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Michael Jackson
Michael Jackson Foto © by SonyBMG

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Michael Joseph Jackson war ein amerikanischer Popstar, vielleicht sogar das Muster des amerikanischen Popstars; der Typ, der, angetrieben vom Ehrgeiz Erwachsener bereits als Kind auf der Bühne steht, der erst zu einer Gruppe gehört, dann zum Solokünstler wird, der wie ein Heiliger verehrt, vielleicht daran, an sich, möglicherweise auch an etwas anderem scheitert, verspottet wird, erneut aufsteht, dessen wahre Bedeutung erst posthum festgestellt bzw. der Geschichte einzementiert wird – dann, wenn sich dieses komische Missverhältnis zwischen Anerkennung und Misstrauen (aufgrund der vielen Geschichten, die man über Michael hört …) in einem Schwall überschwänglicher Grabreden auflöst. Das beginnt am 26. Juni 2009. Ein Tag zuvor stirbt der King of Pop, zwei Wochen, bevor er eine gigantische, viele Konzerte umfassende finale Konzertreihe in London zu geben plante.

 

Ein fürchterliches Ereignis. Michael Jackson hätte noch das eine oder andere richtungweisende Album produzieren und einige Sternstunden haben müssen, so unglaublich jung, wie er war. 1958 in Indiana geboren, hat sein Vater irgendwann keine Lust mehr, Malocher zu sein, und lässt seine reichliche Kinderschar für sich schuften. Die Brüder Michael, Jermaine, Marlon, Tito, und Jackie werden 1965 zu The Jackson Five, einer Boygroup, die ab 1969 bei Motown unter Vertrag steht und am laufenden Band Alben produziert.

 

Ab 1971 ist Michael Jackson nebenbei Solokünstler, die 70er Jahre hindurch feiert er eine Reihe anständiger Erfolge, etwa seinen ersten Nummer-1-Hit in den USA, den grausigen „Ben“ (1972), im selben Jahr erhält er seinen ersten Golden Globe Award, nach den ersten beiden Alben „Got To Be There“ (1971) und „Ben“ setzt erstmal eine Phase mittelmäßig verkaufter Produktionen ein. Das ändert sich 1977. Michael Jackson spielt in dem Film „The Wiz – Das zauberhafte Land“ an der Seite von Diana Ross, anschließend lernt er Quincy Jones kennen, mit dem er „Off The Wall“ (1979) einspielt. Paul McCartney (mit dem er mehrfach interessant kooperiert) und Stevie Wonder schließen sich einer Armada vortrefflicher Musiker an, die Hits wie „ Don’t Stop ’Til You Get Enough” mit ihm einspielen.

 

Er ist ein begnadeter Schauspieler, hat in einer handvoll Tonlagen eine unverwechselbare Stimme und seinen eigenen, magischen Tanzstil geprägt. Er ist ein ziemlich hübscher Bengel, der bereits mehr als ein Dutzend Bühnenjahre auf dem Buckel hat, der Boygroup-Geträller, Funk und R&B vereint und ein Update auf die gerade verendende Disco fährt. Das Album ist das bis hierhin erfolgreichste eines afroamerikanischen Künstlers in den USA.

 

Michael Jackson – Thriller

 

Ende 1982 folgt „Thriller“, das Album, das bis heute als das erfolgreichste überhaupt gilt. 60 Millionen Exemplare werden verkauft, sein Bühnenequipment, der Hut, die Uniform, die Handschuhe, sein Moonwalk, der herzhafte Griff in den eigenen Schritt, die unnachahmlichen Drehungen gehen in die Popgeschichte ein. „Billie Jean“, „The Girl Is Mine“, „Beat It“ sind nur einige der herausragenden Nummern, zu „Thriller“ wird ein aufwändiges, 18 Minuten dauerndes Zombievideo gedreht, das bis zur Gründung des Internets ein viel zu selten gezeigter Schatz ist.

 

Michael Jackson wird mit Ehrungen überhäuft, 1984 allein für zwölf Grammys nominiert (von denen er acht erhält). Er schreibt mit Lionel Richie „We Are The World“ für das Projekt „USA For Africa“, an dem mehrere Dutzend berühmter Sänger teilnehmen, neben der halben Jackson-Familie sind es unter anderem Harry Belafonte, Ray Charles, Michaels Freundin Diana Ross, Steve Wonder, Bruce Springsteen und Bette Midler. Michael Jackson investiert, kauft die Rechte an allen Liedern der Beatles. Francis Ford Coppola und George Lucas drehen mit ihm „Captain EO“, einen aufwändigen 3D-Film für Disney.

 

Eine musikalische Fortsetzung zu finden ist sicherlich nicht leicht. Das sieht man auch daran, dass es Michael Jackson auf gerade einmal zwei Alben pro Jahrzehnt schafft. Mit „Thriller“ hat er etwas geschaffen, das nicht wiederholt werden kann. Er kann schwerlich noch einmal auf den großen Berg steigen und nach zehn weiteren Geboten fragen … Die Leute wollen „Billie Jean“, und sie wollen, dass die Bodenplatten aufleuchten, die Jackson betritt. 2001, gut 20 Jahre später, anlässlich seines 30. Bühnenjubiläums, tritt er im Madison Square Garden auf. Er schlurft auf die Bühne, hat einen Koffer in der Hand, öffnet ihn, die Leute drehen durch. Michael Jackson spielt den Unwissenden, holt seine Jacke heraus, macht eine leichte Drehung, die Leute drehen noch mehr durch. Es dämmert ihm, ein paar vorsichtige Schritte, dann zaubert er den Hut aus dem Koffer, den er sich in die Stirn schiebt, es folgen die Handschuhe. Die Leute toben, Michael Jackson schnippt den Spot an – der Rest ist egal. Der Text zu „Billie Jean“ ist grandios behämmert. Auch egal.

 

Michael Jackson – Bad

 

Typen wie Justin Timberlake oder Chris Brown wären ohne Michael Jackson nicht denkbar, gerade letzterer profitiert sehr davon, dass er einen Teil seiner Performance damit bestreitet, den Meister ganz passabel zu imitieren. Bereits „Bad“, das Album von 1987, enttäuscht viele Anhänger. Zwar ist das Bemühen erkennbar, die Arbeit einigermaßen plausibel fortzusetzen, die Produktion ist aufwändig, Quincy Jones ist dabei, für das Video zum Titelsong wird ein überlanges Video von Martin Scorsese gedreht – und Wesley Snipes spielt mit. Die Nörgler sind in der Minderheit, insgesamt landen fünf Singles auf dem ersten Platz der Billboard-Charts, auch in Deutschland sind „I Just Can´t Stop Loving You“, „Bad“ und „Dirty Diana“ die bis hierhin erfolgreichsten Singles.

 

Seine „Bad World Tour“ von 1987 bis 1989 ist legendär, nach Reagan will sich auch der alte Bush mit dem Musiker im Weißen Haus fotografieren lassen, Michael Jackson trennt sich von Quincy Jones und schließt mit Sony Music einen 15-Jahres-Vertrag über 890 Millionen Dollar ab. 1991 wird „Dangerous“ veröffentlicht, Teddy Riley und Bill Bottrell sind die Produzenten. Michael Jackson sammelt eine Reihe Prominenter um sich, „Black Or White“ ist der große Hit dieses Albums – wobei man sagen muss, dass die Zeit hoher Singlecharts-Platzierungen in Deutschland für Michael Jackson erst jetzt beginnt. Aber wir Deutschen sind gerade nicht immer die schnellsten ...         „Heal The World“ etwa geht weg wie nichts.

 

1993 wird er erstmals angeklagt, auf seinem Anwesen, das einem Freizeitpark gleicht und auf dem er sich gerne mit Kindern umgibt, einen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Michael Jackson einigt sich gütlich mit der Gegenpartei, kauft sich quasi frei – und wird prompt wieder angezeigt. Der Prozess, den er 2004/2005 führen muss, endet mit einem Freispruch, soll psychisch, körperlich und finanziell allerdings eine Katastrophe für den Musiker sein, der die USA für eine Weile verlässt. Was muss noch gesagt werden? Michael Jackson führt mehrere komische Ehen, hat ein paar Kinder und sein wunderhübsches Gesicht durch viele Operationen stark verändert. Das scheint allerdings ein familieninterner Faible zu sein. Wenigstens zwei seiner Schwestern, darunter die ebenfalls sehr erfolgreiche Musikerin Janet Jackson, lassen viel an sich machen.

 

Im Juni 1995 erscheint „HIStory“, das nächste Album Michael Jacksons, einer Zusammenstellung alter und neuer Lieder, produziert unter anderem von R. Kelly. Wenn es nach den Chartplatzierungen geht, ist es der Deutschen liebstes Michael-Jackson-Album. „Earth Song“ ist sein erster, „They Don´t Care About Us“ ist der zweite Nummer-1-Hit hierzulande, „Scream“, das Duett mit Schwester Janet, ist ebenfalls sehr populär. 2001 erscheint „Invincible“, und das Album floppt jetzt aber wirklich. Bei kaum einem Album variieren die Angaben der Verkaufszahlen in den verschiedenen Quellen so stark, ganz sicher ist das also ebenfalls nicht. Carlos Santana ist dabei, ebenso Chris Tucker.

 

Es folgt eine Reihe von Neuveröffentlichungen anlässlich irgendwelcher Jubiläen, ein neues Album ist versprochen. 2008 ist das große Jahr der 50sten Geburtstage, neben Michael feiern mit Prince und Madonna die zwei anderen amerikanischen Ikonen ihrer Epoche ihr halbes Jahrhundert - und diese drei schaffen es problemlos, durch sehr seltsame Verhaltensweisen und merkwürdige Gerüchte ganze Zeitungen zu füllen. Prince führt einen kuriosen Feldzug gegen die eigenen Fans, Madonna hat sich eine interessante Art angewöhnt, die eigene Familie zu vergrößern (sie sucht sich beispielsweise Kinder in Mali aus und verklagt alle, die sich bei dem Versuch, sie außer Landes zu schaffen, ihr in den Weg stellen - und zwar erfolgreich), allein mit den Gerüchten um Michaels Gesundheitszustand ließen sich mühelos Fachbücher über medizinische Kuriositäten füllen. 2009 wird dann eine Konzertreihe angekündigt und als Comebackversuch missverstanden. In London sollen eine Reihe von Konzerten stattfinden, bis zu 50 ab Juli, heißt es. Innerhalb kürzester Zeit sind die Tickets weg. Wer genau wieviele Konzerte geben möchte und was Jacko genau plant, ist zu keiner Zeit schlüssig, bereits das erste Konzert wird verschoben, zwei Wochen vor der geplanten Premiere stirbt The King of Pop.

Michael Jackson hat vorgesorgt, posthum wird das angekündigte Album veröffentlicht. Während Amazon am Tag nach seinem Tod vermeldet, dass die Top 10 der Bestellungen komplett aus Jackson-Alben besteht, ist dies nicht die einzige Rücklage, die er für seine drei Kinder organisiert hat ...


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