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Paul Rodgers
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 Paul Rodgers 

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2004, am Anfang einer ungeheuerlichen Reunion-Welle, ist Queen wieder da. Ausgerechnet Queen, die Band, die es eigentlich nicht geben kann. Der Typ, den jedes Kind kennt, ist tot, ein weiterer, der Bassist, den die wenigsten kennen, hat kein Interesse mehr, als Musiker in Stadien aufzutreten. Es bleiben der Schlagzeuger Roger Taylor und der Gitarrist Brian May. Aber wer ist der Sänger? Paul Rodgers ist die Antwort, die kommt an dieser Stelle zu früh: Queen tritt nach dem Tod Mercurys 1991 noch oft auf, häufig bei Benefizveranstaltungen, etliche Musiker dürfen sich als Sänger probieren, die Liste reicht von George Michael, Annie Lennox, David Bowie, Seal, Robert Plant, Elton John, James Hetfield, Liza Minelli und Axl Rose über Dave Grohl, Zucchero und Luciano Pavarotti bis hin zu Robbie Williams, das sind viele auch hierzulande bekannte Namen. Mit Paul Rodgers gehen die verbliebenen Teile von Queen erstmals eine etwas festere Bindung ein. Der Mann aus Middlesbrough ist hierzulande nicht gerade super bekannt, hat allerdings eine erstaunliche und lange musikalische Karriere hinter sich – und das ist vermutlich auch ein Grund dafür, dass es immer wieder erbitterte Diskussionen von Queenfans gibt, die sich nicht einigen können, ob das, was der Paul Rodgers mit May und Taylor macht, der legendären Gruppe würdig ist.

 

Sicher ist, dass Rodgers seine eigene Linie fährt, nicht einmal versucht, die Art seines legendären Vorgängers zu imitieren. Er hat es nicht nötig. In England und in den USA weiß man, wer er ist, dass er eine Jahrzehnte zurückreichende Musikerbiografie vorweisen kann, dass er mit der Fitnesskönigin und Miss Kanada von 1984, Cynthia Kereluk, verheiratet ist, und dass aus einer früheren Ehe Jasmine und Steve Rodgers stammen, die seit vielen Jahren in der Band Bôa aktiv sind. So ist das. Paul Rodgers ist gleich in mehreren relativ berühmten Bands aktiv, zunächst ist er Bassist in einer kleinen, relativ unbedeutenden Band namens The Roadrunners, die später in The Wildflowers umbenannt wird, und in der mit Micky Moody und Bruce Thomas immerhin zwei Jungs spielen, die ebenfalls, der eine bei Whitesnake, der andere in der Band von Elvis Costello, Musikkarrieren machen.

 

Paul Rodgers – All Right Now

 

Paul Rodgers ist bei seinen Anhängern aus vielerlei Gründen ungemein beliebt. Zum einen sieht er Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre sensationell aus, zum anderen schreibt er mit seinen Liedern Musikgeschichte. 1968 gründet Paul Rodgers, gerade 18 Jahre alt, mit ein paar Kollegen in einem Londoner Pub die Band Free, die erste große Station des Sängers. Neben Simon Kirke und Paul Kossoff ist der drei Jahre jüngere Bassist Andy Fraser mit von der Partie, der als eine Art Wunderkind gilt und einige Monate zuvor mit John Mayall zusammen spielen darf, einem der entscheidenden Bluesmusikimporteure in England. Free tourt ununterbrochen, Kossoff überlebt die 70er Jahre nicht, immer wieder kommt es in den wenigen Jahren, die die Band existiert, zu Umbesetzungen, auch Rodgers muss eine kurze Zeit aussetzen. Free spielt in sechs Jahren sechs LPs ein, von denen „Fire And Water“ die kommerziell wichtigste ist.

 

Dieses Album bringt die Single „All Right Now“ hervor, eine gemeinsame Arbeit von Paul Rodgers und Andy Fraser, genau das, was gemeinhin als Welterfolg bezeichnet wird. Das ist 1970, wer immer auch die Rechte an den Liedern hat, der lebt gut davon. Die Arbeiten sind für viele Musiker ein richtiger Steinbruch, Rod Stewart, Iron Maiden, Mr. Big, The Black Crowes, Bob Seger, The Faces, Pearl Jam, Gary Moore und etliche andere haben bereits Free-Nummern gecovert, und zwar nur diese eine. 1970 spielt die Band vor 600.000 Menschen auf dem Isle-of-Wight-Festival, Fraser ist der erste, der 1972 aussteigt, anschließend geht Kossoff seines Weges, der Bassist Tetsu Yamauchi, der später auch bei The Faces spielt, gehört der Gruppe eine Weile an, ebenso der Keyboarder John „Rabbit“ Bundrick (ein Texaner, der in Schweden von Bob Marley aufgegriffen wird und eine sagenhafte Karriere hinter sich hat) und der Gitarrist Wendell Richardson, 1973 ist dann aber trotzdem Feierabend. Free ist Geschichte.

 

Paul Rodgers – Bad Company

 

Es folgt das nächste große Projekt von Paul Rodgers, die Band Bad Company. Simon Kirke folgt ihm, hinzu kommen Mick Ralphs, der Mott the Hoople verlassen hat und Boz Burnell, der zuvor bei King Crimson spielt. Rodgers beherrscht den Laden neun Jahre lang, er setzt auf Breitwandrock, Musik für die ganz große Bühne, gelegentlich soll er im Studio erst einmal alle Instrumente selbst einspielen. Peter Grant, der Manager von Led Zeppelin, erledigt das Geschäftliche, den größten kommerziellen Erfolg hat Bad Company gleich zu Beginn: das selbstbetitelte Debütalbum steigt auf den ersten Platz der US-Charts, fährt gleich fünffach Platin ein, in UK reicht es immerhin für Platz drei.

 

„Can´t Get Enough“ ist die erste, und vermutlich auch populärste Single von Bad Company, das Album „Straight Shooter“ erscheint 1975, im selben Jahr, kurz vor seinem Tod, kommt es zu einigen Auftritten mit Paul Kossoff. 1976 wird „Run With The Pack“ veröffentlicht, 1977 „Burnin´ Sky“, 1979 „Desolation Angels“, der letzte große Wurf. „Rock ´n´ Roll Fantasy“ ist der Hit, Bad Company trägt etwas zu dick auf, hier ein Chor, da ein anderer, in der Mitte Paul Rodgers, Synthesizer, weil es die in den 70ern einfach gibt, und zwar nicht für jeden … die Zeit ist reif für neue Wege. Ab Ende 1980 geht man noch einmal gemeinsam ins Studio, während der Tod von John Bonham (das Ende von Led Zeppelin) und jener von John Lennon die Musiker erreicht, der Manager hinschmeißt, weil er ohne Led Zeppelin keine Lust mehr auf Musik hat und Paul Rodgers sich eine legendäre Studioschlägerei mit Boz Burrell liefert, entsteht „Rough Diamonds“, das Album, das dann 1982 veröffentlicht wird. Es ist das vielleicht spannendste Album von Bad Company bis hierhin, es klingt so sehr nach den 80ern, wie nur etwas danach klingen kann, aufgeräumt, klar strukturiert, und ist der Vergangenheit in kleinen, kontrollierten Ausbrüchen verhaftet. Ganz und gar wunderbar.

 

Paul Rodgers – The Firm

 

Bei Paul Rodgers folgen auf die Herren- die Wanderjahre, es beginnt die Zeit der unüberschaubar vielen Kollaborationen – und zwar mit einem Soloalbum. Eine Weile ist zu hören, dass Lynyrd Skynyrd, nach dem Tode Ronnie van Zants (van Zants gibt es mehrere) 1977 aufgelöst, für eine Reunion an Paul Rodgers interessiert ist (die Reunion kommt 1987 zustande, allerdings mit Johnny van Zant am Mikro), dann veröffentlicht Rodgers im Oktober 1983 „Cut Loose“, sein Solodebüt, ein Schritt vor und ein Blick zurück, Paul Rodgers gräbt sich durch die Geschichte des Rock & Roll, selbst an seinen frühesten Arbeiten vorbei, schreibt, komponiert alles, spielt die Parts allesamt selbst ein und schafft etwas, was man zweifellos zeitlos nennen kann. Aber nicht für die 80er.

 

Die nächsten großen Sachen geht er gemeinsam mit Jimmy Page an. Die beiden spielen zunächst mit etlichen anderen Rockmusikgrößen auf einer großen Charityveranstaltung zugunsten MS-Erkrankter, später gründen die zwei The Firm. Sie holen sich den Bassisten Tony Franklin, der zuvor mit Roy Harper arbeitet und den Schlagzeuger Chris Slade (zuvor bei Manfred Mann´s Earth Band und Uriah Heap), erfahrene Leute also, und spielen ein erstes Album ein. „The Firm“ wird im Februar 1985 veröffentlicht und passt überhaupt nicht in die Zeit, ist aber für alle, die der Musiker Geschichten mögen, eine große Sache. Und genau so sieht es mit „Mean Business“ aus, dem Album, das genau ein Jahr später erscheint. Es gibt nicht wenige, die Paul Rodgers hier, an der Seite eines großen Konterparts, auf der Höhe seines Schaffens sehen.

 

Paul Rodgers – The Law

 

Ein weiterer Schritt: 1991 schließt sich Paul Rodgers mit Kenney Jones zusammen, dem alten Faces- und The-Who-Schlagzeuger, gründet The Law, weniger eine Band als eine Experimentierplattform. Die beiden covern, Rodgers schreibt natürlich auch selbst, sie laden sich David Gilmour ins Studio, auch Chris Rea kommt vorbei, Pino Palladino, ein Studiobassist mit einer gewaltigen Diskografie stößt hinzu und heraus kommt ein Album, das perfekt in die frühen 90er Jahre passt. Bryan Adams hat sich mit annähernd demselben Material seinen guten Ruf erarbeitet, das hier geht unter. Das geht so sehr unter, dass sich an dieser Stelle ein ominöses, nie veröffentlichtes zweites Album versteckt.

 

Für ein Hendrix-Tribute-Album schließt sich Paul Rodgers mit Slash und der Band of Gypsys von Jimi Hendrix zusammen, 1993 spielt er seinen persönlichen Kniefall vor Muddy Waters ein, ein Tribute-Album, für das er mit etlichen Berühmtheiten arbeitet, unter denen sich Brian May befindet. Ganz unähnlich sind sich die beiden nicht, und wenn es einen Berührungspunkt zwischen Queen und Rodgers gibt, dann wird er durch May hergestellt. Die 90er Jahre sind für Rodgers Jahre großer künstlerischer Freiheit, er gründet eine nach ihm benannte Band, zieht um die Erde, spielt bei Großereignissen, holt sich Berühmtheiten an seine Seite, „Now“ heißt sein nächstes Album im Sommer 1997, 1999 folgt „Electric“, 2001 wird Bad Company wird für eine Veröffentlichung reaktiviert. Paul Rodgers singt für Tony Blair auf Veranstaltung der Labour-Partei, trifft sich mit Jools Holland, einer BBC-Legende und feiert Fender-Geburtstage. Und dann ist da noch die Sache mit Brian und Roger von Queen. Die bitten ihn nämlich, mit ihnen zu kommen und gemeinsam ziehen sie als Queen + Paul Rodgers durch etliche Länder. Im September 2008 wird „The Cosmos Rocks“ veröffentlicht.

 


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