hat (jeder, der so was behauptet, ist eine Flachpfeife), hat das Äußerliche des Popstars, dem man zum Authentizitätsgewinn eine Autorentätigkeit bis in die frühe Kindheit eingeschrieben hat, wirklich etwas Besonderes. Lady Gaga wirkt wie ein Kleiderständer, wie die Karikatur eines Popstars, und Lady Gagas großen Sonnenbrillen schützen uns, nicht Lady Gaga.
Lady Gaga heißt eigentlich Stefani Joanne Angelina Germanotta, kommt im Jahr 1986 zur Welt und wächst in Manhattan auf. Extravagant soll Lady Gaga schon immer aufgetreten sein, Geld soll Lady Gaga schon immer gehabt haben, 22 Jahre später ist sie was für Journalisten, die hilflos das altbackene flippig aus der Schublade holen. Und Exhibitionismus. Lady Gaga zieht es von Anbeginn auf die Bühne – oder auf den Tresen, den elterlichen Wohnungsflur, vor den übergroßen Schminkspiegel, an die Nähmaschine, wo Lady Gaga sich die total verrückten Bühnenoutfits selbst schneidert.
Freddy Mercury und David Bowie sind ihr wichtige Inspiratoren, und Donatella Versace natürlich ebenfalls. Mit 13 hat Lady Gaga bereits ihre ersten Kompositionen am Klavier in der Tasche, Lady Gaga geht auf das Convent of the Sacred Heart, einer Lehrinstitution, zu der auch Hiltons und Kennedy-Mädchen geschickt werden, anschließend geht es an die Tisch School of the Arts, da kommen allein die allerbesten Talente hin. Und nach sehr wenigen Flops kommt Lady Gaga dann bei Interscope unter. Hier ist sie zunächst als Songschreiberin aktiv, etwa für die Pussycat Dolls. Es soll Akon, der Sänger, persönlich gewesen sein, der Lady Gagas Willen und Talent erkennt und dafür sorgt, dass sich sie Musiker ihr Ziel eines eigenen Musikalbums verwirklichen kann.
Lady Gaga – The Fame
Auffällig ist, dass es nicht wieder die üblichen fünf Verdächtigen sind, die hier ihre songschreiberischen Produzentenfähigkeiten unter Beweis stellen. Lady Gaga ist die Autorin ihres eigenen Albums, ihr wird durch interessante Leute wie Akon, RedOne und Martin Kierszenbaum unter die Arme gegriffen. Lady Gaga steht für klare Linien. Ihre Popsongs sind in einer ganz klassischen Weise discotauglich, für ihre Bühnenarbeit ist Lady Gaga berühmt. Aber das Verrückteste: Lady Gaga hat in etlichen Ländern große Erfolge. Und zwar ziemlich rasch. „Just Dance“, die erste Single. wird zunächst im April 2008 in Nordamerika, im Sommer dann in Europa veröffentlicht. Wikipedia führt 15 Länder auf, in denen die Single rasch in den Top 10 ist. Die zweite Single „Poker Face“ gibt es bei uns im Februar 2009, ist insgesamt noch wesentlich erfolgreicher als die erste.
Und das Lady Gaga Album „The Fame“ läuft noch viel, viel besser. surftippsCD Reviews von Lady Gaga findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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