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Im Überblick
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Es gab eine Zeit, da veröffentlichte Mando Diao Alben, als würden Lieder an der Nähmaschine hergestellt. Auf „Bring ’em In“, das feinste Album der Band, folgte „Hurricane Bar“, das zweitfeinste Album der Band, folgte „Ode To Ochrasy“, der endgültige internationale Durchbruch, folgte „Never Seen The Light Of Day“, der gelungene Versuch, aus dem Vertrag mit dem alten Label zu kommen, folgte „Give Me Fire“, der größte Erfolg bisher.„Infruset“ – Mando Diao veröffentlicht am 02. November ein neues Album …Das war 2009. Etwas mehr als fünf Jahre waren die Schweden bis dahin in Deutschland präsent, so gut wie jedes großes Festival und jede große Fernsehshow waren bespielt, im Headquarter von Borlänge beschloss man eine Zäsur. Björn Dixgård und Gustaf Norén waren bereits dem Stockholmer Musikprojekt Caligola beigetreten, für das vielleicht erfolgreichste nordeuropäische Songschreiberduo unserer Tage war es offensichtlich an der Zeit, das Spiel in neuen Kutten und unter anderen Voraussetzungen fortzusetzen. Anfang dieses Jahres erschien „Back To Earth“, das Lied „Forgive Forget“ wird in ein paar Wochen sicher in so ziemlich jeder Rückblende eingespielt. Anfang November 2012 gibt es dann die Rückkehr von Mando Diao, Samuel Giers ist inzwischen am Schlagzeug ausgestiegen (vielleicht auch worden), der Rest bleibt. Fast. Nach Rock und Pop und Disco und Folkzeugs und Werbejingles haben sich die Jungs nun die Texte Gustaf Frödings, eines Dichters der vorletzten Jahrhundertwende zur Brust genommen und vertont. „Infruset“ heißt das Album, ab jetzt ist schwedische Hochkultur angesagt. Dieser Fröding scheint eine interessante Figur gewesen zu sein, eine wohlhabende, aber irgendwie gescheiterte Existenz, psychisch krank und unverstanden, der es immerhin verstand, sich mit Gedichten Anzeigen wegen Unsittlichkeit einzufangen, heute verehrt – so läuft das. Seid gespannt. >> Alle Artikel zu Mando Diao anzeigen Kommentare & Bewertung » |
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