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Musiklexikon - wir erklären Euch die Fachbegriffe
Allemandea | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | x | y | z | Allemande (frz.: dans allemande = deutscher Tanz; it.: allemanda; engl.: alman) bezeichnet einen ursprünglich deutschen Schreittanz, der einer der bekanntesten Tänze des 16. Jahrhunderts war. Allemande ist ein geradtaktiger, zweiteiliger Tanz des 16. bis 18. Jahrhunderts. Er steht zumeist im 4/4-Takt und startet gewöhnlich auftaktig, also meistens im Achtel- oder Sechszehnteltakt. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts gewann die Allemande an Bedeutung und wurde zum Eröffnungssatz der Suite, so z.B. bei J.S. Bach. In Frankreich entstand im 17. Jahrhundert in der Lautenmusik ein eigener Typ von Allemanden, der sich von der 4-,6- oder 8-Taktigkeit und der tanzmäßigen Rhythmik unterschied. Der französische Allmanden-Typ zeichnete sich durch eine kontrapunktische Auflockerung aus und war kein Tanzstück mehr, sondern ein Charakterstück. In Italien war die Allemande bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts hauptsächlich in der Ensemblemusik zu finden. Doch später entstand auch in Italien ein eigener Allemanden-Typ, der sich durch seine flüssige, kontinuierliche, rhythmische Bewegung von dem deutschen und französischen unterschied. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts tauchte eine 3/4-taktige Variante der Barockallemande auf, die zur Grundlage vieler deutscher Tänze und später auch des Wiener Walzers wurde. Weitere Informationen: C. Sachs: Eine Weltgeschichte des Tanzes (B 1933). K.H. Taubert: Höfische Tänze, ihre Geschichte und Choreographie (Mz 1968). R. Witzmann: Der Ländler in Wien (W 1976). |
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