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… Subway to Sally gehört zu den netten deutschen Bands, die nur allzu oft vergessen werden, wenn es darum geht, nette deutsche Bands aufzuzählen. Liegt das daran, dass Subway to Sally aus der Zone stammt? Ist es vielleicht nur ein gefühlter Wert, wird Subway to Sally also sehr wohl in geordneter Regelmäßigkeit genannt? Wir wissen es nicht. Als die Band im Februar 2008 den Bundesvision Song Contest holt, gibt sich der Schirmherr und Initiator der Veranstaltung, Stefan R., sehr überrascht, während sich die Bandmitglieder gebärden, als sei dies, also der Sieg, Genugtuung für Jahre der Missachtung. Dabei ist die Band seit vielen Jahren bereits ungemein erfolgreich.
Man kann es den Fernseh-, also ZDF-Verantwortlichen allerdings auch nicht übel nehmen, dass sie eine Band, die Metal- und mittelalterlich klingende Musik kombiniert, keiner Gesellschaft zumuten, die sich ihnen in Senioren und Mobiltelefonnutzer zu spalten scheint. Irgendwie schafft es Subway to Sally trotzdem, superpopulär zu werden. Die Geschichte der Band lässt sich ein gutes Stück in die 80er Jahre zurückverfolgen, Michael Simon und Michael Boden spielen in einer Schülerband namens Zweieck, Ingo Hampf und Silvio Runge spielen bei Katzengold, als Michael Boden aus dem Wehrdienst entlassen wird und mit Michael Simon eine neue Gruppe zu gründen sucht.
Bodenski Beat wird gegründet, ein wirklich hübscher Bandname, 1990 entschließt man sich, Folkelemente in die Rockmusik einzubinden, die Violinistin Silke Volland ist seit Gründung des Projektes Subway to Sally Teil der Gruppe. 1991 stößt Eric Hecht dazu, als Sackpfeifer angeheuert, wird er zum Leadsänger der Band, ein erstes Album erscheint 1994, 1995 dann „MCMXCV“ (sehr witzig). Das Album gilt Fans nicht nur als wichtiger Ausgangspunkt des spezifischen Subway to Sally-Klanges, sondern gleich auch als Initialzündung des deutschen Mittelalter-Rocks. Beeindruckend ist der Fleiß, mit dem die Band tourt und veröffentlicht. Im April 1996 erscheint mit „Foppt den Dämon!“ das Debüt für BMG, Sven Regener (Element of Crime, „Herr Lehmann“) produziert das Album. Etwas mehr als ein Jahr später glückt Subway to Sally der Einstieg in die Media Control Charts mit der Studioproduktion „Bannkreis“ (Platz 47).
„Herzblut“ erreicht im April 2001 dann bereits Platz 15 der deutschen Charts – wir müssen noch einmal zurück zum Anfang des Textes. Subway to Sally hat nicht die Erfolgskurve eines Hypes, das zahlende Publikum wird erspielt, also erarbeitet, und das geschieht weitgehend ohne die Unterstützung der die Massen erreichenden Medien. Musik-TV-Ochsen halten die Musik für zu kompliziert (den Einbau klassischer Elemente, Chöre, Fugen).
Im März 2003 gibt es „Engelskrieger“, das nächste Album – mit dem Subway to Sally erstmals die Top 10 entert. 60000 Tickets verkauft die Band allein für ihre Hallentour, eine Viertelmillion Menschen sehen in diesem Jahr Konzerte der Gruppe, 2004 folgt etwa der vierte Label-Wechsel: Nuclear Blast nimmt Subway to Sally unter Vertrag. Im Herbst 2005 erscheint „Nord Nord Ost“, die bis hierhin erfolgreichste Platte der Folk Metal-Gruppe, das Filmorchester Babelsberg, wird in die Produktion einbezogen, auf die Promotour folgt eine Akustiktour, eine DVD zur Akustiktour („Nackt“) und im Anschluss die Arbeit am nächsten Album.
„Bastard“ erscheint im Oktober 2007 und ist die bis hierhin aufwändigste Produktion der Band. Erfolgreich, keine Frage, ist „Bastard“ ein prima Einstieg in das Oeuvre Subway to Sallys. Baut die Band zwar auf viele Sachen, die nicht jedermanns solche sind (eine altertümlich anmutende Sprache, Metal, historisches Instrumentarium), macht sie doch das, was sie abliefert, zweifellos gut. Wer Spaß daran hat und sich durch die Alben hört, wird feststellen, dass Subway to Sally es nicht nur gut, sondern immer besser macht. surftippsCD Reviews von Subway To Sally findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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