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Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist das der TV-Castings, und von allen TV-Castings im deutschen Fernsehen bringt Popstars die meisten Staffeln in diesem Jahrzehnt unter. Acht Staffeln zwischen 2000 und 2009, nur kurz wird ausgesetzt. Zweimal entstehen Musikgruppen, die wirklich erstaunliche Erfolge einheimsen können, gleich im ersten Jahr sind es die No Angels, die deutschen Spice Girls, nachdem die sich zwischenzeitlich auflösen und bei Popstars nach dem Motto „Neue Engel braucht das Land“ neue No Angels gesucht werden, stellt man das Trio Monrose zusammen, bei dem man auch nicht gerade von einem Misserfolg sprechen kann.

Das Besondere an Popstars ist, dass keine Solokünstler gesucht werden, sondern Girl-, Boy- und Unisexgroups. Jede Staffel wird einem Motto unterstellt, und immer, wenn man Jungs zum Casting zulässt, scheitert das Projekt extraschnell. Das macht Popstars zum Casting der Mädchen, ganz im Gegensatz zu Deutschland sucht den Superstar, wo seltsamer Weise überwiegend Jungs gewinnen (wiederum im Gegensatz zu den internationalen Schwesterveranstaltungen von DSDS, wo Mädchen deutlich höhere Chancen haben, das Casting zu gewinnen).

Eine weitere Besonderheit an Popstars ist, dass die Juroren in die Ausbildung und das Training der Castingkandidatinnen direkt involviert sind. Es gibt zwar viele andere Formate, bei denen das ähnlich gehandhabt wird, bei der großen Konkurrenz, DSDS, spielen die Juroren allerdings überwiegend eine andere Rolle, geben sich distanzierter, und nur Dieter Bohlen hebt das ab und zu auf, wenn er sich als Macher geriert und weil er den Gewinnern am Ende ein Lied vermacht.

Bei Popstars sind die Juroren dichter dran. Das hat zur Folge, dass in den Staffeln nicht nur sämtliche Kandidatinnen mindestens einmal weinen, so gut wie jeder Juror hat bei Popstars vor Glück und Verzweifelung schon geheult, und einige sind über Popstars zu richtigen Berühmtheiten geworden. Paradebeispiel ist hier natürlich der Choreograf Detlef D! Soost, der in den frühen Staffeln als Trainer der Kandidatinnen auftrat und später auch in der Jury zur festen Größe wurde. Soost ist ein interessanter Mann, einer, der für den Drill im Fernsehen ebenso steht wie für eine Nähe zu den Gedrillten, die ihn noch in jeder Staffel an seine emotionalen Grenzen gebracht hat.

In den ersten beiden Staffeln wird Popstars von RTL II gesendet, wo man sich auf Formate spezialisiert hat, die in ganz Deutschland aufgeregt debattiert werden. Im selben Jahr, in dem auch die erste Staffel Popstars läuft, wird auch die erste Staffel Big Brother gesendet. Für RTL II ist es das entscheidende Jahr der Firmengeschichte, überall wird die Strategie des Senders debattiert, man spricht später von Unterschichtenfernsehen, und in den Debatten sind es überwiegend die Studierten, die sich als verbohrte Idioten outen. Während man mit viel holländischer Hilfe Fernsehgewohnheiten aufbricht, dabei neue Maßstäbe setzt und den kompletten Medienfokus auf sich lenkt, werden Fragen nach der Verantwortung von Medienmachern und den Grenzen beim Blick in die Privatsphäre aufgeworfen, die seltsamerweise nie beantwortet werden – stattdessen steht man erst am Anfang, markiert ein Zäsur und weitet die neuen Prinzipien der Grenzenlosigkeit in den folgenden Jahren genüsslich aus.

Schon die zweite Staffel von Popstars, das Jahr nach den No Angels, wird für die Macher zu einem ärgerlichen Flop. Jungs werden zum Casting zugelassen, das Ergebnis ist 2001 Bro´Sis (Alex Christensen ist in der Jury). Sechs Sänger und Sängerinnen, darunter der lange Zeit später noch populäre Ross Antony, bilden die Boy- und Girlgroup, die sich 2006 auflöst und im Vergleich zu vielen späteren Castingergebnissen nicht einmal so schlecht abschneidet. Trotzdem entschließt man sich bei RTL II, keine weitere Staffel zu produzieren.

Nach zwei Jahren Pause gibt es 2003 dann die erste Staffel auf Pro7. Man hat sich viel vorgenommen, castet sowohl eine Girlgroup als auch eine Boygroup, die man gegeneinander antreten lässt. Overground gewinnt gegen Preluders (ein fürchterlicher Name), beide verschwinden rasch von der Bildfläche (Overground löst sich offiziell erst 2008 auf). Bei Pro7 setzt man den Machern der Sendung die Pistole auf die Brust, diesmal muss etwas Großes gelingen, als 2004 unter dem Motto „Jetzt oder nie!“ erneut gecastet wird. Detlef Soost verlässt nach zwei Staffeln für diese eine die Jury, in der Sandy Mölling von den No Angels Sabrina Setlur ersetzt, Uwe Fahrenkrog-Petersen tritt ein zweites und vorerst letztes Mal an, außerdem holt man Lukas Hilbert hinzu.

Nu Pagadi, das Castingergebnis, löst sich gleich im Folgejahr auf, dafür wird Doreen Steinert gecastet, die spätere Freundin von Sido. Statt das Format einzustampfen, entschließt man sich, alles auf Anfang zu setzen – und das klappt recht gut. Detlef Soost, Dieter Falk und Nina Hagen bilden die bis heute beste Jury, die Monrose, das erste Trio überhaupt, formt, der zweite wirkliche Erfolg, aber schon im Jahr darauf scheitert dieselbe Jury damit, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen, obwohl sie (oder vielleicht auch weil sie) durch Marusha und Jane Comerford (Texas Lightning) ergänzt wird. Neben Room 2012, der Gesangsgruppe, wird auch eine Tanzformation gecastet, gemeinsam sollen sie zum heißesten Live-Act überhaupt werden – stattdessen verschwinden beide.

2008 werden wieder nur Mädchen gesucht, man versucht es ein wenig emotionaler, irgendwie erweckt die Veranstaltung den Eindruck, dass Detlef Soost um seine Tanzkollegin Leonore Bartsch eine Gruppe zu Formen sucht, das Ergebnis ist Queensberry. Queensberry gilt den Machern, das beteuern sie noch lange, als Erfolg, auch wenn es keiner ist. 2009 wird ein Duo gecastet, man muss halt mal alles probiert haben. Ein Junge, ein Mädchen, die miteinander … das kann eigentlich nicht klappen. Schaut man sich in der Popgeschichte um, stellt man unweigerlich fest, dass Popduos eigentlich immer stark hierarchisch bzw. arbeitsteilig geprägt sind, niemals aus zwei Performern bestehen – Some & Any, so der doofe Name des Castingergebnisses, existiert nur wenige Monate. Aber das ist natürlich nicht das Ende von Popstars.

Popstars stammt ursprünglich aus Neuseeland und soll Simon Fuller zu seiner Pop-Idols-Serie inspiriert haben. In etlichen Ländern hat man versucht, Girl- und Boygroups im Fernsehen zu casten, in den meisten hat man es aber bereits nach kurzer Zeit drangegeben. Nur in Deutschland, wo man im TV auch in der Show Big In America US 5 castete, läuft Popstars ungewöhnlich lange – aber sicher nicht endlos.

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