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Spice Girls
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Können sich die meisten dran erinnern: die Spice Girls waren die erfolgreichste Gesangsgruppe überhaupt. Zumindest die erfolgreichste Frauengruppe, bzw. die erfolgreichste Fünfergruppe aus England – der 90er Jahre. Enorm erfolgreich also, diese Spice Girls.

 

An den Spice Girls kann man wunderbar sehen, wie man eine Musikgruppe richtig zusammenstellt – und wie man sie auf die Erfolgsspur bringt. Während deutsche Castingacts mit der Entscheidungsshow bereits ihre erste (und zumeist letzte) Erfolgssingle auf den Markt bringen, werden die Spice Girls 1994 zusammengestellt und veröffentlichen erst 1996 ihr erstes Spice-Girls-Album. Auch Käse muss reifen! Hierzulande brechen die Castinggruppen zumeist auseinander, sobald das erste Mitglied keinen Bock mehr hat. Die ersten Konflikte und Probleme sind wichtig für die Gruppe, erst dann erkennt man, ob es passt – bzw. was fehlt. Das, was wir heute als Originalbesetzung der Spice Girls kennen, ist nicht die Ursprungsbesetzung. Ähnlich wie bei den meisten großen Bands gibt es auch hier bei den Spice Girls ein vergessenes ehemaliges Mitglied, das den großen Erfolg tragischer Weise nur via Fernsehen erlebt.

 

Zuguterletzt eine Sache: eine Girlgroup wie die der Spice Girls darf nicht nur nicht so funktionieren wie eine Fußballmannschaft, sie sollte das Gegenteil einer Fußballmannschaft sein (vorausgesetzt, es geht um den richtig großen Erfolg). Statt eines gut aufeinander abgestimmtes Miteinanders ist ein gut austariertes Nebeneinander gefordert, damit sich auch wirklich jedes Mädchen und jeder Junge zumindest theoretisch davon angesprochen fühlen kann – wie immer werden die ganz besonders Harmoniesüchtigen übergangen.

 

So gibt es für jedes Mitglied der Spice Girls ein vorgegebenes Verhaltensmuster, das fast noch wichtiger ist als irgendwelche sängerischen Fähigkeiten und aus dem es für die jeweilige Frau kaum ein Entrinnen gibt. Da gibt es:

 

Spice Girls - Ginger Spice

 

Geraldine Estelle Halliwell, die durchgeknallte Rothaarige, die verrückte Nudel, verlässt die Spice Girls 1998, stiefelt über den Boulevard, durch die Betten von Musikerkollegen und Radiomoderatoren, bringt mit „Schizophonic“ (1999), „Scream If You Wanna Go Faster“ (2001) Alben heraus, die recht erfolgreich sind, hungert sich zur Silhouette eines Klappspaten und geht mit ihrem Folgeprojekt (Passion, 2005) ziemlich baden.

 

Spice Girls - Posh Spice

 

Victoria Caroline Beckham (geb. Adams) ist das Luxusluder. Noch als Spice Girl heiratet sie einen mittelmäßig begabten Fußballer und macht eigentlich bis heute alles, was man von ihr erwartet – wenig ambitionierte Popalben, eine Autobiografie, einen Ratgeber, Reality-Shows, Modegedöns, eigene Parfums, findet Freunde in Hollywood ... Während sie ihren festen Platz in diversen High Societies hat, fehlt bei ihr von Beginn an jede künstlerische Anerkennung, sieht man einmal davon ab, dass ihr der Mann ein williger Kleiderständer ist.

 

Spice Girls - Scary Spice

 

Melanie Janine Brown hat sicherlich den komischsten der Spice-Girls-Nicknames. Bereits 1998, also während ihrer aktiven Zeit mit den Spice Girls, veröffentlicht sie gemeinsam mit Missy Elliot „I Want You Back“, ein Stück, das zumindest in England ein Hit wird, und eigentlich eine recht gute Basis für eine Solokarriere darstellt. Ihr Debütalbum „Hot“ (2000) wäre für ein wirkliches Debütalbum sicherlich ein Erfolg, ist allerdings, da sie ja bereits eine Berühmtheit ist, ein kleiner Flop – das zweite Album „LA State Of Mind“ (2005) ist eine richtige Katastrophe. Dafür arbeitet Mel B in den Jahren ohne die anderen Spice Girls in einer Reihe von Film- und Fernsehproduktionen, ihren größten Boulevarderfolg hat sie zwischen zwei Ehen durch eine Affäre mit Eddie Murphy, der sich eine Weile weigert, das gemeinsame Kind als gemeinsames Kind zu akzeptieren.

 

Spice Girls - Sporty Spice

 

Melanie Jayne Chisholm muss während ihrer Auftritte als Spice Girl immer akrobatische Übungen machen. Sie spielt eine kuriose Rolle, die bei Girlband-Besetzungen so überflüssig wie einmalig ist. Dafür ist sie die einzige, die sich drastisch von ihrem Spice Girls-Image abwendet – und die einzige, die im Musikgeschäft recht nachhaltige Erfolge feiern kann. Lustigerweise ist sie einmal kein abgehalfterter Star, der bis zum endgültigen Aus von seinem Label durchgefüttert wird – in Erwartung des üblichen Absturzes beendet Virgin Records nach dem zweiten Album die Zusammenarbeit – Mel C zieht ihre Sache durch und veröffentlicht bis 2007 vier Alben, von denen zwar das erste, Northern Star (1999), das erfolgreichste ist, es allerdings nicht zu so drastischen Einbrüchen kommt wie bei ihren Kolleginnen; was allerdings auch daran liegt, dass sie auf dem europäischen Festland ungeheuer beliebt ist.

 

Spice Girls - Baby Spice I

 

Ursprünglich ist Michelle Stephenson für die Rolle des Kükens bei den Spice Girls vorgesehen, die zu der Zeit noch ganz frisch sind und Touch heißen. Das ist 1994. Bevor die Sache mit den Spice Girls überhaupt losgeht, verlässt sie die Spice Girls und arbeitet in der Folge als Fernsehmoderatorin und Backgroundsängerin.

 

Spice Girls - Baby Spice II

 

Das endgültige Küken der Spice Girls wird schließlich Emma Lee Bunton, die Michelle Stephenson ersetzt. Sie ist das präpubertäre Mädchen der Gruppe aus asexuellen Wesen und Sexmonstern; wer weiß, welcher Drecksack das für nötig befunden hat… Sie ist eine englische Version des Niedlichen, mit Teddys, Süßigkeiten, knappem Nachthemd und hochgezogenen Strümpfen – und da sich diese Rolle in der Regel nicht bis in das vierzigste Lebensjahr hinein leben lässt, ist sie gezwungen, ihr Image ein wenig zu wandeln. Das erledigt sie behutsam und bestimmt, und hat zumindest in Großbritannien mit ihren Solosachen recht beständig Erfolg. Das Debütalbum „A Girl Like Me“ erscheint 1999, Baby Spice II hat drei Hits – und ähnlich wie bei Mel C entscheidet sich Virgin Records auch hier, auf eine weitere Zusammenarbeit zu verzichten. „Free Me“ (2003) verkauft sich allerdings recht beachtlich in England, „Life In Mono“ (2006) floppt total.

 

Spiceworld

 

Von ihrer Gründung 1994, bis zu ihrem ersten, dem durchschlagenden Erfolg („Wannabe“ 1996), dauert es eine Weile, dann jedoch geht es rasend schnell. Noch 1996 kommt das Spice-Girls-Album „Spice“ auf den Markt, im folgenden Jahr das Album „Spiceworld“ – aus irgendeinem Grund wird alles, was das Management anfasst, zu Gold. Der Film Spiceworld, ebenfalls 1997, funktioniert vermutlich nur in dieser kurzen Zeit und zerstört ebenso vermutlich endgültig das, was hierzulande bis dahin neidisch und anerkennend britischer Humor genannt wird. 1998 brechen die Spice Girls zu einer großen Tournee auf, die ihresgleichen sucht. Das Wembley-Stadion (das ehrwürdige) wird beispielsweise vom 14. bis zum 28. April 1998 neun Mal komplett mit begeisterten Menschen gefüllt. Bis um Oktober des Jahres füllen sich dutzende von Stadien, Palästen und Arenen in Nordamerika und Europa wie von allein, obwohl Geri Halliwell bereits seit Juni des Jahres nicht mehr Teil der Spice Girls ist. Eigentlich ein guter Zeitpunkt, die Sache komplett zu kippen, die ersten der Spice Girls sind eh in Solosachen verstrickt, Ende 1999 folgt allerdings noch eine gut besuchte Weihnachtstour und 2000 „Forever“, das Album, das das vorläufige Ende markiert und floppt – wenn man frühere Maßstäbe anlegt. Aus ist es mit dem Gequassel über Spice-Girl-Power, den 95 Regeln für ein besseres Leben als Frau, plötzlich wird in den Medien auch mal herzlich gelacht über die Spice Girls, die westliche Hemisphäre scheint nicht mehr ihnen zuliebe die Luft anzuhalten.

 

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die Spice Girls 2007 noch einmal mit ihren Greatest Hits zurückkehren: dieses unschöne Gefühl, das geblieben ist, der holprige Abgang.

 

Jetzt sind wir gefragt

 

Und nun zu unserer Rolle für die Spice Girls Reunion in der kompletten Bestbesetzung, mit Ginger und allem Pipapo: schenken wir den Damen einen euphorisierenden, glanzvollen, aber diesmal bitte endgültigen Abgang. Und wer hätte das gedacht? Der Abgang ging erstaunlich reibungslos vonstatten. Eine Welttournee, die Anfang Dezember 2007 in Nordamerika beginnt, trotz enormem Aufwand und viel Scheißelaberei, und obwohl immer wieder beteuert wird, dass die Spice Girls supererfolgreich sind, im Februar 2008 vorzeitig abgebrochen wird, ein Greatest-Hits-Album, das nur in England gehört und gekauft wird und vorerst ruinierte Solokarrieren gehören zu einem vollständigen Resümee. Das Ende ist dies indes sicher nicht.
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