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Pop und Klassik kann eine wirklich starke Mixtur sein. Wer das beherrscht, schreibt sich mitunter in die Ewigkeit ein, ist ein interessanter Kandidat für die größten Sportevents und für überdimensionierte Musikveranstaltungen. Wer einmal die richtig großen Hits der vergangenen Jahrzehnte durchschaut, der wird etliche Beispiele dafür finden – und in Castingshows funktioniert Klassik ebenfalls wunderbar.
Keine Ahnung also, warum sich die Juroren von X Factor 2011 unsicher waren, ob es ein Publikum für Nica & Joe gibt. Veronika Belyavskaya ist eine fantastische Popsängerin, ausgebildet am Conservatorium Maastricht, Joseph Guyton hat klassisch an der Juilliard School of Music gelernt, beide trafen 2011 bei einem Konzert in München aufeinander – und er soll es dann gewesen sein, der sie bat, mit ihm bei X Factor anzutreten.
Wer die beiden dann sah, glaubt das sofort. Nica ist eine Königin, eine strahlende Schönheit, Joe, auch nicht gerade hässlich, zeigt seine große Sympathie für sie, indem er sie mit seiner Stimme trägt, einem Organ, der von herzzerreißend klagend bis gewitterartig gewaltig reicht. In der Jury von X Factor war man sich über die Qualität der beiden einig, Das Bo nörgelte etwas, weil ihm Joes Klassikstimme (das Froschartige darin) nicht passte, im Grunde gab es eigentlich keinen, der ihnen das Wasser reichen konnte.
Sarah Connor war die Coachin der beiden, die Coachin der „Gruppen & Duetts“, hatte genau diese eine Chance und setzte alles auf Nica & Joe. Was man erst nach der Show erfuhr: in einer recht frühen Phase, viele Wochen vorm Finale, wurden mit den großen Favoriten Studioalben produziert, Nica & Joe gehörten dazu.
Zwar kamen sie ins Finale der letzten drei Teilnehmer, mussten dort, hoch gelobt von Michael Bublé, als erste das Feld räumen und wären sicher in den Annalen der Castinggeschichte verschwunden, hätte es nicht dieses früh produzierte Album gegeben. Ihr Finallied „Build A Palace“ schlug sich in den Charts mittelmäßig, das selbstbetitelte Album aber sprang überraschend bis auf Platz 25 bei Media Control (das gilt unter Castingteilnehmern 2011 als sehr ordentlicher Platz). Das soll aber erst der Anfang sein … |
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