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Queen
Queen Foto © by Richard Young - EMI

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Wenn deutsche Sportteams wichtige Pokale gewinnen, gibt es diesen unangenehmen Moment, in dem die ausgepumpten Leiber „We Are The Champions“ intonieren und die Mikros noch an und nicht weit genug weg sind. Dann kann Queen sehr unangenehm sein. Grundsätzlich haben sich die Musiker der britischen Rockgruppe nicht anzuzweifelnde Verdienste um die Charts, die Geschichte bombastischen Stadionrocks, um gute Methoden der Veröffentlichung von Best-of-Album und viele andere Sachen erworben und gehören in jeden vernünftigen Kanon der größten Bands aller Zeiten.

 

Die Geschichte von Queen geht bis in die späten 60er Jahre zurück. Aus England kommen immer wieder entscheidende Impulse, wenn es um die Rockmusik geht, Brian Harold May, Jahrgang 1947, Sohn eines Ingenieurs im britischen Verteidigungsministerium, verfolgt die Szenerie nicht nur begeistert, mit seinem Vater, ein Hobby-Musiker, der ihm den Besuch eines renommierten Musikkonservatoriums ermöglicht, baut er an eigenen Gitarren, schaut sich die Techniken des Schweden Bo Winbergs von The Spotnicks, Jimi Hendrix und Eric Claptons ab, studiert Physik (was Vernünftiges, in diesem Fall nicht so wichtig) und gründet mit Tim Staffel seit 1964 erste Bands.

 

Tim Staffel singt und spielt Bass, für ihre Band Smile finden die zwei 1968 Roger Taylor, einen Typen, der später dafür berühmt sein wird, hinter seinem ufogroßen Schlagzeug bis zur völligen Erschöpfung zu kämpfen. Smile erarbeitet sich die Möglichkeit, auf Kosten von Mercury Records 1969 eine Single aufzunehmen. Es folgen einige weitere kleine Studioproduktionen, so richtig scheint das alles jedoch nicht zu fruchten und so verlässt Staffel, der Typ, der für den überwiegenden Teil des Songwritings bis zu diesem Zeitpunkt verantwortlich ist, die Band. Er wechselt zu Humpy Bong, einer Formation, die nur deswegen nicht vergessen ist, weil es Queen gibt. Smile fehlt ein Bassist, ein Sänger und der, so sieht es zumindest aus, wichtigste Kopf. Staffels Kumpel Farrokh Bulsara bleibt. Der hat sich in den Monaten zuvor damit begnügt, den Musikern beim Schleppen des Equipments zu helfen. Bulsara, kurz darauf Freddie Mercury, ein passabler Pianist, verdammt guter Sänger und phänomenaler Entertainer (das weiß zu diesem Zeitpunkt niemand) gründet mit May und Taylor die Band Queen.

 

Im Frühling 1971 wird den Musikern der Bassist John Richard Deacon vorgestellt, genau der richtige Mann für ein Trio von Rampensäuen: Deacon ist ein eher ruhiger Typ, technisch fähig, hat kein Interesse daran, vor Mikros zu treten (und ist der einzige im Quartett, der auf keinem Queen-Album singt) – nach Freddie Mercurys Tod tritt er noch einige Male auf, zieht sich dann aber aus der Öffentlichkeit zurück. Das ist in den 90er Jahren, der Weg dorthin ist eine Autobahn. Mit wenig Geld und unter widrigen Bedingungen wird in den frühen 70ern ein Demo eingespielt, Trident greift zu, die EMI übernimmt, das erste Album „Queen“ wird im Sommer 1973 veröffentlicht. Wie das bei so berühmten Formationen ist, kann man heute die ersten Produktionen an jeder Ecke erstehen; gerade dieses Debütalbum lohnt sich, weil sich dem Fan die großartigen Anlagen der Band offenbaren, ohne dass einer der vielen, manchmal zu bekannten Hits das Hörvergnügen trüben.

 

Killer Queen

 

Mit der Single „Seven Seas Of Rhye“, dem Album „Queen II“ und dem Jahr 1974 kommt der Durchbruch für Queen in England. Freddie Mercury macht die Shows der Band zu großen Events, sein Faible für ungewöhnliche, enge und abwechslungsreiche Bühnenkostüme stechen selbst in den bunten 70ern ins Auge. Ebenfalls 1974 wird ein weiteres Album, „Sheer Heart Attack“ veröffentlicht und die Single „Killer Queen“, das erste Lied der Band für die Ewigkeit … und dann kommt 1975, das Jahr, in dem die Band Fans auf mehreren Kontinenten erobert. Australien gehört Queen bereits, mit einigen Auftritten in den USA und Japan sind diese Länder fällig. Auch „Killer Queen“ gehört zu den Liedern, die oft nicht schön sind, wenn sie von Leuten gesungen werden, die nicht Freddie Mercury sind. Wenn es einmal jemand schafft, dabei nicht unangenehm aufzufallen, gebührt ihm unser Respekt.

 

Es folgt „A Night At The Opera“ im November 1975 – und damit „Bohemian Rhapsody“, ein phänomenaler Erfolg, zu dem ein Video gedreht wird, ein frühes Musikvideo und ein ganz besonders wichtiges, weil danach viele so einen Film wie Queen drehen (wollen). Im September 1976 spielt die Band vor 180000 Menschen im Hyde Park, kurz darauf wird „A Day At The Races“ veröffentlicht. Auf jedem Album bringen die Musiker neben abwechslungsreicher, gefälliger Kost ein gewichtiges Kaufargument unter, „Somebody To Love“ ist es diesmal. Es ist langweilig, bei Queen die Chartplatzierungen zu betonen, die Band wird geliebt und verkauft ihre Arbeiten prächtig. Interessant ist, dass sie regelmäßig seitens der Presse von Schmähungen bedacht wird, während ein Klassiker nach dem anderen die Studios verlässt. Dem Album „News Of The World“ vom Oktober 1977 werden zwei der vielleicht eingängigsten Stadionnummern aller Zeiten vorangestellt: „We Will Rock You“ und das unselige „We Are The Champions“.

 

Die können sich aber auch für die größten halten, die Musiker. Sie füllen nicht nur die großen Hallen und können die Aufnahmen ihrer Alben in erlesenen Studios an erlesenen Orten hinter sich bringen, im Zweifel werden die Studios einfach gekauft wie die Mountain Studios zu Montreux. Queen bleibt exzentrisch, nennt das nächste Album schlicht „Jazz“, beginnt mit dem albernen „Mustapha“, gefolgt von „Fat Bottomed Girls“ und „Bicycle Race“. Statt eine Pressekonferenz abzuhalten, lässt man vor überraschten Pressevertretern 65 nackte Mädchen auf Fahrrädern durch ein Radstadion kurven. „Don´t Stop Me Now“ ist ein weiterer Titel des Albums. Mit „The Game“ wird im Sommer 1980 ein ganz besonders wertvolles Album auf den Markt gebracht („Another One Bites The Dust“, „Crazy Little Thing Called Love“, „Play The Game“, „Save Me“…). Ebenfalls 1980 kommt „Flash Gordon“ in die Kinos, ein sagenhaft schlechter Film, zu dem die Band den durchaus gelungenen Soundtrack produziert.

 

Queen – Hot Space

 

Im Jahr darauf folgt das erste der zwei berühmten Greatest-Hits-Alben, schlicht als solches betitelt. Gigantisch sind die Konzerte, die Queen in Südamerika gibt. In Buenos Aires spielt die Presse bereits beim Eintreffen der Band verrückt, in Sao Paolo kommen an einem Abend mehr als 130000 zahlende Zuschauer. Während später viele Hörer verwundert sind, dass Queen nicht wenigen als Rockmusikgruppe zählt, manchen sogar als wichtige Protagonisten des Hardrocks, verfluchen andere das Album, mit dem vieles anders wird: „Hot Space“, 1982. Queen klingt irgendwie – irgendwie – irgendwie anders, hier ein bisschen funky, dort ein bisschen nach Disco und allerhöchstens noch in Andeutungen so schön rockig wie zuvor. „Under Pressure“ mit David Bowie gehört zum Album, ein wirklich ganz hervorragendes Lied. Ach ja: Freddie Mercury ist schwul.

 

Die Band zerstreut sich in Soloaktivitäten, deutlich seltener kommen neue Alben auf den Markt. Ohne „The Works“ von 1984 wäre die Welt ärmer (um „Radio Ga Ga“, „It´s A Hard Life“, „I Want To Break Free“ zum Beispiel), bei Rock in Rio wird die Band dafür von 250000 Menschen empfangen. Queen spielt 1985 beim Live Aid im Wembley Stadion – im Sommer 1986 erscheint dann „A Kind Of Magic“, das nächste Album (mit „One Vision“ und etlichen anderen Klassikern). Die folgende Tour ist gigantisch, beim Konzert in Mannheim sollen – je nach Schätzungen – 120000 bis 200000 Menschen zugesehen haben. 1989 gibt es „The Miracle“, im selben Jahr erscheint „At The Beep“, die Arbeit mit den John Peel-Sessions der Band. Im Februar 1991 erscheint mit „Innuendo“ („These Are the Days of Our Lives“) das letzte Queen-Album, das zu Lebzeiten des Künstlers veröffentlicht wird.

 

Freddie Mercury singt mit Montserrat Caballé „Barcelona“ für die Olympischen Spiele 1992 ein, stirbt im November 1991. Im April 1992 wird in Gedenken an ihn im Wembley Stadion ein standesgemäß gigantisches Konzert veranstaltet, George Michael, Elton John, David Bowie und viele andere Berühmtheiten und Weggefährten verabschieden sich von ihm und versuchen sich an seinen Liedern. Posthum wird 95 mit „Made In Heaven“ Material freigegeben, das Freddie Mercury vor seinem Tod eingesungen hat. 1997 tritt die restliche Band noch einmal in Paris mit Elton John auf, weitere Best-of-Alben folgen, ein Musical („We Will Rock You“) startet, Taylor und May spielen auf Konzerten für die Queen und Nelson Mandela, ein Film wird geplant. Ende 2004 kündigen die beiden an, dass sie gemeinsam mit Paul Rodgers und als Queen + Paul Rodgers wieder auftreten werden. Queen-, Free- und Bad Company-Lieder werden gegeben, und das funktioniert so gut, dass nach Abschluss der Konzerte, einer ersten gemeinsamen Produktion (die Single „Say It´s Not True“ für den Welt-Aids-Tag 2007) eine weitere Tour geplant und ein richtiges neues Album geplant ist.


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