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Nur ganz kurz: The Dead Weather ist ein weiteres Projekt von Jack White. 2009 gründet der Mann, der schon eine ganze Weile so ehrfürchtig besprochen wird, dass außer Zweifel steht, dass er später einmal zu den aller-, zu den alleraller-, zu den allerallerallergrößten Rockmusiklegenden gezählt wird, diese – nach offizieller Zählweise – dritte große Band, eine sogenannte Supergroup, mit der er nicht nur beweist, dass er unglaublich viel kreative Energie besitzt, sondern gleichzeitig, dass seine Handschrift unabhängig von Stift und Papier ihre Charakteristika behält. The Dead Weather ist das neue Projekt von 2009, Jack White ist gerade nicht mit The Raconteurs beschäftigt und noch nicht mit The White Stripes, das erste Album heißt „Horehound“ und wird im Sommer 2009 veröffentlicht, aufgenommen in Jack Whites Third Man Studios in Nashville.
The Dead Weather setzt sich aus White, Alison Mosshart, Dean Fertita und Jack Lawrence zusammen. Alison Mosshart beispielsweise ist die eine Hälfte von The Kills, dieser UK-US-Postpunk-Gruppe, die sie mit Jamie Hince als – irgendwer hat mal gesagt – Fundamentalrockerin führt. Dean Fertita ist Keyboarder bei Queens Of The Stone Age, noch so einer Institution im US-Rockgeschehen, außerdem ein Kollege von Brendan Benson, der mit Jack White und Jack Lawrence The Raconteurs führt. Die eigentliche, die Ur-Band des Mannes aus Michigan sind/waren allerdings The Waxwings; es gibt absolut keinen einleuchtenden Grund, warum The Waxwings bei uns nicht mindestens so populär sind wie jede andere Rockband der superspäten 90er.
Jack Lawrence ist der Bassist und bei The Raconteurs die optisch auffälligste Gestalt. Lange dunkle Haare, Mittelscheitel, riesige gehornte Brille, bildet er ursprünglich gemeinsam mit Patrick Keeler die Rhythmusfraktion von The Greenhornes aus Ohio, gemeinsam spielen die beiden für The Raconteurs … alte Kolleginnen alles. Und Jack White? Der scheint einfach niemals ausgelastet zu sein. Im Sommer 2008 hat eine seiner alten Nummern zehntausende von europäischen Fußballfans zu fortwährendem und nervenaufreibendem Lallgesang inspiriert, er hat mit Alicia Keys das Titellied zur James-Bond-Folge „Ein Quantum Trost“ eingespielt und wurde von Davis Guggenheim für den Dokumentarfilm „It Might Get Loud“ als eine von drei Gitarristenlegenden ausgewählt und mehr gescannt denn gefilmt – die anderen beiden Legenden sind Jimmy Page von Led Zeppelin und The Edge von U2.
The Dead Weather ist jedenfalls prima, vor allen Dingen prima für Leute, die den Weg Jack Whites bislang mit großer Freude gefolgt sind – weniger für Leute, die es gewohnt sind, in allgemeinen Jubel einzustimmen und kein großes Durchhaltevermögen haben. surftippsCD Reviews von The Dead Weather findet Ihr auf CDSTARTS.de |
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