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Norah Jones
Norah Jones Foto © by EMI

 Norah Jones 

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Geschichten über Norah Jones beginnen oft mit der Huldigung der Sängerin Schönheit, es folgt eine Passage über das außergewöhnliche Talent der Musikerin, die in einem über das Knie gebrochenem Resümee über das Glück, die Unwahrscheinlichkeit oder auch die Ungerechtigkeit, dass das Schicksal so etwas zulässt, endet. Einer schreibt sogar, dass er sich Norah Jones zu verweigern entschließt, und zwar in dem Moment, indem er sie auf dem Cover ihres Debütalbums erblickt, ahnend, dass sie eine ganz wundervolle Sängerin ist. Das ist natürlich lächerlich. Sich Norah Jones zu entziehen, bleibt den Tauben vorbehalten. Zu allem Überfluss spielt sie gute Musik. Ihr Debütalbum scheint Ende 2002 alles zu versöhnen: Charts, Fleischtheken, Krankenhäuser, Boutiquen, die jungen Leute, die alten Leute, Weihnachten insgesamt …

 

Norah Jones spielt nicht, ein Auftritt von ihr ist keine Show, man muss den Eindruck haben, die Sängerin und die Musik gehören einfach zueinander, die Musik kommt wie selbstverständlich aus ihr heraus, nur sich selbst Zweck, perfekte Ergänzung langer Autofahrten.

 

Nora Jones kommt als Geethali Norah Jones Shankar im März 1979 in Brooklyn zur Welt. Der Vater ist ein bekannter Musiker, die Mutter für die musikalische Früherziehung der Tochter verantwortlich, nachdem sie Anfang der 80er Jahre mit ihr nach Fort Worth in Texas zieht. Norah Jones singt im Chor, spielt Altsaxophon, besucht die Booker T. Washington High School for the Performing and Visual Arts in Dallas und arbeitet sich durch die Plattensammlung ihrer Mutter (viel Billie Holiday).

 

Sie wird Jazzpianistin, gewinnt erste Preise als Sängerin und auch als Komponistin an der Schule – Norah Jones beginnt, in Texas zu studieren, zieht dann jedoch, kaum 20 Jahre alt, in ihre Heimatstadt New York. Eigentlich ist es zunächst ein Urlaub bei einem Freund, der im Entschluss endet, einfach in New York zu bleiben, wo sie zu einem Teil der riesigen Musikerszene wird. Ilhan Ersahin, Club- und Labelbetreiber (Nublu) und Projektinitiator (Wax Poetics) ist einer von denen, mit denen Norah Jones zusammenspielt; auch mit dem Gitarristen spielt sie zusammen Charlie Hunter noch bevor sie weltberühmt wird. Auf „Speakerboxxx/The Love Below“ von Outkast singt sie „Take Off Your Cool”.

 

Norah Jones - Come Away With Me

 

Im Jahr 2000 nimmt sie ein Demo für das Blue Note Label auf, eine Adresse für Jazz, weniger für Topplatzierungen in den Charts, 2001 gibt es einen Vertrag, im Februar 2002 erscheint das Debütalbum „Come Away With Me“. Sie selbst komponiert von den Liedern auf dem ersten Album lediglich zwei, dafür immerhin der Titelsong. Ihr Lebenspartner, der Bassist Lee Alexander, betätigt sich als Songschreiber, noch mehr der Gitarrist Jesse Harris, beide sind Teil der großen Band hinter der Sängerin.

 

Um es kurz zu machen: das Album verkauft sich weltweit mehr als 20 Millionen Mal, Norah Jones erhält in 40 Ländern Platinauszeichnungen, 2003 gibt es unglaublich viele Auszeichnungen, darunter allein acht Grammys. Niemand, sie selbst eingeschlossen, hat mit diesem durchschlagenden Erfolg gerechnet. Allerdings muss man sagen, dass er 2003 plötzlich ganz plausibel ist.

 

Es ist nicht nur dieses Album, bei manchen Kommentatoren muss man nicht viel interpretieren, um zu merken, dass sie glauben, die Popmusik sei gerettet. Bereits „Songs In A Minor“ von Alicia Keys hat ein ähnliches Geschnatter darüber ausgelöst, Alicia trete den Beweis an, dass Masse und Qualität doch irgendwie zusammenzubringen seien. Während Keys den Soul rettet, Kinder klüger werden und eine gesündere Hautfarbe bekommen lässt, wird Norah Jones für eine „Rückbesinnung“ auf den Jazz und den Folk gedankt. Was für ein Blödsinn, zu dem die eine wie die andere Künstlerin nur sehr wenig beigetragen hat.

 

Neben dem Pekuniären und den Orden hat der Erfolg also noch eine soziale Note, Norah Jones zieht – so scheint es – eine Reihe weiterer großer Künstlerinnen nach sich, für die nun Platz bei Hörern, Labels und damit in den Charts ist: Joss Stone und Katie Melua sind nur zwei von etlichen Beispielen, die der Rettung der westlichen Zivilisation folgen, während selbstverständlich „schlechte“ Popmusik fortlebt … bis Amy Winehouse die beiden Welten wieder zueinander führt.

 

Während die Weltpresse überschnappt, veröffentlicht Norah Jones 2004 einen Track auf einem Album namens „Nublu Sessions“ – von Wax Poetics, an den Sessions ist auch der tolle Saul Williams beteiligt, spielt in der Sesamstraße mit, arbeitet gemeinsam mit dem großen, alten Ray Charles, gründet noch 2003 ihre Zweitband The Little Willies und veröffentlicht im selben Jahr mit The Peter Malick Group das Album „New York City“. Norah Jones trifft die richtigen Entscheidungen.

 

Norah Jones - Feels Like Home

 

Sie geht ihren Leidenschaften nach, während die Gralshüter der Qualität auf ein Album warten, das möglichst noch einmal präzise so ist wie das Debüt. „Feels Like Home“ erscheint im Februar 2004, erlöst die Wartenden recht schnell. Diesmal ist Norah Jones als Songschreiberin sehr viel häufiger vertreten, die Kollegen, die mit ihr zusammenarbeiten, ungleich prominenter. Dolly Parton singt mit ihr, Jones singt Lieder von Tom Waits, Townes van Zandt und Duke Ellington. Stark ist der Einfluss des Country auf das Album, die Musikerin geht ein zweites Mal auf eine die Erde umspannende Tournee.

 

Beeindruckend ist die Vielzahl von großartigen Kollaborationen, für die sie noch Zeit findet. Sie spielt in Filmen mit (zum Beispiel in „My Blueberry Nights“ von Wong Kar-wai, debütiert mit den Three Little Willies, singt mit Ryan Adams, mit Mike Patton für Peeping Tom, dem Versuch des Meisters einer Version für ein wiederum „gutes“ Radioprogramm, sie singt mit Wyclef Jean, mit Dave Grohl für die Foo Fighters, 2007 mit Talib Kweli und für Herbie Hancock.

 

Norah Jones - Not Too Late

 

Die Lieder des dritten Albums „Not Too Late“, erschienen im Januar 2007, stammen allesamt aus der Feder der Künstlerin, zumindest ist sie an der Entstehung jeden Liedes beteiligt. Norah Jones spielt weiterhin, was von ihr erwartet wird, und heimst dafür die ihr zustehende Anerkennung ein. Es ist lustig, dass sich nun unter die einst unisono jubelnden Stimmen welche mischen, die sich langweilen. Eigentlich hätten sich die Gelangweilten schon beim ersten Album nörgeln melden müssen, jetzt ist es zu spät.

 

Allerdings stimmt es, dass Norah Jones ein wenig wirkt, als wäre sie in einer Schleife gefangen, solange man ihre diversen anderen Projekte ignoriert. Ihren Fans bietet sie jene Kost, nach der sie sich sehnen, samtener Lounge, gerne mit traurigen und politischen Texten.


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