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Prince
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Das ist mal ein Superstar, der Prince. Heutzutage bekommt man die Superstars ja hinterher geworfen, Prince allerdings durchlebt eine Zeit, in der er – mit vielleicht 2-3 anderen – zu den Allergrößten im Geschäft gehört. Zu den ganz, ganz wenigen, die nicht nur stilprägend wirken, an deren Arbeit zu allem Überfluss keiner wirklich anzuknüpfen vermag. Jetzt bereits werden nicht wenige abwinken, denn das Lebenswerk von Prince zeichnet noch etwas aus: er selbst vermag es irgendwie nicht, an seine Frühwerke anzuknüpfen, dabei verhebt er sich gleich mehrfach, indem er sich neu zu erfinden sucht, selbst neue bzw. gar keine Namen müssen her.

 

Das wird dann irgendwann wieder alles rückgängig gemacht werden, Prince-Fans sind hart im nehmen. Trotzig beharren die einen darauf, dass ihr Star einzigartig ist, ähnlich Köln-Fans leben sie fortwährend in einer vermeintlich wundervollen Vergangenheit, vielleicht in dem Moment, in dem sie 1986 mit überhöhter Geschwindigkeit in einem 2002er BMW durch Ankara rasten und erstmals „When Doves Cry“ hörten oder die vielen magischen Momente, kurz bevor der Meister die Gitarre zu bearbeiten beginnt. Andere schaffen es, durchaus Konstanten in dem Werk von Prince ausfindig zu machen. Etwa Folgende: Auf jedem Album findet sich ein Track, der sich vortrefflich zum Poppen eignet.

 

Das Tollste, was man über Prince wissen muss, ist jedoch das: Prince heißt wirklich Prince. Etwas Unangenehmes über Prince: er verteidigt rigoros seine Bild- und Tonrechte, und zwar über ein für die meisten Beteiligten erträgliches Maß hinaus. Selbst seine Fans bekommen das zu spüren. Vielleicht hat er auch einfach aus dieser verrückten Zeit um 1990 herum gelernt, in der es von komischen Gerüchten über den Musiker nur so wimmelte (einer behauptete zum Beispiel mal, dass Prince mit Kim Basinger auf einem Friedhof – vergesst es besser direkt wieder). Prince gilt als Kontrollfreak, einer, der dabei ein Widerspruch in sich ist. Es spielt keine Rolle, ob es stimmt, dass er mit einer Stretchlimousine von Haus zu Haus fährt, um als Zeuge Jehovas den „Wachturm“ unter die Eigenheimbesitzer zu bringen. Er hält eigentümliche Reden, mag es sexuell äußerst explizit, um sich dann wieder vollkommen züchtig zu geben. Prince gilt als manischer Malocher, sein Oeuvre lässt keinen anderen Schluss zu. Mal gibt er den Outlaw, immer wieder kehrt er in das Herz der Popkultur zurück, seine politischen Momente werden meist geflissentlich überhört.

 

Prince spielt etliche Instrumente, immer wieder wird die vollkommene künstlerische Freiheit betont, die er sich bereits zu Beginn seiner Karriere zusichern lässt. Prince hat für etliche Kollegen Hits geschrieben („Nothing Compares 2 U“ für Sinead O´Connor, „Manic Monday für die Bangles, Art of Noise und Tom Jones spielen „Kiss“), gerade Mitte zwanzig, erscheint mit „Purple Rain“ 1984 ein zum Teil biografischer Film über den Musiker, für die Musik erhält er einen Oskar, es gibt kaum einen Preis, den Prince nicht bekommt. Er arbeitet unter etlichen Pseudonymen, seine Alben finden zeitweise reißenden Absatz und trotzdem wird sein Untergang mehrmals prophezeit.

 

Prince Rogers Nelson kommt im Juni 1958 in Minneapolis zur Welt. Die Eltern sind Musiker, der Vater ist Pianist im Prince Rogers Trio, einer kleinen Jazzkappelle. Die Eltern trennen sich, Prince wächst zum Teil beim Vater auf, teilweise auch bei Nachbarn. Der Nachbarssohn Andre Anderson wird zum musikalischen Partner, während der High School wird die Band Grand Central gegründet, später Champagne, in der bereits die musikalischen Wurzeln angelegt sind, an denen sich Prince abarbeitet. R&B, Soul und vor allen Dingen Funk, aber auch Rock und Jazz sind die Genres, die immer wieder in Zusammenhang mit Prince genannt werden.

 

1976 beginnt Prince, an einem eigenen, vernünftigen Demo zu basteln. Es gibt etliche Geschichten darüber, wie der junge Musiker mit Chris Moon, einem englischen Produzenten in Minneapolis, die Nächte in dem Studio Moons durcharbeitet, bis er zwischen den Instrumenten einnickt. Prince setzt alles auf eine Karte, Champagne ist Vergangenheit. Moon schreibt für Prince und geht mit dem eingespielten Material Klinken putzen. Mit Owen Husney findet sich nicht direkt ein Label, dafür jedoch einer, der durch seine Kontakte das Management des Nachwuchsmusikers noch einen Tick effektiver betreiben kann. Angeblich sind es plötzlich mehrere Labels, die um Prince buhlen. Warner Bros. greift zu.

 

Produced, arranged, composed und performed by Prince

 

Just Another Sucker” entsteht bereits in den 70er Jahren. Im April 1978 erscheint „For You“, das Debütalbum von Prince. Es ist noch nicht der Durchbruch, noch entstammen die Songs nicht ausschließlich von Prince, Moon hat bei entscheidenden Tracks (etwa bei „Soft And Wet“) seine Finger im Spiel. Dafür hat Prince das Ding komplett selbst eingespielt, eines seiner Markenzeichen.

 

Für die Live-Performances sucht sich Prince eine Mannschaft zusammen, mit der er im Januar 1979 erstmals auftritt. Dabei ist sein alter Freund Anderson (der sich Cymone nennt) am Bass, die beiden Keyboarder Matthew Robert „Doctor Matt“ Fink und Gayle Chapman, Robert Rivkin (Bobby Z) am Schlagzeug und Desmond „Dez“ Dickerson an der Gitarre. Die Formation hinter Prince besteht bis Ende der 80er als The Revolution.

 

„Prince“, das zweite Album, erscheint im Oktober 1979. Es ist der nationale Durchbruch für den Musiker, „I Wanna Be Your Lover“ ist ein entscheidender Singleerfolg. Allgemein gilt das fünfte (!) Album „1999“ (1982) als nächste wichtige Karrierestufe, da hierzulande so etwas immer ein bisschen zeitverzögert ankommt (auch der offiziell eingeläutete Popularitätsabstieg), kann man zumindest für Deutschland erst bei „Purple Rain“ im Sommer 1984 vom Durchbruch sprechen. Das Album verkauft sich weltweit knapp 20 Millionen Mal. Anderson gehört inzwischen nicht mehr zur Band, Gayle Chapman ist bereit 1980 durch Lisa Coleman ersetzt worden. 1985 gibt es den erwähnten Oscar für den besten Soundtrack.

 

Noch einige Jahre setzt sich die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Warner fort, Prince veröffentlicht in einer fast schon unheimlichen Regelmäßigkeit alle zwölf Monate neue Alben, den Erfolg von „Purple Rain“ wird er nicht wiederholen können. Bereits 1985 gründet er sein kleines Sublabel Paisley Park Records, das er jedoch in einem lang anhaltenden Streit mit Warner, der Anfang der 90er Jahre beginnt, dicht machen muss. Ohnehin ist es eine Zeit der Umbrüche. Die kurze Phase des Filmemachers Prince findet mit „Graffiti Bridhe“ (1990) ihr Ende, 1992 will Warner den Vertrag verlängern, Prince willigt einem unglaublich hoch dotierten Vertrag ein, versucht dann jedoch, seinen Namen loszuwerden und ihn durch ein komisches Symbol zu ersetzen.

 

Selbst seine Band heißt nun anders: The New Power Generation. The Artist Formerly Known As Prince, also TAFKAP bzw. Symbol ist bis etwa 1996 eigentlich nur durch den Dauerclinch mit seinem Label ein Gesprächsthema. Schließlich läuft sein Vertrag aus, er kann mit NPG Records, seinem neuen Label, neu beginnen. „Emancipation“, seit November 1996 auf dem Markt, lockt dann auch mehr Käufer als die Alben zuvor, das allgemeine Interesse schläft jedoch rasch wieder ein. Zwischen 2000 und 2006 versucht sich Prince in visionärer Selbstvermarktung, immer wieder flackert bei den hartgesottenen Fans ein Flämmchen der Hoffnung auf, etwa dank „Rave in2 the Joy fantastic“ im April 2000, sehr viel mehr noch bei „Musicology“ im April 2004. Prince unterschreibt nur noch für kleine Projekte bei Majors, das kostet weniger Nerven, er arbeitet mit Selma Hayek zusammen, und macht dann etwas, womit man irgendwann einfach wieder rechnen musste: ein Nummer-1-Album in den USA. „3121“ erscheint im März 2006 und wird von Fans und Kritikern freudig schluchzend angenommen. 2007 füllt Prince für 21 Konzerte den ehemaligen Millennium Dome, einen gigantischen Veranstaltungskomplex in London, der schon als absolute Fehlinvestition abgeschrieben war und nun als O2 Arena und mit der außergewöhnlichen Konzertreihe in der kurzen Geschichte neu erblühen soll. Und dann vielleicht London gleich mit – darunter macht es Prince nicht.


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