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P-Funk


P-Funk steht für die Arbeiten der Bands Parliament und Funkadelic. Der Name kennzeichnet sowohl die Zusammenarbeit der Musiker (P-Funk-Allstars) und die Herkunft von Parliament (Plainfield in New Jersey), als auch den puren, den wahren Funk, den die Bands für sich beanspruchen.


P-Funk Geografie

1975 veröffentlicht Parliament Mothership Connection, das erste Album, auf dem P-Funk erwähnt wird. An dem Werk arbeiten gemeinsam neben George Clinton die wichtigen Protagonisten des P-Funk.

Allerdings muss man die Geburt des P-Funk einige Jahre früher ansetzen. Die Musiker – vor allem George Clinton – kommen aus dem Soul bzw. aus dem Doo Wop. The Parliaments werden bereits 1956 vom jungen Clinton gegründet, und nach der Zigarettenmarke Parliament benannt. Funk hingegen ist ein Begriff – zunächst kein eigenes Genre – der seit den 50er Jahren immer häufiger im Rahmen von Jazzveröffentlichung fällt.

Die jungen Parliaments sind vom Erfolg Frankie Lymons & the Teenagers inspiriert. Hierbei handelt es sich um eine sehr frühe Boygroup des Rock bzw. R´n´B – ungemein einflussreich und kurzlebig.

Schnell entwickeln The Parliaments ihr eigenes Ding, gerade die merkwürdigen, expliziten Texte sind kennzeichnend. Ebenso früh arbeitet Clinton nebenher mit anderen Musikern zusammen, etwa aus Detroit (da basteln ein paar Jungs am Motown). Ein Namensstreit mit Recht(ein)habern erzwingt Ende der 60er das Ende von The Parliament. Eigentlich kein schlechter Zeitpunkt, denn nun wächst das, was man heute als P-Funk bezeichnet. Funkadelic – der Name vereint Funk mit der um 1970 populären psychedelischen Musik – entsteht aus den Mitgliedern von The Parliament, ergänzt um Billy Bass Nelson. Da The Parliament als Parliament weiterexistiert, ist es nicht einfach, Funkadelic und Parliament auseinanderzuhalten – muss man auch nicht.

Nach Drogen- und Geldproblemen kommt es 1972 zu personellen Veränderungen in den Besetzungen, die Collins-Brüder treten auf den Plan: Bootsy und Catfish. Bootsy Collins ist bis heute die schillernde Gestalt in der Funkgalaxie. Zunächst ist er jedoch ein genialer Bassist, sein Bruder ein genialer Rhythmusgitarrist. 1974 treffen der Saxophonist Maceo Parker und der Posaunist Fred Wesley auf das wuselige Funkkombinat und Parliament bringt 1975 Mothership Connection heraus. Ein passender Name, denn jeder der genannten Jungs sorgt – trotz einer genialen Basis – mit seinem Eintritt für einen qualitativen Quantensprung.


P-Funk Galaxie

Die Basis des P-Funk ist recht unübersichtlich. Während Clinton im Doo Wop seinen Anfang nimmt, wo eingängige Melodien und Gagatexte zählen, nimmt Funk psychedelischen Rock auf, stößt ihn aber auch irgendwie wieder ab. Es gibt eine enge Zusammenarbeit – und gegenseitige Beeinflussung – mit Soulacts, Eigentlich ist genehmigt, was Druck auf die Tanzfläche bringt: funkig sind die Grooves (oder polyrhythmisch), es gibt synthetische Bässe, aber auch „richtig“ eingespielte, es gibt synthetische Handclaps, aber auch ganz „reale“, sichtbare, es gibt jazzige Bläser und teilweise Gospeleinsätze.

Gemeinsam gründen die Musiker die P-Funk-Mythologie, die die Welt der Pharaonen mit Raumfahrtphantasien verknüpft – und den Kampf zwischen Gut und Böse einbindet. Mit der Zeit gründen sie immer mehr Bandprojekte, die sich innerhalb dieser Mythologie aus denselben paar dutzend Musikern zusammensetzen, und miteinander unglaubliche, abendfüllende Shows abliefern. Der etwas verrückte Style Bootsy Collins heute hat hier seinen Ursprung.


P-Funk Geräte

Basis des P-Funk sind geniale Solisten. Der Groove wird zur Essenz der Musik, allerdings sind die Musiker nicht an Rhythmusfolgen gekettet – diese Balance kann nur von Könnern gehalten werden. Viele der Musiker gehören lange zur Stammbesetzung James Browns. Die Rhythmusgitarre von Catfish Collins – ähnlich wie ein Bass gespielt – gehört dazu, ebenso der Bass seines Bruders Bootsy – wie eine Gitarre gehalten. Das Saxophon von Pee Wee Ellis gehört dazu, das Altsaxophon Maceo Parkers, die Posaune Fred Wesleys, die Experimentierfreudigkeit Roger Troutmans und vieles mehr.

Während bei Funkadelic der Schwerpunkt eher auf Gitarren und Bässen, weniger auf Keyboard und Bläserbegleitung, mehr auf Soli und anderen reinen Instumentalpassagen beruht, ändert sich dies bei Mothership Connection. Der Bass wird mit dem Keyboard zur bestimmenden Basis, Jazzeinflüsse sehr deutlich und der Rock muss dem Tanz weichen, die 70er sind da.


P-Funk Götter

Die Sache mit den Göttern ist im P-Funk recht einfach. Es sind jene Musiker, die zum festen Kreis der Bandbesetzungen für Funkadelic, Parliament, aber auch Brides of Funkenstein oder The Horny Horns gehören.


P-Funk Gegenwart und Zukunft

Die alten Männer werden nicht müde. Die, die noch leben, arbeiten zumeist auch noch – allerdings an neuen, oft recht unterschiedlichen Projekten. P-Funk gilt als Wegbereiter des Hiphop. Auch wenn P-Funk eine eng mit seinen Musikern verbundene Geschichte ist, gibt es doch Musiker, deren Arbeiten zum Teil stark an den Funk erinnern. Public Enemy nutzen Samples des P-Funk, Andree 3000 hat zum Teil starke P-Funk-Anleihen und wenn es eine Fortsetzung des P-Funk gibt, dann vermutlich in den Arbeiten von Prince.
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