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Noch so ein irrsinniges Talent aus New York: Lana Del Rey heißt eigentlich Elizabeth Grant und muss schon als Kind in den 90ern ein Händchen fürs Puzzeln gehabt haben. Aber während ihre Freunde vielleicht das romantische Schloss Neuschweinstein oder ein grünes Pony puzzelten, hat die kleine Elizabeth Designs, Videoschnipsel, Stile und Musikgenres durcheinandergemischt und mit ruhiger Hand neu zusammengesetzt. Und mit ihrer wundervollen Stimme besungen.
Und weil das nicht jeder versteht, schon gar keine Musikmanager, musste sich Lana Del Rey zunächst einmal mit denen herumschlagen. Sie wäre gerne mit einer Band aufgetreten, man sah sie dann aber doch eher als Solokünstlerin, sie hatte sich gerade einen hübschen Künstlernamen aus jenen von Lana Turner und Ford Del Rey zusammengebastelt, irgendwer fand dann aber doch Lizzy Grant putziger. Und als die veröffentlichte Lana Del Rey 2009 zunächst einmal ihre EP „Kill Kill“.
Lana Del Rey scheint in keine Zeit richtig zu gehören. Sie selbst beschreibt sich mal als Gangsta-Nancy-Sinatra, mal im Ghetto verlaufene Lolita, das klingt in erster Linie toll, passt irgendwie auch, dann aber auch wieder nicht so richtig. Lana Del Rey würde wohl überall so deplaziert wirken wie in einem Ghetto, man erwartet geradezu, dass irgendein Materialfehler im Filmmaterial belegt, dass sie am Ende doch eine Projektion ist und der Mensch, der sich ganz sicher dahinter befindet, kann nur langweiliger sein.
Elizabeth Grant ist ein paar Stunden außerhalb von New York wohlbehütet aufgewachsen, wurde in einem teuren Internat gelehrt und büchste mit 18 in die große Stadt aus. Sie sang in Bars ihre eigenen Lieder, das Lied, mit dem Lana Del Rey dann aber schlussendlich weltberühmt wird, schreibt sie eigentlich für sich. „Video Games“ ist eine Ballade, ein ruhiges, von der eindringlichen Stimme der Sängerin vorangetriebenes Kleinod, das an keiner Stelle wirklich fertig wirkt.
Eigentlich beginnt es mehrfach neu, andere Musiker hätten aus den Ideen in „Video Games“ vermutlich gleich fünf Lieder gemacht, Lana Del Rey stellt das Lied bei Youtube ein und wird damit 2011 zum Star. Eine schöne Geschichte, Anfang 2012 gibt es das ganze erste Album. |
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