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… und noch eine kanadische Sängerin, noch eine, die als eine der erfolgreichsten ihrer Generation gilt, die irgendwie vernünftiger und natürlicher und bewusster wirkt, als viele ihrer US-Kolleginnen – und auch langweiliger. Name? Sarah Ann McLachlan. Jahrgang? 1968. Grammys? Natürlich mehrere. Ganz besonders große Hits in Deutschland? Keine. Gut, das Album „Surfacing“ verkauft sich ab 1997 auch hierzulande recht gut. Zum Anfang: Sarah Ann McLachlan kommt 1968 in Halifax, Neuschottland, zur Welt. Sie erhält Gesangs-, Gitarren- und Klavierunterricht und spielt während ihrer High School-Zeit in einer Band mit dem Namen The October Game.

 

Erste Auftritte bringen ihr erste Offerten als Solokünstlerin, nachdem sie ihre Ausbildung am Nova Scotia College of Art and Design abgeschlossen hat, beginnt sie, mit dem Label Nettwerk in Vancouver zusammenzuarbeiten. Ab 1987 arbeitet Sarah McLachlan an ihrem Debütalbum mit dem Produzenten Greg Reely, „Touch“ erscheint 1988, die Sängerin spielt empfindsam säuselnden Folk-Pop, neben den drei Singles „Vox“, „Ben´s Song“ und „Streaming“ sowie der Eroberung einer wachsend begeisterten Hörerschar daheim, ist der wichtigste Erfolg, dass Arista Records (Clive Davis) die Künstlerin für die internationale Vermarktung unter Vertrag nimmt.

 

Für das nächste Werk schließt sich Sarah McLachlan mit dem Produzenten Pierre Marchand zusammen, „Solace“ wird 1991 veröffentlicht, „Into The Fire“ ihr bis hierhin größter Hit. Mit dem Album „Fumbling Towards Ecstasy“ gelingt Sarah McLachlan ab 1993 allmählich der internationale Durchbruch. Sie hat einen Stalker aus Ottawa, ein Mann, der erst zur Bedrohung und irgendwann tot aufgefunden wird – worüber wiederum eine kanadische Journalistin ein Buch schreibt.

 

1997 schließlich erscheint „Surfacing“. Sarah McLachlan verkauft das Album mehr als zehn Millionen Mal, erhält die erwähnten Grammys, viele weitere Preise und wird auch in Europa reichlich bekannt. Zwischen 1997 und 1999 veranstaltet sie „Lilith Fair“, eine Festival-Tour mit vielen anderen Künstlerinnen, die von etwa zwei Millionen Menschen besucht wird. Nach ihrer Arbeit am Soundtrack zum Film „Kleine Sünden unter Brüdern“ (1995), veröffentlicht sie auf den Soundtracks von „Toy Story 2“ (1999), „Ich bin Sam“ (2001) und „Spirit – Der wilde Mustang“ (2002/ Duett mit Bryan Adams) weitere Lieder und wird zunehmend als Songschreiberin, Studio- und Gastmusikerin bei Konzerten angefragt. 1999, das darf hier nicht unterschlagen werden, erscheint noch „Mirrorball“, ein Album, das auch in Deutschland viele Hörer findet.

 

Sarah McLachlan bekommt eine Tochter und verliert ihre Mutter, 2002 ist sie musikalisch aus dem Rennen. Spät im Jahr arbeitet sie, nach eigene Aussage quält sie sich dabei, an dem nächsten Album. Mit dem Lied „Fallen“, das später zur ersten Single wird, bricht der Bann, die anderen Songs sind wesentlich schneller geschrieben – und 2003 kommt das Album „Afterglow“ auf den Markt. Sarah McLachlan besingt die Liebe zu ihrem Mann, die Anschläge auf das World Trade Center und ist böse mit dem amerikanischen Präsidenten und liefert ein Album ab, das, wie auch die Vorgänger „Surfacing“ und „Mirrorball“ beinahe den Spitzenplatz der US-Charts erobert.

 

Die Musikerin hat zahlreiche öffentliche Auftritte, tourt 2004 auch durch Europa, ein Live-Album wird im Laufe des Jahres veröffentlicht, Ende 2005 bereits das zweite Remix-Album, 2006 folgt ein Exklusivvertrag mit iTunes, Sarah McLachlan stellt allein diesem Unternehmen Arbeiten und Interviews zur Verfügung, im Oktober des Jahres bringt sie das obligatorische Weihnachtsalbum auf den Markt, „Wintersong“ besteht überwiegend aus Cover-Versionen, Pierre Marchand produziert hier – wie bei so vielen Arbeiten der Künstlerin. Im April 2008 wird „Rarities, B-Sides & Other Stuff, Vol. 2“ veröffentlicht, den Vorgänger gibt es 12 Jahre zuvor.





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